Dossier

Ruedi Reichelmeier ist ein netter Typ – mit Humor. Und trotz vielen Schwyzer Jahren ein „waschechter Zürcher“ (eine Art Jakob „Köbi“ Kuhn) geblieben, der gut als Trainer zu Grashoppers oder zum FCZ passen würde. „An Details dieser Klasse kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Es glaube, es waren flotte, pflegeleichte SchülerInnen“, so Urs Beeler.

 

Urs Beeler: „Albert Schmid’s Klassen verlangten von der Unterrichtsführung in der Regel einiges ab. Ich denke hier z.B. an die Schwingerlegende Roman Auf der Maur, dem kleinen, aber umso lauteren und ‚giftigen‘ Bauernburschen ‚Tönel‘ Holdener vom Haggen, Ott vom Restaurant ‚Riedstubli‘ usw. Da war nicht Selbstregulierung, sondern lautstarke Autorität /Durchsetzungsfähigkeit gefragt!“

 

Beeler: „Das war alles andere als eine einfache Klasse. Der viertägige Blitzeinsatz (Ruedi Immoos hatte am Sonntag wegen einem Todesfall in der eigenen Familie telefoniert, weswegen er nach Deutschland fahren musste – und am Montag begann schon der Unterricht!) forderte alles ab! Eine Klasse, die normalerweise jeden Aushilfslehrer killt.“ Natürlich hielt Beeler durch! Das Schulhaus Rickenbach passte Beeler aber nicht so recht, ebenso wenig wie der steile Schulweg dorthin. Das pure Gegenteil zum meist harmonischen und glücklichen Unterricht in Einsiedeln. In anderer Erinnerung aus dieser Zeit ist noch, wie der alte Baldi während dieser Woche Grünabfälle westlich des Benzigerhauses im Garten unter geradezu wahnwitziger Rauchentwicklung verbrannte. Der starke Qualm hielt stundenlang an! Weder Bezirksamt, Gemeinde noch Polizei schritten dagegen ein. So funktionierte damals „Umweltschutz“ in Schwyz!!

 

Urs Beeler