Eine Zuschrift

Donnerstag, 2. September 2004

Guten Tag Herr Beeler,
Sie beschreiben sich selber als Einen, der den Weg konsequent geht: „Lieber keine Lösung als eine halbe“. Aber Sie handeln nicht danach! [Anmerkung der Mythen-Post: Wo denn?]

Sie haben noch nicht verstanden, dass das gar nicht immer möglich ist. Sie sind auf Komponenten ausserhalb der „Beeler-Selection“ angewiesen. Und zwar Tag für Tag! Ob das wünschenswert ist, ob das in (sehr ferner) Zukunft immer so sein wird, sei dahingestellt. Fakt ist, dass Ihr Weg im Jetzt nicht so begangen werden kann, wie Sie das gerne möchten. [Anmerkung der Mythen-Post: Das liegt nicht an Beeler, sondern an den äusseren Umständen!] Willkommen im Leben! [Anmerkung: Das alte Problem der Falle – Die frustrierte und vom Leben enttäuschte Mehrheit versucht jedem die Flucht aus der Falle zu verunmöglichen. Und wenn jemandem die Flucht ausnahmsweise für eine Zeit lang gelungen ist, er aber aus äusseren Druck hin zurück in die Falle gebracht wird, wird dies zynisch als „Willkommen im Leben“ gedeutet.]

Es wird Sie kaum trösten, aber Sie sind nicht der Einzige, der an diesem Versuch scheitert. Es ist keine Schande daran zu scheitern, es ist aber fatal, nicht daraus zu lernen. [Anmerkung der Mythen-Post: Heuchlerisches psychologisches Geschwafel! Und das soll gut sein? Es kommen einem die Sprüche von Heuchlern in den Sinn „loslassen“, „fliessen lassen“ etc. – das System ist (scheinbar) ja stets frei von Schuld. Von wegen!!] Sie stellen Ihr inkonsequentes Handeln [Anmerkung der Mythen-Post: Wo?] daran fest, in dem Sie die Lösung Ihrer Probleme an den Orten suchen, die sie andernorts verdammen. [Anmerkung der Mythen-Post: Da hat der Schreiber durchaus recht. Aber Beeler muss sich nun mal mit den vorhandenen Gegebenheiten abfinden, obwohl er am liebsten vollkommene Menschen aus einer Rippe schaffen würde.]

Die Probleme müssen dort gelöst werden, weil sie auch von dort kommen? Herr Beeler, Sie bestimmen selbst, woher Ihre Probleme kommen. Sie selbst lassen Probleme erst Probleme werden. Wenn Sie sie nicht zulassen, haben Sie auch keine Probleme, aber sie müssen entsprechend handeln. [Anmerkung der Mythen-Post: Pseudo-psychologisches Gschwafel. Wenn z.B. jemandem infolge eines Unfalls der Unterschenkel amputiert wird, bestimmt er dann selbst, woher das Problem kommt? Das ist reiner Zynismus – und Markenzeichen von Vertretern einer systemtreuen Seelenwerkstatt.]

Sie haben festgestellt, dass Sie Ihren Weg nicht so konsequent gehen können, wie Sie sich das erträumen? [Anmerkung der Mythen-Post: Es scheiterte nicht an den Ideen und am Willen, sondern am Geld!] Gestehen Sie sich das ein, Sie müssen sich selbst deswegen nicht verraten und sich auch nicht verraten fühlen. (…). Das entbindet Sie nicht davon, den bestmöglichen Weg zu suchen und zu begehen. Sie stehen aber davor, überhaupt keinen Weg mehr zu gehen und das ist falsch. [Anmerkung der Mythen-Post: Das hat der Schreiber hervorragend analysiert!]

Bewegen Sie sich, bleiben Sie nicht stehen. Lösen Sie sich endlich von der Vorstellung, dass es für Sie auf Gedeih oder Verderb nur einen Weg gibt. So einfältig ist das Leben nicht. Nicht alles ist möglich, aber es gibt IMMER Möglichkeiten. [Anmerkung der Mythen-Post: Die Frage stellt sich: Welche? Sind sie gut? Lohnt es sich überhaupt? Macht es Sinn? Man wird später sehen, wie ausgesprochen „hilfsbereit“ das korrupte, verlogene und heuchlerische Schwyzer Sozial- und Sozialversicherungssystem funktioniert!]

