Renovationsfehler  und vermeintliche -unzulänglichkeiten an der Alte Brauerei Schwyz (GB 845 Schwyz)

Man kann mir vorwerfen, ich hätte in der Alten Brauerei (GB 845), Schwyz, Geld in Zinsen verpulvert. Das mag stimmen (wobei ich für die Zinshöhe nicht verantwortlich war/bin).

Es ist aber auch möglich, (zu) viel Geld in unnötige Renovations- und schädliche Isolationsarbeiten zu verpulvern wie das seinerzeit Bauführer Willy Kuster, Rickenbach, meiner Meinung nach gemacht hat, u.a.:

  • unnötige, potentiell gesundheitsschädigende „Holzschutz“-Behandlungen durchgeführt (Desowag)
  • schöne alte Holzfenster durch Biberbau-Kunststoff-Fenster ersetzt
  • schöne alte Holztüren durch Biberbau Kunststoff-Türen ersetzt
  • Fassaden mit Glaswolle-Sondermüll isoliert
  • mit der Wahl falscher Materialien (ev. Putz/Farbe) die Atmungsaktivität der Aussenfassade kaputt gemacht.
  • über Fr. 70’000.– in eine 3 1/2 Zimmer-Wohnung investiert, die man mit einem Aufwand von Fr. 20’000.– schöner und baubiologisch richtig hätte renovieren können.
  • schöne Holzböden mit Teppichen kaputt gemacht
  • Wände unnötig mit Tapeten überklebt
  • eine 3 1/2-Zimmer-Wohnung mit Kunststoffböden etc. kaputtgemacht
  • eine Küche mit Kunststoff-Fenstern und falscher Planung ruiniert.
  • ein Treppenhaus statt sanft renoviert neu gemacht [Anmerkung: Wobei – das muss man zugeben – schön. Auch mit einem ästhetisch perfekt dazu passenden Teppich von [damals noch] Kälin Innendekorationen, Schwyz.]
  • ohne genaue Kenntnisse und sorgfältige Ablärungen einen alten Magazin-Boden abgerissen und einen neuen (mit Mineralwolle isolierten!) eingezogen

undsoweiter.

[Anmerkung: Wobei nicht alles „falsch“ war. Und es nicht immer nur eine Wahrheit oder eine Meinung gibt. Im Nachhinein ist man immer oder meist klüger. Kein Meister fällt vom Himmel. Und um der Sache gerecht zu werden, müssten beide Seiten angehört werden. Was nachträglich aber nicht mehr möglich ist.]

Selbstverständlich kann man dann als Ausrede bringen, Willy Kuster und die involvierten Handwerker/Firmen hätten es „damals nicht anders gewusst“. (Es werden heute noch haargenau dieselben Fehler im Bau gemacht!) Ein Haus mit Baujahr um 1870 muss muss aber baubiologisch und stilgerecht renoviert werden und nicht in der Art von 1980/1990. Ein Oldtimer aus dem Jahre 1934 darf auch nicht mit Plastik und anderen Schnickschnack verunstaltet werden.

Frau Martha Treichler aus Ibach fühlt(e) sich über die Kritik an ihrem Onkel betroffen. Wäre Kuster noch am Leben, könnte er zu den Vorwürfen selber Stellung nehmen. So aber ist es nicht mehr möglich. Schweigen, weil jemand tot ist? Nein.

Denn nur aus Fehlern kann man lernen!
Nach Frau Treichlers Meinung dürfte gar keine Geschichtsaufarbeitung betrieben werden, weil sich dann irgendwelche Leute (Nachkommen), betroffen fühlen könnten. Mit dem Verdrängen von Fakten kommen man jedoch nicht weiter.

U.B.

[Anmerkung: Gefühle zu respektieren, hat sicher auch seine Berechtigung. – „Denken und Tun, Tun und Denken – das ist die Summe aller Weisheit.“ (Goethe). Wahrscheinlich muss man schauen, zu Lebzeiten den bestmöglichen Konsens zu finden.
Fehler zu machen, ist das eine; sie zu korrigieren, das andere.]

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