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Zuschriften und Antworten
Forum Dezember 2003 (Teil 1)

So schreiben Sie uns Ihre Meinung (es können auch Fotos und Zeichnungen eingeschickt werden):

 send

Die Namen aller Einsender sind der Redaktion bekannt, werden aber in der Regel abgekürzt zum Schutz vor Missbrauch.
Wir wählen Zuschriften an die Mythen-Post (sofern diese nicht als vertraulich oder persönlich gekennzeichnet sind) ganz oder auszugsweise für das Forum aus, wenn diese für die Öffentlichkeit von Interesse sind.

 


 

Kritik an verklebten 4er Aktions-Packungen "hohes C"

Montag, 1. Dezember 2003

Sehr geehrter Her Beeler
Gerne würden wir auf Ihr Schreiben vom 18.11.03 Stellung nehmen, aber wir brauchen dazu noch einige ergänzende Erklärungen.
Wir versuchten Sie mehrmals per Telefon zu erreichen, was leider nicht möglich war.
Deshalb möchten wir Sie bitten, sich telefonisch mit mir in Verbindung zu setzen.
Tel. Nr. 026 668 68 71 direkt Natel: 079 356 00 52
Herzlichen Dank im voraus
Pius Bernhardsgrütter (E-Mail: pius.bernhardsgrutter@henniez.ch)
Chef d'exploitation EGSA

 

Montag, 1. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Bernhardsgrütter
Das Problem ist präzise umschrieben. Falls noch Fragen sind, bitte ich Sie, mir diese zu mailen. Ansonsten erwarte ich Ihre Antwort. Zum voraus besten Dank!
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler


 

Wird aus dem Coop-Markt Seewen bald ein Glaswolle-Sarkophag?

Montag, 1. Dezember 2003

Sehr geehrte Damen und Herren (E-Mail: info@wthommen.ch, CC: info@coop.ch)
Die Katastrophen-Glaswolle-Isolation des Mythen-Centers, siehe http://www.mythen-post.ch/datei_mp_1_03/kmf_befuerworter_mp_1_03.htm
Bald auch beim Coop-Markt in Seewen?
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler


 

Fiberglass in Switzerland

Donnerstag, 27. November 2003

Dear Mr. Horowitz (E-Mail: sustainableenterprises@sustainableenterprises.com)
A link from Switzerland: http://www.mythen-post.ch/themen_uebersicht/isolation.htm
Sincerely
Urs Beeler

 

Dear Mr. Beeler
Thanks. Can't read a word of it, but I guess I can link anyhow!
Sincerely
Robert Horowitz
Fiberglass Information Network (FIN)
http://www.sustainableenterprises.com/FIN/

 

Dienstag, 2. Dezember 2003

Dear Mr. Horowitz
Please, try to translate the pages from german language to english with google.com.
Sincerely
Urs Beeler

PS: You know Susanne Falkenhain from Germany?

 

Dienstag, 2. Dezember 2003

Dear Mr. Beeler
Yes, I know Susanne. I met her about 10 years ago, when I traveled over there to do a workshop. How is Susanne doing these days? Has she made any progress with the other factory workers families in that area?
Sincerely
Robert Horowitz
Fiberglass Information Network (FIN)
http://www.sustainableenterprises.com/FIN/

 

Dienstag, 2. Dezember 2003

Dear Mr. Horowitz
As far as I know, Susane Falkenhain ist not longer active in the fight against fiberglass.
But Konrad Fischer http://home.t-online.de/home/konrad-fischer/, Matthias G. Bumann http://www.dimagb.de/kontakt/kontakt.html and Prof. Dr. habil.-Ing. Claus Meier http://www.prof-meier-bauphysik.de/
Call Susanne Falkenhain on the following adress:
Zentrale Anlaufstelle für Opfer der Dämmstoff-Industrie Deutschland
Susanne Falkenhain
Sonnenbergweg 7
D-69493 Hirschberg
Tel./Fax 0049 6201 55016
Sincerely
Urs Beeler

 

Dienstag, 2. Dezember 2003

Dear Mr. Beeler
Thanks for that info. What about my old friend Axel Hagenmuller? Do you know him? He was very helpful to our cause back then. Also, there was a doctor, Manfred Fischer, who was very high up in the German federal health department. I suspect he is retired now. He did a lot of very important work and would be a great source of information if you could track him down.
Sincerely
Robert Horowitz
Fiberglass Information Network (FIN)
http://www.sustainableenterprises.com/FIN/

 

Dienstag, 2. Dezember 2003

Dear Mr. Horowitz
You find Axel Hagenmüller on this link http://www.mythen-post.ch/datei_mp_9_03/thermofloc_pr_mp_9_03.htm
I do not know him personally, but we have contact by e-mail. Dr. Manfred Fischer - (...).
Sincerely
Urs Beeler


 

Petition "Kein Feuerwerk in Wohnquartieren"