MCS-Sensibilität [Anmerkung: Es gibt gar keine „MCS-Sensibilität“. Das „S“ von MCS steht ja bereits schon für Sensitivity. Dieses Detail entlarvt jedoch die Ignoranz von „Psychologen“ im Jahre 2004], die Sie an sich diagnostiziert haben: Sie haben alle Mittel und Werkzeuge, die es braucht, um über dieses Problem hinwegzukommen. [Anmerkung der Mythen-Post: Nichts als heulerisches psychologisches Geschwafel! Wäre ja schön, wenn das Zurechtkommen mit dieser Immunsystemerkrankung so einfach wäre – und die Umgebung so hilfsbereit und rücksichtsvoll! SIE IST ES NICHT! Wie ist solches (die Realität!) für einen psychologischen Scharlatan lösbar? Ganz einfach: Mit Hilfe von IGNORANZ.]

Die MCS-Behausung existiert als Projekt. Wenn dieselbe Nicht-Untersützung anzutreffen ist wie im Kampf um die Alte Brauerei, dann gute Nacht! Dann bringt man sich besser schon heute als morgen um!] Sie haben alles! Jetzt und jederzeit! Sie müssen es nur anwenden! [Anmerkung der Mythen-Post: Das Know How ist zweifellos da. Und wo ist das Geld zur Umsetzung? Wenn’s ums Geld geht, können Mitglieder der SP und Psychiater/Psychologen einen Wettbewerb über ihre (nicht vorhandene) Spendenbereitschaft machen.]

Verstecken Sie sich nicht hinter Ihrer Burg „Alte Brauerei“. Sie machen sich etwas vor, wenn Sie glauben, dass diese für den „Kampf“ (das Wort „Weg“ passt entschieden besser) gegen was auch immer unabdingbar sei. [Anmerkung: Nichts verstanden!]

Die Alte Brauerei besteht nur aus Backsteinen, Mörtel und Holz. Sie ist nicht mehr als das! Sie ist keinen Deut mehr als das! Alles, was in Ihren Augen darüber hinausgeht, steckt nicht in den Mauern, nicht in den Fenstern und nicht in den Fussböden. Begreifen Sie das! Es wird Zeit dazu! [Anmerkung der Mythen-Post: Einfältiges psychologisches Geschwafel, das lediglich einem Zweck dienen soll: der Selbsttäschung.]

Suizid: es ist nicht an Ihnen, den Zeitpunkt zu bestimmen, wann Ihr irdisches Dasein zu Ende geht. Ihnen fehlt das Recht dazu. Kein irdisches Wesen hat dieses. Sie können es „mechanisch“ zwar bewerkstelligen, das ändert aber nichts daran, dass Ihnen das Recht dazu fehlt. Sie suchen den „Zustand ewigen Friedens“ und wollen Ihn erzwingen, in dem Sie ein Gesetz übertreten? Ich rate Ihnen, darüber nachzudenken. Ich rate Ihnen das dringend. Sehr dringend.

Ihnen wurden Talente verliehen. Es ist Ihre Pflicht, aus diesen Talenten das Beste zu machen. Es ist Ihre freie Entscheidung, was in diesem Zusammenhang „das Beste“ für Sie (und nur für Sie) bedeutet. Es gibt viele Einflüsterer, die Sie diesbezüglich „beraten“. Unterscheiden Sie (was Sie auch ausgiebig tun), aber betrügen Sie sich dabei nicht.

Im menschlichen Kontext gibt es nie eine absolute Wahrheit, es gibt nie nur schwarz und weiss, es gibt nie nur oben und unten. [Anmerkung der Mythen-Post: FALSCH!] Übrigens auch nicht bei KMF, auch nicht bei parfümierten Waschmitteln und auch nicht bei der Hühnerhaltung. [Anmerkung der Mythen-Post: Psychologische Lügen können die Wahrheit nicht beschönigen.] Streifen Sie die genüssliche Vorstellung ab, wer an Ihrem Hinscheiden Gefallen finden würde oder nicht und wer an Ihrem Grab die Laudatio halten würde oder auch nicht. Das ist Selbstmitleid. Haben Sie das nötig? [Anmerkung der Mythen-Post: Selbstmitleid ist ehrlich. Psychologisch verpackte Heuchelei ist es nicht.]

