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Eine Anfrage betr. Beteiligung der öffentlichen Hand am geplanten MCS-Projekt
Offener Brief an die Gemeinde Schwyz

Gemeinderat Schwyz
Haus "Spittel"
Herrengasse 17
6430 Schwyz

 

Liegenschaft GB 845 - MCS-Projekt

 

Schwyz, den 4.6.04

Sehr geehrte Damen und Herren
Aktuell stelle ich mir die Frage, ob behördliche Eigendynamik zum Verlust von Arbeitsplätzen, Existenzen und Zukunft führen kann oder ob es doch innerhalb der Verwaltung noch so etwas wie Vernunft und Verantwortung gibt, Fehler/Auswüchse zu verhindern oder zu eliminieren. Im wesentlichen eine Frage der Menschlichkeit. Kann es in einer Bürokratie Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein geben? [Anmerkung der Mythen-Post: Beeler geht zu diesem Zeitpunkt aus, dass die Schwyzer Kantonalbank ihrer Zusage betr. Stillhalten entsprochen hat und stattdessen Kleingläubiger/Behörden ein Verwertungsbegehren stellten. Deshalb die Vorwürfe. Am 7. Juni 2004 liegt die Sache noch im Nebel.]

Gedankenspiele
Institutionen wie die Ausgleichskasse Schwyz, Amt für Militär, Feuer- und Zivilschutz, CSS-Krankenkasse etc. wurden angeblich "für den Bürger" geschaffen. Sind sie wirklich "für den Bürger"?
Nehmen wir an, Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse wurden falsch veranlagt. So nimmt das "bürokratische Unheil" automatisch seinen Lauf. Aufgrund eines defintiv veranlagten hohen Einkommens fallen Prämienverbilligungen weg, sind die AHV/IV-Beiträge höher, der Militärpflichtersatz steigt etc. Keine Chance, rechtlich dagegen etwas unternehmen zu können. Der Ablauf: Zahlungsbefehl, Pfändung und zum Schluss Versteigerung. Motto dahinter: "Die Behörden tun nur ihre Pflicht". Und wenn die Grundlagen falsch sind? Ist dann das System auch noch "gerecht"?
Unter obigen Voraussetzungen ist es sinnlos, mit den zuständigen Stellen verhandeln zu wollen. Das System ist starr. Reine Zeitverschwendung.
Was passiert, wenn man "das System ignoriert" und sich den wichtigen Themen den Lebens annimmt? (z.B. Kampf gegen gesundheitsschädigende Produkte, Umweltverschmutzung usw.) Man wird von der Bürokratie überrolt. Letzte Instanz dieses Räderwerks ist das Betreibungsamt, das "vollzieht". Egal, um welchen Preis auch immer. Nach Gesetz ist es "unschuldig", so, wie ein Henker bei Todesurteilen in Ländern, wo es diese Strafe noch gibt, das Urteil vollstreckt. Wird einmal ein Unschuldiger hingerichtet - Pech gehabt.

Aus der Praxis
Der minimale AHV/IV-Beitrag beträgt Fr. 100.50. Wer diese Summe nicht einbezahlt, dem schickt die grossartige Ausgleichskasse Schwyz eine kostenpflichtige Mahnung im Betrag von Fr. 20.-. (20% vom Quartalsbeitrag!) Wer diesen Betrag wiederum nicht bezahlt (bezahlen kann), der erhält einen Zahlungsbefehlt (Fr. 30.-), eine Pfändungsankündigung - zum Schluss kann sogar eine Liegenschaft deswegen versteigert werden. Jeder Systemtreue argumentiert, dass das genau nach diesem Schema funktionieren müsse - anders gehe es nicht.
Wirklich?

Was ich bis heute erlebt habe
Seit Gründung meines Verlages im Jahre 1988 und der Mythen-Post im Jahre 1990 habe ich weder von der Gemeinde Schwyz, dem Bezirk Schwyz noch dem Kanton Schwyz je einen Auftrag erhalten. Mein geradliniger journalistischer Kurs hat dazu geführt, dass ich in den vergangenen Jahren unzähligen Boykotten ausgesetzt war; diese habe ich alle überlebt.
Weil offenbar mit journalistischer Ehrlichkeit heutzutage kein Geld zu verdienen ist, habe ich mich in den vergangenen Monaten an ein neues Projekt gewagt: der Umnutzung meiner Liegenschaft (Alte Brauerei in Schwyz).
Obwohl ich nach Auffassung von Dipl.-Ing. und Architekt Paul Bossert, Oetwil an der Limmat, "ein reicher Mann" sei, ist durch "dumme Umstände" meine Umnutzungs-Projekt an der Kollegiumstrasse 4/6 akut gefährdet, weil Mittel in der Liegenschaft investiert sind und nicht liquid. [Anmerkung der Mythen-Post: Auch hier ist Beeler grundsätzlich kein Vorwurf zu machen. Denn er kann nicht wissen, dass Bosserts theoretische Berechnungen in der Praxis nicht funktionieren und die SKB den Baukredigt ablehen würde.]

