Wofür sich unser Heft in den vergangenen 7 Jahren eingesetzt hat

1990
Im September 1990 erscheint die erste Mythen-Post. Satz und Gestaltung für die ersten Ausgaben übernimmt ein ehemaliger Mitarbeiter des kleinen Haushaltblattes von Oscar B. Camenzind.
Gegen Ende 1990 wird eine eigene DTP-Anlage angeschafft. Der Start gestaltet sich als äusserst mühsam. Bis zum Sommer 1991 gibt es regelmässig technische Pannen. Auch die damalige Druckerei in Brunnen arbeitet mangelhaft.
Die Konkurrenz versucht, das neue Produkt vom Markt zu verdrängen, was ihr jedoch glücklicherweise – aufgrund der Sympathie von Inserenten – nicht gelingt.

1991
Der kleinen Mythen-Post fehlt’s noch an Erfahrung. Sowohl der redaktionelle Teil wie der Layout der ersten Ausgaben sind mangelhaft. Gegenüber der CH91 geht die Mythen-Post auf Distanz und bekommt im nachhinein recht (Mythenspiel etc).
Zusammen mit diversen Sponsoren führt die Mythen-Post die Wahl der Miss Innerschwyz 1991 durch. 515 Stimmtalons werden eingesandt. Die Preisübergabe im Hotel Bellevue in Brunnen wird zu einem grossen Erfolg.
Ein bekanntes Warenhaus misst im Herbst mit einer Talon-Aktion die Werbewirksamkeit verschiedener Zeitungen. Von allen beteiligten schneidet die Mythen-Post am besten ab.

1992
Die Mythen-Post unterstützt die Initiative, welche ein Verbot von Tierversuchen fordert.
Der Küssnachter Rigi-Kurier erscheint neu als direkte Konkurrenz. Die Mythen-Post wird – als Reaktion darauf – qualitativ stark verbessert.
Im März 1992 erscheint das Heft in einer Grossauflage von 22’000 Exemplaren (bisher grösste Auflage).
Wettbewerb „Miss Innerschwyz 1992“.
Als erste Zeitschrift des Kantons Schwyz beginnt die Mythen-Post mit der Opposition gegen den EWR.
In Heft 9/92 erscheint ein Exklusiv-Interview mit Nationalrat Christoph Blocher.
Der von Anfang an kompromisslos geführte Kampf gegen den EWR führt zu Boykotten durch EU-freundliche Banken, Versicherungen, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe.


1993
Dank guter Inserate-Beteiligung durch das einheimische Gewerbe kann anlässlich der Gewerbeausstellung im Zingel vom März eine ansprechende Nummer realisiert werden.
Artikel von Berta Bürgler „MC-Erweiterung ist überflüssig“.
Start mit Geschäfts-Quiz.
Sommer ’93: Die Druckerei Anderrüthi in Brunnen geht pleite. Nach einer sorgfältig durchgeführten Evaluation fällt unser Entscheid auf die Druckerei Marcel Kürzi in Einsiedeln.
Im Oktober ’93 erscheint die erste 4-Farben-Ausgabe der Mythen-Post.
Die Mythen-Post lehnt eine Einführung der Mehrwertsteuer konsequent ab. Urs Beeler, Verleger der Mythen-Post, versucht auf die Abstimmung hin auch Leserbriefe im „Boten der Urschweiz“ und der „Schwyzer Zeitung“ zu plazieren. Beide Lokalzeitungen lehnen jedoch mit fadenscheinigen Argumenten diese Opposition gegen die Mehrwertsteuer ab.


1994
Der Bezirk Schwyz plant ein Krematorium. Nachdem es an verschiedenen Orten Opposition gibt (Kaltbach, Bifang), greift die Mythen-Post dieses Thema auf und sorgt für „demokratische Belebung“. Trotz heftiger Opposition wird dem Bau eines Schwyzer Krematoriums durch das Stimmvolk schliesslich zugestimmt.
Die Mythen-Post bringt in Heft 4/94 das Thema „Grünabfallentsorgung“ und kritisiert die Schwyzer Umweltbehörden.
Nachdem unsere Kritik zuerst zurückgewiesen (aber nicht widerlegt) wird, kommt es in den darauffolgenden Jahren zu Verbesserungen.
Die Mythen-Post sagt „Nein“ zur UNO-Blauhelmen.
Mythen-Post 10/94: Engagement für den Bau einer Schwyzer Kompogasanlage.
Grosser Beitrag über den Nichtvollzug des Tierschutzgesetzes.
Mythen-Post 11/94: Die Mythen-Post macht Opposition gegen das neue KVG und die SP-Initiative.
Dezember: Dr. Erwin Kessler ruft in der Mythen-Post zu einem Spendenboykott des Roten Kreuzes auf, weil dieses Versuchstiere quält. (Dieser Boykott wird später aufgehoben, als das Rote Kreuz auf die Forderungen des VgT eingeht).