So zu schreiben ist einfach. Herauszufinden, wie es weitergeht, ist schwierig und mitunter schmerzhaft (ich weiss sehr gut, wie schmerzhaft). Aber: es geht weiter! Immer! Und Sie haben es in den Händen. Machen Sie nicht andere verantwortlich für was auch immer, die Entscheidung liegt IMMER bei Ihnen! [Anmerkung der Mythen-Post: Eben nicht. Wenn Beeler die Umstände so bestimmen kann, dass sie harmonisch sind, stimmt’s. Die (vermeidbaren) Probleme kommen in der Regel IMMER von der Aussenwelt! SEIT JEHER!] Alles andere sind Ausreden und/oder falsche Prioritäten. [Anmerkung der Mythen-Post: Einmal mehr psychologisches Geschwafel, das einer Selbstlüge gleichkommt. Nur ein plakatives Beispiel: Hatten die Iraker eine Chance gegen die Lügen Bushs?]

Ich wünsche Ihnen viel Kraft! Mut haben Sie zweifellos, steuern Sie jetzt die Kraft, die daraus entsteht, in eine gute Bahn. Egal, was heute Nachmittag auch immer passiert oder nicht passiert. Ich wünsche Ihnen Kraft! Aufrichtig! Die Welt ist schöner und bunter mit einem – kämpfenden oder nicht kämpfenden – Urs Beeler. Auch für Urs Beeler selbst!

Ich grüsse Sie freundlich.
F. Bl. (E-Mail: wabungo2003@yahoo.de)

[Anmerkung: Weshalb können sich solche Schreiber nicht mit Name, Adresse und Telefonnummer melden? Weil sie eine Diskussion über Selbstlügen, Heucheln,  Anpassung und Beschönigung vermeiden wollen?]

 

 

Schwyz, den 2. September 2004

Sehr geehrte Damen oder sehr geehrter Herr

Schade, dass Sie anonym schreiben. Ihre Gedanken sind teilweise sehr interessant und wertvoll!
„Herr Beeler, Sie bestimmen selbst, woher Ihre Probleme kommen.“ Was Sie hier schreiben, kommt aus der Ecke heutiger angepasster Psychologen, welche die Krankheit der Gesellschaft ausser Acht lassen und sich voll dem Einzelindividuum widmen und alle „Probleme“ bei diesem suchen. FALSCH! Individuelle Probleme haben immer einen gesellschaftlichen Hintergrund. Die angepasste, systemtreue Psychologie will davon jedoch nichts wissen, weil es Konfrontation mit dem System (Verursachern) bedeuten würde! Wilhelm Reich, Begründer der Charakteranalyse und genialer Schüler Sigmund Freuds, hat die Mechanismen hervorragend aufgezeigt.

Was Sie hingegen sehr gut erfasst haben, ist, dass ich den Zustand des „Ewigen Friedens“ (und der Vollkommenheit) anstrebe. UM DAS GEHT ES! Und genau diesen Frieden und diese Sicherheit habe ich in der schönen Alten Brauerei 5 Jahre lang (total sind es 39 Jahre!) gehabt. Deshalb konnte ich auf frei und unabhängig arbeiten – weil die Basis und das Umfeld stimmte!

Sie wissen, dass Pflanzen nicht überall gleich gut gedeihen. GENAUSO IST ES AUCH MIT MENSCHEN! Hier war Ort des Schaffens und der Kraft! Und weil nun eine Bank (wegen einem durchaus lösbaren Problem) plötzlich kalte Füsse bekam oder mich weghaben wollte, mir die Solidarität verweigerte, wurde ich zum Opfer! Schauen Sie sich die Fakten auf der Homepage an!

Hätte ich die Möglichkeit gehabt, hätte ich das Ruder herumgerisssen und die Sache noch zu einem guten Ende bringen können. (Das hätte wiederum Solidarität vorausgesetzt.) [Anmerkung der Mythen-Post: Diese wurde Beeler verweigert!]

Jetzt war ich den Umständen ausgeliefert und das Ergebnis ist ein Verlust von Fr. 240’000.– plus aprox. noch etwa Fr. 100’000.– „Liegenschaftsgewinnsteuer“ (falls bei der Steuerverwaltung nicht noch so etwas wie Vernunft einkehrt). Sagen Sie mir mal, wozu das gut sein soll?!

