Eine positive Idee, die aber wahrscheinlich in der Praxis scheitern wird

Ein flotter Kollege machte Urs Beeler am Samstag, den 4. September 2004, den Vorschlag, die Alte Brauerei zurückzukaufen.

Genau diese Idee kam Beeler ein Tag zuvor, nämlich am Freitag, 3. September 2004 – ein Tag nach der Versteigerung.
Dies wäre vielleicht sogar noch möglich, wenn ein guter Preis bezahlt und Walter Fässler vernünftig sowie gut gesinnt sein würde.

Tatsächlich möchte Urs Beeler die Alte Brauerei nach wie vor in eigenem Besitz haben
Doch „Geld ist wichtiger als Geist“ – nach diesem Motto setzte die Schwyzer Kantonalbank die Zwangsversteigerung durch. Die bescheidene Differenz zum Schuldbrief von fr. 1,225 Mio. hätte via Miete oder Verkauf von Stockwerkeigentum locker hereingewirtschaftet werden können.

Sogar eine Neufinanzierung durch die Sparkasse Schwyz wäre möglich gewesen, wenn Beeler in der kurzen Zeit die nötige Solidarität durch Dritte erfahren hätte
Dies war [leider] nicht der Fall. Trotz über 128’000 Hits auf die Mythen-Post Homepage allein im Monate August 2004, Aufrufen und Medienberichten.

Wie sollte Solidarität nach monatelangem Kampf im Nachhinein entstehen?
Die schöne Alte Brauerei mit einmaliger Lage im Zentrum in Schwyz ist ein Bijou. Es ist schleierhaft, wie dieses einzigartige Objekt mit traumhafter Lage lediglich zum Preis von Fr. 1’360’000.– weg ging. Dass von anderen nicht mehr geboten wurde, zeigt nur, dass diese Leute „wahre Werte“ nicht erkennen.

Es ist wohl dieselbe oder zumindest eine ähnliche Mentalität, die in der prächtigen Pfarrkirche St. Martin in Schwyz neue absolut unpassende Kirchenbänke im Stil von IKEA einbauen liess
Wie sagt doch [Tierschützer] Erwin Kessler in solchen Fällen treffend: „Gegen menschliche Dummheit und Verantwortungslosigkeit kämpfen selbst Götter vergebens.“

Weitere Überlegungen
Heute werden für Eigentumswohnungen in Luzern oder Zug 1 Mio. Franken geboten, die nicht einen winzigen Bruchteil der Lebens- und Wohnqualität der Alten Brauerei bieten. (Schon gar nicht von der Atmosphäre her!)

Nach Dipl. Ing. und Architekt Paul Bossert hätte Beeler mit dem geplanten Projekt „Konzept Bossert GB 845“ schätzungsweise Fr. 700’000.– Gewinn (!) erwirtschaften können. Davon wollte die Schwyzer Kantonalbank jedoch [auch] nichts wissen.
Die SKB sprach sich ebenso gegen das erste MCS-Wohnprojekt der Schweiz in der Alten Brauerei Schwyz aus. Im Gegensatz dazu setzte die SKB-Direktion  – nebst zuvor hohen Zinsen (5%, Schuldbriefzins 10%!) – lieber die Zwangsversteigerung auf Biegen und Brechen durch. Resultat dieser Politik: über 1/4 Mio. Verlust (plus mehrere zehntausend Fanken Liegenschaftsgewinnsteuern – trotz Verlust). Ganz zu schweigen vom immateriellen Schaden!

Tatsächlich könnte mit einem Rückkauf der Liegenschaft und Vollvermietung dieser Verlust rückgängig gemacht und die Weiterexistenz der Alten Brauerei sichergestellt werden!

 

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