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Kommunikation durch Konfrontation
Offener Brief an Prof. Günter Burg, Leiter der Dermatologischen/Allergologischen Uniklinik Zürich

Schwyz, den 12. Juni 2004

Sehr geehrter Prof. Burg
Die Dermatologische/Allergologische Uniklinik Zürich zeichnet sich durch ungeheure umweltmedizinische Ignoranz aus. Ich behaupte kühn, dass die meisten Schweizer Dermatologen/Allergologen von Umweltmedizin praktisch keine Ahnung haben. Mit verheerenden Konsequenzen.
Sie persönlich sind z.B. gegen ein Verbot von gesundheitsschädigendem Mineralwolle-Sondermüll. Warum, ist rational nicht nachvollziehbar.

Beispiel: Typische KMF-Belastung in einer Dachwohnung
Nehmen wir folgendes an: Jemand wohnt in einer Dachwohnung. Der darüber und daneben liegende Estrich wurde schlampig mit Mineralwolle isoliert. Ein Estrichboden wurde sogar offen mit KMFs ausgelegt. Der Mythen-Post sind unzählige Fälle bekannt, wo KMF-Belastungen bei Bewohnern zu allergischen Reaktionen (Jucken), Augenbrennen etc. führten. Unabhängig von den gesammelten Aussagen Betroffener kommt das amerikanische Fiberglass Information Network zum selben Ergebnis.
Gelangen dann Anfragen an die Dermatologische/Allergologische Uniklinik Zürich und andere "Fachinstitutionen", wird die Thematik mit haltlosen Argumenten unter den Tisch gekehrt. Zum Beispiel mit dem Blabla, KMFs seien "inert", Allergien seien keine bekannt (vgl. Prof. Brunello Wüthrich) usw. Umweltschadstoffe scheinen in der Praxis Allergologischer/Dermatologischer Unikliniken inexistent zu sein!

KMF-Belastung und atopische Dermatitis
Nehmen wir an, jemand mit einer atopischen Dermatitis lebt in einer solchen Dachwohnung und ist über Jahre einer kontinuierlichen KMF-Partikelbelastung ausgesetzt. Der Gesundheitszustand verschlechtert sich mit der Zeit massiv. Von den Ursachen will der Allgemeinmediziner wie der Dermatologe in der Regel nichts wissen. Er interpretiert dann, die Symptome (Juckreiz, Ekzeme, Asthma) etc. seien typische Manifestationen des Immunsystems eines Atopikers; "die genauen Gründe dafür kenne man nicht". Das Ganze wird unter dem Stichwort "multifaktorielle Ursachen" abgetan. Sowohl ein durchgeführter Epikutantest wie ein Enzymtest hätten keine eindeutigen Resultate geliefert; es müssten deshalb auch "psychische Faktoren" in Erwägung gezogen werden. Ausserdem lägen keine entsprechenden dermatologischen/allergologischen Studien betr. solcher Fälle vor > was von der Dermatologie/Allergologie dann dahingehend interpretiert wird, dass das Problem nicht existiert. Wie kommt es zu dieser Fehlauffassung? Man hat keine Ahnung von Umweltmedizin!

Wohin führt der Mangel an umweltmedizinischem Wissen?
Obiges ist geradezu typisch für die "wissenschaftliche" Schulmedizin. Wenn medizinische Abklärungsstellen z.B. betr. MCS keine Ahnung haben (weil sie von Umweltmedizin nichts verstehen), werden einfach psychiatrische Erklärungen erfunden. Ähnlich wurde noch vor Jahren eine bestimmte Magenerkrankung als "psychisch bedingt" erklärt bis sich später hundertprozentig herausstellte, dass diese eine körperliche Ursache hat. Sind nun KMF-Symptome auch "psychisch"?
Dass von Glaswolle ausgasendes Phenolformaldehydharz in Wohnbereiche gelangt und bei Bewohnern allergische Reaktionen auslöst, weiss der durchschnittliche Allgemeinmediziner, Dermatologe und sogar Allergologe in der Regel nicht. Reagiert dann ein Neurodermitiker auf die KMF-Belastung mit einem Ekzem, sieht der Arzt nur das Ekzem. Standardmässig wird dann die grossartigste aller grossartigen Neurodermitiker-Cremen - Excipial - verschrieben. Durch die unnötige Zwangsparfümierung dieser Creme kann das Ekzem bei einem Atopiker noch verschlimmert werden. (> in einem geradezu schwachsinnigen Beitrag von Dermanet wird behauptet, Parfümstoffe seien aber "auch gut bei Ekzemen". Das Gegenteil ist wahr!).