Einen sehr interessanten Gedanken haben Sie mit „Wenn Sie sie [gemeint sind die Probleme] nicht zulassen, haben Sie auch keine Probleme, aber sie müssen entsprechend handeln.“ – Prävention zieht sich ja durch meine ganze Denk- und Lebensweise.

Sehr gut erfasst haben Sie das Thema Suizid: „Suizid: es ist nicht an Ihnen, den Zeitpunkt zu bestimmen, wann Ihr irdisches Dasein zu Ende geht. Ihnen fehlt das Recht dazu. Kein irdisches Wesen hat dieses. Sie können es ‚mechanisch‘ zwar bewerkstelligen, das ändert aber nichts daran, dass Ihnen das Recht dazu fehlt. Sie suchen den ‚Zustand ewigen Friedens‘ und wollen ihn erzwingen, in dem Sie ein Gesetz übertreten? Ich rate Ihnen, darüber nachzudenken. Ich rate Ihnen das dringend. Sehr dringend.“
Da muss ich Ihnen ein grosses Kompliment machen, weil Sie haarscharf begriffen haben, worum’s geht. Als „Gratwanderer“ ist für mich das Thema Suizid seit über 20 Jahren ein Dauerthema. Genau diese Frage, ob ich das Recht mich umzubringen habe, habe ich mir vergangene Nacht gestellt. Elisabeth Kübler-Ross sagte einst: „Ich freue mich auf den Tod“. Der Tod würde für mich Ewigen Frieden und Erlösung bedeuten. Ewigen Frieden und Erlösung jedoch kann man – so scheint es tatsächlich – nicht mit Selbsttötung erzielen (allein schon der Wunsch widerspricht – wie Sie sagen – dem Naturgesetz). Das ist der Punkt, den Sie hervorragend erfasst haben! So ist man dann wohl oder übel in dieser unvollkommenen Welt „zum Leben verdammt“.

Wenn man das ist, sollte man die Zeit möglichst gesellschaftlich positiv nutzen. Aber wie, wenn einem die Mittel dazu genommen wurden? Mit „positiv denken“ – wie heutzutage von Systemtreuen ständig gefordert wird – ist es nicht getan! Dafür muss nämlich zuerst auch die Basis stimmen und stimmt diese nicht, wird aus dem Spruch „positiv denken“ Heuchelei. [Anmerkung der Mythen-Post: Da hat Beeler recht!]

Bezüglich des Wahrheitsbegriffs muss ich Ihnen widersprechen. Denn bei KMFs, parfümierten (allergieauslösenden) Waschmitteln und Batteriehaltungen von Hühnern gibt es für mich nichts zu „differenzieren“. Was verwerflich ist, bleibt es!

Mit dem Spruch „Machen Sie nicht andere verantwortlich für was auch immer, die Entscheidung liegt IMMER bei Ihnen!“ widersprechen Sie sich selber. Denn es gibt nun mal Dinge, die man selber nicht beeinflussen kann. Wäre es nach meinem Willen gegangen, hätte die Zwangsversteigerung von heute NICHT stattgefunden. Andere zogen sie durch. Ich hatte alles unternommen, diese abzuwenden – auch noch heute! Es ist mir nicht gelungen. Bin ich dafür verantwortlich, dass es letztlich an Solidarität mir gegenüber fehlte? Ist Wilhelm Reich dafür verantwortlich, dass er in einem Gefängnis in den USA starb? War Jesus dafür verantwortlich, dass er ans Kreuz genagelt wurde? Waren Märtyrer daran schuld, dass sie auf dem Scheiterhaufen landeten? Dafür verantwortlich waren nicht die genannten Einzelpersonen, sondern sie wurden Opfer der Gesellschaft, des Systems!

Man kann das nur verstehen, wenn man die engen Grenzen der Psychologie verlässt (wie es Wilhelm Reich getan hat) und die Sache auch soziologisch betrachtet.

Ich danke Ihnen für Ihre sehr interessanten Gedanken und mache Ihnen ein grosses Kompliment dafür. Sie sind eine Person mit Wissen und Horizont (das erkennt man aus Ihren Gedanken und Ihrem Stil).

Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler