Unterstützung von unerwarteter Seite

Freitag, 13. August 2004

Sehr geehrter Herr Triner (E-Mail: h.triner@bote.ch)
Am 2. September 2004 soll meine Liegenschaft Alte Brauerei in Schwyz zwangsversteigert werden. Ich bitte Sie dringend, beiliegenden Leserbrief in der nächstmöglichen Ausgabe des „Boten“ zu veröffentlichen. Nur so lässt sich evtl. das Blatt noch wenden.
Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe!
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

[Anmerkung der Mythen-Post: Urs Beeler springt für den Erhalt der Alten Brauerei ausnahmsweise sogar einmal über seinen eigenen Schatten…]

 

Freitag, 13. August 2004

Sehr geehrter Herr Beeler
Wir werden den Text als Inserat im „Boten“ kostenlos abdrucken. Ich mache dies einerseits wegen ihres Anliegens selber und anderseits, weil ich Ihren Bruder gut kenne. Da bereits am Freitagmorgen Inserate-Schluss ist, kann ich nicht garantieren, dass das Inserat noch am Montag erscheint, spätestens aber am Dienstag.
Mit freundlichen Grüssen
Hugo Triner (E-Mail:
h.triner@bote.ch)

PS: Als Leserbrief ist der Leserbrief [nicht] geeignet, da er u.E. Inserat-Charakter hat.

[Anmerkung der Mythen-Post: …und Hugo Triner tut es ihm gleich.
Es ist schon interessant, dass Urs Beeler in einer sehr schweren Situation von einem langjährigen Konkurrenten, Bekämpfer etc. Unterstützung bekommt – aber nicht von Tierschützer Erwin Kessler und anderen angeblichen „Freunden“.]

 

Freitag, 13. August 2004

Sehr geehrter Herr Triner
Das ist wirklich sehr flott. Und ich danke Ihnen dafür vielmals.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

 

Hier der Text (Inserat):

DRINGEND!

Besichtigung der Alten Brauerei Schwyz
Am kommenden 17. und 18. August 2004, 17.00 Uhr bzw. 19.00 Uhr führt das Betreibungsamt Schwyz an der Kollegiumstrasse 4 ein Tag der offenen Tür in der Alten Brauerei in Schwyz durch.
Wie aus dem Schwyzer Amtsblatt und den Lokalzeitungen zu vernehmen war, soll die Liegenschaft am 2. September 2004 zwangsversteigert werden. Mit Ihrer Hilfe, liebe Schwyzerinnen und Schwyzer, kann das jedoch noch verhindert werden! Und zwar suche ich Mieterinnen und Mieter für Wohnungen, Werkstätten, Keller, Garagen und Parkplätze der Alten Brauerei. Bedingung ist, dass diese Leute bereit sind, den Mietzins für 1 Jahr im voraus zu bezahlen. Unter diesen Umständen wäre meine Hypothekarbank u.U. bereit, die Zwangsversteigerung abzublasen. Das gäbe mir Gelegenheit, die Neufinanzierung zu regeln.
Mir geht es um den Erhalt dieses historisch interessanten Gebäudes. Auch langjährige Mietverträge sind möglich.
Unter www.mythen-post.ch kann die Story betr. GB 845 nachgelesen werden. Es lagen diverse schriftliche Kaufangebote für die Liegenschaft vor. Diese Interessenten stiegen dann aber – als es galt, Nägel mit Köpfen zu machen – aus.

Was tun?
Die Varianten Stockwerkeigentum, Umnutzung, MCS-Projekt etc. sind im Internet beschrieben. Nachträglich hat sich herausgestellt, dass sich aktuell eine Vollvermietung im IST-Zustand für die nächsten Jahre als der bestmögliche Weg (sowohl für meine Hypothekarbank wie für mich) anbietet. Die meisten Wohnungen sind renoviert. Die Preise der 2 1/2-Zi- bis 5 1/2-Zi-Wohnungen liegen zwischen Fr. 550.- bis Fr. 1’400.– (Dachwohnung). Sämtliche Mietpreise finden Sie unter Alte Brauerei im IST-Zustand zur Miete > sämtliche Mietkosten auf einen Blick 
(oder auf der Startseite Eintrag vom 8. Juli 2004 anklicken)
Voraussetzung jedoch ist, dass Sie bereit sind, die Mietkosten für 1 Jahr im Voraus auf mein Konto 243049-1001 bei der Schwyzer Kantonalbank einzuzahlen. Haben Sie weitere Fragen? Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Natel 079 503 18 19.
Die Zeit drängt!
Urs Beeler

[Anmerkung vom 14.4.17: Dieser Text erschien zwar damals wie von Hugo Triner zugesagt als Gratis-Inserat im „Bote der Urschweiz“, wurde interessanterweise später jedoch aus dem PDF-Archiv der Online-Ausgabe gelöscht. Weshalb? Nachträgliche „Rücksichtsnahme“ auf die involvierte Schwyzer Kantonalbank?] 

 

[Anmerkung der Mythen-Post: Am 17./18. August 2004 dürften zahlreiche Gaffer und Schnäppchenjäger als „Interessenten“ auftreten. Die Mythen-Post wird darüber (selbstverständlich mit namentlicher Nennung der Besucher) berichten.
Ob es im Talkessel Schwyz tatsächlich noch anständige, positiv gesinnte Menschen gibt, die bereit sind, bei einer solchen Rettungsaktion mitzumachen, wird sich bis Ende Woche zeigen.
(…) Sollte das Objekt gar zum Schnäppchenpreis Mitgliedern des Schwyzer Architekten-, Bau- und Gewerbefilzes zufallen, dürfen sich diese Leute auf einen jahrelangen journalistischen Krieg einstellen. Die Alte Brauerei SOLL – wenn es keine andere Lösung gibt – IN DIE RICHTIGEN HÄNDE KOMMEN!]