1995
Heft 1/95: Bericht über den maroden Schweizer Staatshaushalt.
Heft 3/95: Dr. Jürg Meister spricht sich in der Mythen-Post gegen eine Eigenmietwertbesteuerung aus.
Heft 9/95: In der 5-Jahr-Jubiläums-Ausgabe der Mythen-Post erscheint eine sorgfältige Analyse der CVP-Politik der vergangenen Jahre sowie vielsagende Zitate von Schwyzer Politikern vor der EWR-Abstimmung.
Heft 10/95: Die Mythen-Post bringt unter dem Titel „Sind Holzfeuerungen umweltfreundlich?“ Angaben über den Schadstoffausstoss von Holzfeuerungen. Die Zahlen stammen vom BUWAL. Reaktion: Ein Riesenaufstand bei Hafnern und Holzfeuerungsherstellern. Weil die erwähnten Zahlen nicht widerlegt werden konnten, wird hinter den Kulissen zum Boykott der Mythen-Post aufgerufen.
Wahl des „Gesichts ’95“.
Die Mythen-Post setzt sich für den Bau einer Schule „Berg“ ein.


1996
Fasnacht: Beginn einer Verleumdungskampagne des „Boten der Urschweiz“ gegen Urs Beeler (in M.P. 1/97 beschrieben)
Start des Logo-Quiz mit guter Beteiligung.
Heft 7/96: Schönes Portrait über den Bezirk Gersau, der bei den Leserinnen und Lesern sehr gut ankommt.
August ’96: Sehr schöne 4-Farben-Ausgabe anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Kaufmann AG, Goldau, und zur 3. Regionalen Gewerbe-Schau. Ortsportrait Sattel.
Die Mythen-Post setzt sich für die Beibehaltung der Arth-Rigi-Zahnradbahn ein.
Heft 10/96: Weil die Feldliwiese in Schwyz verkehrstechnisch ungünstig gelegen ist (schlechte Zufahrt zum Be- und Entladen, keine Parkplätze, kein geeigneter Platz für das Ausstellen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen) und eidgenössisch geschützt ist, macht die Mythen-Post Opposition gegen den Standort „Feldli“ als Austragungsort für die Schwyzer Viehausstellung. (Viehausstellung JA, aber an einem geeigneten Ort!)
Heft 10/96 (Fortsetzung): Die Mythen-Post bringt einen Beitrag (von Dr. Erwin Kessler) über die grauenhaften Schwyzer Schweinefabriken. Ein Schweinemäster aus dem Kanton Zug versucht Druck auszuüben. Verleger Urs Beeler: „Wir lassen uns nicht erpressen. Wir werden dieses Thema solange bringen, bis diese grauenhaften Missstände behoben sind. Die Mythen-Post hat sich selber Schweinemästereien angeschaut und ist über die Zustände empört!“
Start mit der Unterstützung der Genschutz-Initiative.
Erneuter Einsatz für die Schule „Berg“ („Schule ‚Berg‘ ist dringend nötig!“)


1997
Diverse Boykotte, weil sich die Mythen-Post angeblich „zu stark für den Tierschutz und Umweltschutz engagiert“.
Heft 1/97: Die Mythen-Post deckt eine Verleumdungskampagne des „Boten der Urschweiz“ auf.
Heft 4/97: Portrait über die Schwyzer Luftverschmutzer.
Unterstützung der Eigenmietwert-Initiative des kantonalen Hauseigentümerverbandes.
Seit Anfang Jahr erscheinen in regelmässiger Folge interessante Artikel zum Thema Medizin.
Im Sommer folgen Berichte über die Reichsstrasse, Hofmatt und das MythenForum in der Gemeinde Schwyz.
Tips für kleine und mittlere Betriebe zur Krisenbewältigung (Artikelserie).
Die Tabu-Themen „Schächten“ und „Antirassismus-Gesetz“ werden redaktionell aufgegriffen.
Heft 10/97: Schwyzer Schweinefabriken 1 Jahr nach dem VgT-Report.

 

Mythen-Post