Stellungnahme von Prof. Paul Szabo, Dortmund

Wäre es zugelassen worden, die Decke des Düsseldorfer Flughafens mit Holzfaserdämmstoffen auszukleiden statt mit PU, hätte es wahrscheinlich keine Todesfälle gegeben. Man hätte sie unter Gipskartonplatten verlegen können.
Holzfaserdämmplatten können zwar brennen, aber die Rauch- und Giftgasentwicklung enthält einen Bruchteil dessen, was z.B. Polyurethan oder Polystyrol und ähnliche Kunststoffe produzieren. Weiterhin wird übersehen, dass Mineralwolle-Dämmplatten, um den Feuchteschutz zu sichern, imprägniert werden. Beim Brand entwickeln sich aus den Imprägniermitteln ebenfalls Giftgase. Es wäre schon sehr förderlich, wenn sämtliche Dämmstoffhersteller mit einer gewissen Ehrlichkeit am Markt argumentieren würden. Ich glaube, das würde die dämmstoffunabhängige Entwicklung und Forschung in jedem Bereich fördern.
Prof. Paul Szabo, Dortmund

Inhalt Mythen-Post 3/04

Bauen