Wohin führt das eingleisige, auf Symptombekämpfung ausgelegte schulmedizinische Denken?
Weil Allgemeinmediziner wie Dermatologen bei einem Neurodermitiker ihr volles Augenmerk auf die Haut richten (Dogma: "Wenn wir die Neurodermitikerhaut mit wasser- und/oder fetthaltigen Cremen möglichst zu einer 'Normalhaut' machen, helfen wir wir dem Patenten"), wird dann mit leichten, mittleren bis schweren Cortison-Salben nachgeholfen. Fehlen darf auch nicht das grossartige Cremol-Bad der Firma Ritter, das ebenfalls fester Bestandteil einer dogmatischen, typischen Schweizer Neurodermitiker-Behandlung ist. Reagiert der Körper dann zusätzlich auch noch mit auftretenden Hautpilzen - kein Problem: Der Schweizer Allgemeinmediziner oder Dermatologe hat das "heilende" Antibiotika schon parat. Die Vergewaltigung des Patienten-Immunsystems schreitet munter voran. Die Ärzte meinen es ja nur "gut".

Bitte nie die Zusammenhänge sehen!
Die KMF-Quelle als Auslöser der Immunsystemreaktionen bleibt weiter intakt - und die Medizin kann mit dem Patienten-Immunsystem ihren Chemiekrieg führen.
Undicht eingebaute Mineralwolle führt ferner in Wohnräumen zu bekanntem Juckreiz. Grund: Wird das KMF-Bindemittel zersetzt, haben die Partikel freien Flug! Dieser Juckreiz wird dann vom Allgemeinmediziner oder Dermatologen als typischer Neurodermitiker- oder Allergiker-Juckreiz gehandhabt. Schachteln mit Antihistaminika etc. stehen schon parat!

Erfahrungswissen mit KMFs
Auf der Internetseite des Fiberglass Information Network wird beschrieben, dass mit der KMF-Belastung über Jahre die Empfindlichkeit auf Riechstoffe einher geht. Weil dies in den Bereich Umweltmedizin geht, hat davon die Dermatologische/Allergologische Uniklinik Zürich keine Ahnung. Sie, sehr geehrter Herr Prof. Burg, sind ja ausdrücklich auch gegen ein generelles Verbot parfümierter Waschmittel, Putz- und Reinigungsmittel, WC-Reiniger usw. Das führt dazu, dass durch gesundheitsschädigende Baustoffe (Mineralwolle), Umweltchemikalien etc. der Leidensdruck von Allergikern und MCS-Betroffenen noch erhöht wird. Aber das kümmert Sie - wie gesagt - offensichtlich nicht. Sie und Ihre Dermatologen/Allergologen-Gilde betrachten Ihren Job darin, chemisch Symptome erfolgreich "niederzustrecken". Mit freundlicher Unterstützung von Novartis, Spirig und Konsorten.
In besonderen Fällen werden Patienten mit massiver atopischer Dermatitis zur "Erholung" (die parfümierte Bettwäsche wartet schon...) nach Davos oder sonst wohin geschickt, lernen Yoga und kehren dann wieder in die krankmachenden Glaswolle- und Spanplatten-Wohnungen zurück. Und der chemische Krieg kann weiter gehen.

Wird je an den Ursachen etwas geändert?
Nein. Ursachen interessiert die heutige Schweizer Symptombekämpfungsmedizin nicht. Apropos Ursachenbekämpfung: Soviel mir bekannt wurde, ist bisher die grösste gesundheitsprophylaktische Leistung der Dermatologischen/Allergologischen Uniklinik Zürich die Empfehlung, in Spitälern keine Latex-Handschuhe oder gepuderten Handschuhe zu verwenden. Wenigstens etwas, aber im Vergleich zu den grossen Problemen wie Zwangsparfümierung ganzer Produktegruppen nichts.

Ignoranz
Anlässlich einer von der Mythen-Post durchgeführten Umfrage, konnte die Dermatologische/Allergologische Uniklinik nicht einmal sagen, womit ihre Bettwäsche gewaschen wird. Es würde mich nicht wundern, wenn es sich dabei um allergieauslösendes, parfümiertes Standardwaschmittel (z.B. Ariel, Dash, Mr. Proper, Persil Total, Elan etc.) handeln würde. Nach offizieller Dermatologen-Meinung sind das ja keine Probleme. Wenigstens nicht so lange, bis jemand davon betroffen ist!
Das Tollste aber kommt noch: Unzählige Ärzte, Stationsschwestern fühlen sich über Nachfragen betr. immunsystemverträglicher, unparfümierter Produkte (Waschmittel, Putzmittel) in ihren Kliniken "betroffen" und reagieren gereizt. So z.B. seinerzeit auch die Hautklinik Davos. Wie sollen sich unter solchen Bedingungen Neurodermitiker etc. erholen und entspannen können, wenn die "Helfer" ein Brett vor dem Kopf haben?

