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Weihnachten soll nicht schmerzen! Protestaufruf gegen Kampagne "Duftende Briefkästen"
Das Chemical Sensitivity Network (CSN) bittet um Unterstützung gegen die Duftkampagne der Deutschen Post

Dienstag, 30. November 2003

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten als Organisation für Allergiker und Chemikaliensensible um Ihre Mithilfe.
Durch die Pressemitteilung der Deutschen Post AG und Fernsehwerbung erfuhren wir von der Weihnachtskampagne „Duftende Briefkästen". In Postämtern werden Aufkleber mit chemischen Weihnachtsdüften (u.a. Apfel, Zimt, Lebkuchen) verteilt, um Weihnachtsstimmung bei der Bevölkerung zu verbreiten.
Den Direktlink zur Pressemitteilung der Deutschen Post AG finden Sie hier: http://www.deutschepost.de/dpag?check=yes&lang=de_DE&xmlFile=1001728
Duftstoffe sind in der Lage, Allergien auszulösen, und sensibilisierte Personen können durch minimale Konzentrationen schwere gesundheitliche Reaktionen erleiden. Als Organisation für Chemikaliensensible und Allergiker sind wir erschüttert über diese Kampagne und fordern, dass diese Aktion, die sich gegen die Gesundheit von Millionen sensibler und allergischer Menschen und gegen ausdrückliche Empfehlungen deutscher Bundesbehörden richtet, umgehend eingestellt wird.
Bitte beteiligen Sie sich an unserer Kampagne gegen diese für Millionen von Mitbürgern gesundheitsgefährdende Werbeaktion der Post, die zusätzlich die Umwelt auf unnötige Weise belastet. Betroffene Personen werden sonst während der Weihnachtszeit Postämter nicht betreten können, keine Überweisungen tätigen und ihre Weihnachtspost wegen der Kontaminierung durch die duftenden Chemikalien nicht empfangen und bearbeiten können, ohne gesundheitlich schwer zu leiden.
Das Mailformular für Ihre Beteiligung an der Protestaktion finden Sie über diesen Direktlink: http://www.csn-deutschland.de/protest/mail.htm und weitere Informationen über die Aktion und Gefahren durch Duftstoffe auf unserer Webseite.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch Ihre Freunde und Bekannten um Unterstützung bitten würden.
Silvia K. Müller (E-Mail: csn@allergic.de)
Chemical Sensitivity Network (CSN), siehe http://www.csn-deutschland.de/
Mühlwiesenstr. 2
D-55743 Kirschweiler
Tel. 0049 6781-31327
Fax 0049 6781-901559

 

Offener Brief von Urs Beeler an die Deutsche Post

Mittwoch, 1. Dezember 2004

Sehr geehrte Damen und Herren
Die Aktion "Duftende Briefkästen" (siehe http://www.deutschepost.de/dpag?check=yes&lang=de_DE&xmlFile=1001728) der Deutschen Post finden wir voll daneben. Durch die unnötige Zwangsparfümierung von Waschmitteln, Weichspülern, Deos, Shampoos, Haarsprays, Rasierschaum, Rasierwasser Abwaschmitteln, Putz- und Reinigungsmitteln, WC-Reinigern, Seifen, Cremen etc. und den Einsatz von Raumbeduftungsanlagen, Duftkerzen, ätherischen Ölen usw. erkranken immer mehr Menschen an Dufstoffallergien und MCS. (Nebeneffekt der Zwangsbeduftung: Das Riechvermögen nimmt immer mehr ab!!) Unsere Atemluft, die durch Verkehr (Dieselabgase!), Holzheizungen, Rauchen etc. bereits belastet ist, wird durch den unsinnigen künstlichen Gestank von "Duftenden Briefkästen" zusätzlich verschlechtert. Sick-Building-Syndrom auf dem Postamt? Schlechte Luft und Allergie per Post - wer denkt bei Ihnen so krank?
Wollen Sie wirklich, dass die Lebensqualität weiter sinkt, noch mehr Menschen an Allergien und MCS erkranken? Seit wann gehört es zur Aufgabe einer Post, die Gesundheit und das Wohlergehen von Menschen zu gefährden bzw. die Lebensqualität zu beeinträchtigen?
Mit nachdenklichen Grüssen
Urs Beeler

PS: "Duftende Briefkästen"? > da kann man nur noch sagen: "Dümmer geht's nümmer!"

 

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