Worum geht es?
Zusammen mit ausgewiesenen Fachleuten möchte ich an der Kollegiumstrasse 4/6 in Schwyz u.a. ein MCS-Pionierprojekt (Details unter
http://www.mythen-post.ch/datei_archiv_2_6_04/spezielle_mcs_wohnungen.htm) realisieren: Baubiologische, gut immunsystem- und umweltveträgliche Wohnungen/Behausungen. Das Projekt wäre
a) eine Pionierleistung nicht nur in der Schweiz, sondern innerhalb von Europa,
b) es entstünde mitten in Schwyz zu angrenzender Grünfläche (unteres Feldli) spezieller Wohnraum für MCS-Betroffene und Elektrosensible,
c) es wäre kostendeckend,
d) brächte Arbeit für das lokale, unabhängige Gewerbe,
e) würde die Lebens- und Wohnqualität in Schwyz erhöhen,
f) für mich eine Lebensaufgabe sein,
g) wäre eine Existenzsicherung sowohl im gesundheitlichen wie im finanziellen Bereich.
Zusammengefasst: Ein Vorhaben von persönlichem, aber auch öffentlichem Interesse!

Dieses Projekt ist aber leider im Moment durch das Betreibungsamt Schwyz gefährdet [Anmerkung der Mythen-Post: Die Schwyzer Kantonalbank oder Kleingläuber/Behörden, die offenbar ein Verwertungsbegehren stellten, von dem aber Beeler bis dato nichts wusste!], das unbedingt eine Zwangsversteigerung meiner Liegenschaft GB 845 durchsetzen will. Dahinter steckt nicht meine Hausbank, sondern einzelne "Klein(st)gläubiger" und "Behörden". [Anmerkung der Mythen-Post: Davon geht Beeler zu diesem Zeitpunkt aus, da ihm von der SKB "Stillhalten" zugesagt wurde. (Beeler versorgte SKB-Rechtsvertreter Walter Inderbitzin wöchentlich mit den aktuellsten Informationen betr. GB 845.) Weil er sich auf das Wort von Inderbitzin verlässt/verliess, vermutet Beeler dann automatisch, dass die Ausgleichskasse Schwyz, CSS oder andere "Kleingläubiger" hinter dem Verwertungsbegehren stecken müssen. Offenbar aber war es die SKB!] Unverständich ist deren Verhalten vor allem deshalb, weil bei einer allfälligen Zwangsversteigerung der Ausgang völlig ungewiss ist. Geht die Liegenschaft unter Wert weg, geht diese Gilde leer aus und die ganze Aktion war für die Katz!
Durch eine Umnutzung steigert sich für mich nach Berechnung von Dip.-Ing. und Architekt Paul Bossert mein Anteil von Fr. 200'000.-- auf Fr. 700'000.--. Mehr als genug Geld also, um Behörden und Kleingläubiger zu befriedigen! [Anmerkung der Mythen-Post: Nach Bosserts Meinung machbar. Aber ohne SKB-Baukredit und Käufer von Eigentumswohnungen nicht realisierbar.] Mit diesem Geld liessen sich sogar Zinsen auf 5 Jahre von allfälligen Stiftungsmitgliedern im nachhinein bequem auszahlen, siehe
http://www.mythen-post.ch/datei_archiv_1_6_04/urs_beeler_stiftung.htm

Zwei Varianten
Das einzige Problem ist, dass ich im Moment finanziell nicht liquid bin. Da es sich um ein Vorhaben von öffentlichem Interesse und Pionierprojekt handelt, würde ich ein Engagement der Gemeinde Schwyz begrüssen. Durch einen entsprechenden Vorschuss könnten die "Behördenschulden" (welche aktuell via Zwangsversteigerung eingefordert werden sollen) bezahlt werden und die Zukunft wäre gesichert. [Anmerkung der Mythen-Post: Beeler ging zu dem Zeitpunkt aus, es handle sich nur um "geringe Behördenbeiträge", welche locker tilgbar gewesen wären. In Tat und Wahrheit hatte aber die SKB "das Wasser abgelassen"!!]
Die Alternative dazu ist die, dass keine Umnutzung, kein MCS-Projekt, keine Wertschöpfung an der Kollegiumstrasse 4/6 erzielt wird - und ich zu einem Sozialfall werde, falls die Alte Brauerei zum Schnäppchenpreis weggeht. [Anmerkung der Mythen-Post: Die Liegenschaft müsste mindestens für Fr. 1,602 Mio. verkauft werden, alles anderes darunter ist Verlust.]
Würde ich zum bleibenden Sozialfall, wären für die Gemeinde Schwyz Kosten von (approximativ) 12 x Fr. 2'000.-- = Fr. 24'000.-- jährlich aufzuwenden. Das macht auf die nächsten 20 Jahre doch immerhin fast einen Betrag von 1/2 Mio. Franken! [Anmerkung der Mythen-Post: In Deutschland könnte so etwas funktionieren. Aber in der Gemeinde Schwyz wird's schwierig. > falls resp. wie die Gemeinde Schwyz das Problem anpackt, darüber erfahren Sie mehr, wenn es soweit ist!]
Es stellt sich ganz nüchtern betrachtet die Frage, was sinnvoller ist: Jetzt einen Betrag investieren, der garantiert via Wertschöpfung wieder an die Gemeinde Schwyz zurückbezahlt wird oder das (Versteigerungs-)Risiko mit hohen Sozialkosten, keinen Steuereinnahmen etc. in Kauf nehmen? Wie gesagt benötige ich absolut MCS-gerechten Wohnraum. Wer stellt mir diesen in der Gemeinde Schwyz sonst zur Verfügung? (Infos zum Thema MCS finden Sie unter
http://www.mcs-liga.ch/) [Anmerkung der Mythen-Post: Der Ansatz ist gut, aber die Frage der konkreten Realisierbarkeit ist noch völlig offen.]

Eine klare Antwort ist notwendig
Ich bitte Sie nun, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und mir Ihre Entscheidung raschmöglichst zu mailen. Denn die Zeit ist knapp!
Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen zum voraus bestens und verbleibe
mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

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