Weitere Kritik
Ihre Falsch-Meinung betr. KMFs und parfümierter Produkte wird übrigens auch durch Ihre Kollegen der Dermatologischen/Allergologischen Abteilung der TU München geteilt. Aber trotzdem ist diese Haltung falsch. Denn sowohl die Dermatologische/Allergologische Uniklinik Zürich wie die erwähnte TU München kommen mir vor, wie wenn sie in der Rolle von Lungenfachärzten sagen würden: "Sofern Sie kein Asthma oder eine andere Lungenkrankheit aufweisen, sehen wir keinen Grund für ein Rauchverbot."
Dermatologen interessieren in erster Linie die Haut, Steckenpferd von Allergologen sind Pollen. Bei der heutigen Überflutung mit chemischen Schadstoffen ist die Dermatologie/Allergologie damit die absolut falsche Adresse!

Bessere Komplementärmedizin?
Ist die Altnernativmedizin eine echte Alternative? Auch hier geht es darum, mittels Symptombekämpfung Geld zu verdienen. Slogen "Wir heilen Sie sanft mit Homöopathie, Bioresonanz, Neuraltherapie, Chinesischer Medizin, Akupunktur, Akupressur". Bitte keine Ursachenbekämpfung!
Im Zentrum steht die Standardfrage: Möchten Sie schulmedizinisch oder komplementär abgezockt werden? (Die mit Zwangsprämien finanzierte Krankenkasse zahlt's ja!)

Was tun?
Pollen, Pilze etc., die's seit zehntausenden von Jahren gibt, sind heutzutage nicht das grosse Problem. Viel problematischer sind die vom Menschen selbst künstlich geschaffenen gesundheitsschädigenden Quellen wie Quecksilber-Amalgam, KMFs, PCB, Isocyanat, Schwermetallbelastungen, elektromagnetische Felder etc. Bei der Ursachenerkennung und -bekämpfung muss angesetzt werden!
Die gängige Dermatologen/Allergologen-Auffassung, sämtliche Schuld dem menschlichen Immunsystem zu geben, ist FALSCH! Es ist höchste Zeit, dass man in der Medizin Allergien, MCS etc. als Alarmzeichen auffasst und umzudenken anfängt. Was es braucht, sind nicht noch mehr Medikamente und "Therapien", sondern immunsystemverträgliche (unparfümierte) Produkte, baubiologische Behausungen, Abschirmungen von Elektrosmog usw. DAS bringt menschliche Gesundheit und nicht das Chemiearsenal in Dermatologischen/Allergologischen Praxen.

Umdenken ist angesagt
In der Schweiz kenne ich aktuell lediglich einen einzigen Mediziner, der sich in Sachen Umweltmedizin wirklich auskennt: es ist Prof. Dr. med. J.-O. Gebbers, Chefarzt am Kantonsspital Luzern.
Über einen grossen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet von MCS verfügt Herr Christian Schifferle, Gründer der MCS-Liga Schweiz. Er ist sozusagen ein MCS-Profi. Deshalb mein Vorschlag: Da die Dermatologische/Allergologische Uniklinik Zürich bis heute niemand hat, der sich in Sachen Umweltmedizin/MCS auskennt und sich für Prophylaxe, Expositionsstopp etc. engagiert, könnte Herr Schifferle als Privatdozent diese Aufgabe übernehmen. Er verfügt über langjähriges MCS-Spezialwissen. Das einzige, was ihm aktuell fehlt, ist noch ein Doktortitel.
Die Dermatologische/Allergologische Fakultät der Uniklinik Zürich könnte für einmal Innovation beweisen und Herrn Schifferle zu "Dr. h.c. Christian Schifferle" machen. Der Gründer der MCS-Liga Schweiz besuchte wie ich das Kollegium Schwyz. Ich weiss, dass keiner Ihrer Dermatologen/Allergologen und Allgemeinmediziner Herrn Schifferle betr. MCS-Erfahrungswissen das Wasser reichen kann.
Sehr geehrter Herr Prof. Burg: Ich hoffe, Ihnen wieder einmal etwas Stoff zum Nachdenken geliefert zu haben und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende
mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

PS: Und einmal mehr: Mit Antihistaminika, Cortison und Antibiotika können Dermatologen/Allergologen zwar medizinisches Doping betreiben und "Arnold Schwarzenegger" spielen - nur löst das nicht das Problem chemischer Schadstoffe!


 

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