Mittwoch, 3. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Beeler
Seit ich (...) - mit dem Ziel, über Feuerwerk und Gesundheitsschäden zu informieren - im Juli 2002 die Homepage http://www.stop-fireworks.org gestartet habe, hat sich die Feuerwerks-Lage immer weiter verschlimmert.
Allein in diesem Jahr wurde z.B. in meiner Gegend in der Zeit vom 25. Mai bis 23. November 26 Mal Feuerwerk abgebrannt: für mich bedeutete das 26 Mal einen Asthmaanfall, 26 Nächte stundenlanges mühsames Ringen nach Luft, 26 Mal Übelkeit, Kopfschmerzen und Herzbeschwerden etc., ausgelöst durch den giftigen Chemikalienmix des Feuerwerks.
Immer mehr anderen Menschen geht es inzwischen gesundheitlich wie mir!
Deshalb habe ich Ende November 2003 die Petition "Kein Feuerwerk in Wohnquartieren" gestartet, in der Hoffnung, dass dadurch den Bewohnern von Wohnquartieren und ihren Haustieren eine gewisse Erleichterung verschafft werden kann.
Ich frage Sie deshalb an, ob Sie einerseits mit Ihrer Unterschrift die Petition unterstützen würden und ob es anderseits möglich wäre, dass Sie eventuell auf Ihrer Homepage auf die Petition aufmerksam machen würden?
Im heutigen Zeitalter der Viren verschicke ich nicht gern unaufgefordert Anhänge; aber vielleicht hätten Sie Zeit und Lust sich die Petition auf meiner Homepage unter http://www.stop-fireworks.org/petiton_kein_feuerwerk.htm anzuschauen?
Ich würde mich sehr über Ihre Unterstützung freuen!
Mit freundlichen Grüssen
Susanne von Dach (E-Mail: susanne.von_dach@bluewin.ch)
http://www.stop-fireworks.org

 

Donnerstag, 4. Dezember 2003

Sehr geehrte Frau von Dach
Vielen herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Selbstverständlich unterstütze ich Ihre Petition gegen Feuerwerke. Mailen Sie mir einfach den Text, wie Sie ihn auf der Mythen-Post Homepage haben möchten. Sie können mir auch ein PDF mailen, das ich dann auf meinen Server lade und mit einem Link versehe.
Ich hatte 1995/96 gegen das ohrenbetäubende Feuerwerk ("Urknall") der Schwyzer Güdelzyschtigsgesellschaft eine Strafanzeige erstattet (Abschussrohre zu nahe an Häusern und an einem Fussweg, viel zu laute Detonationen > Gefährdung von Passanten!)
Dummheit und negative "Tradition" sind dafür verantwortlich, dass dieser Leerlauf am letzten Fasnachtstag immer noch in Schwyz stattfindet. Als Reaktion auf meine Anti-GZG-Kampagne wurde ich in einer Bildmontage im "Bote der Urschweiz" ("Bote"-Verleger Hugo Triner ist GZG-Mitglied) symbolisch auf einem Scheiterhaufen auf dem Schwyzer Hauptplatz verbrannt. So "funktioniert" der Schwyzer Filz. Ich bin das seit Jahren gewohnt und kontere jeweils auf meine Weise (Aufdecken, wie der Filz funktioniert und welcher Unsinn betrieben wird). Der verstorbene Dr. Paul Kamer bezeichnete Schwyz nicht umsonst als "Land der Schwerartillerie".
Falls Sie einen guten Artikel (mit Fakten über Schadstoffausstoss, Feuerwerksunfälle etc.) zur Verfügung haben/schreiben möchten, drucke ich den gern anfangs 2004 (vor dem obligaten Feuerwerk der GZG) ab. Virenschutz ist installiert. Gerne erwarte ich Ihr Mail.
Für den 1. August habe ich nach Jahren eine neue Bezeichnung: Nationaler Abfallverbrennungs- und Knalltag. (Ein Dauerthema in den Neunzigerjahren.)
Bitte nehmen Sie unbedingt Kontakt mit Frau Beatrice Macho auf (E-Mail: auf Wunsch der Absenderin am 14.12.04 entfernt) Frau Macho macht zur Zeit eine hervorragende Kampagne zum Thema Schadstoffausstoff von Holzfeuerungen.
Nochmals vielen Dank für Ihr Mail sowie viel Glück und Kraft bei Ihrer positiven Arbeit.
Mit freundlichen Grüssen aus Schwyz
Urs Beeler


 

Danke für Ihre Spende!

Donnerstag, 4. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr J.
Vielen Dank für Ihre Spende (Fr. xy) vom Mai 2003 für die Aufklärungskampagne betr. den gesundheitlichen Nebenwirkungen von Glas- und Steinwolle. Das Geld ist gut investiert.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler


 

Schadstoffe aus Holzfeuerungen Power-Point Präsentation - Mail an die Lungenliga Zürich

Freitag, 28. November 2003

Guten Tag
Ich bin mir nicht sicher, ob Sie mein Mail mit der Präsentation von dieser Woche erhalten haben, denn von (...) erhielt ich eine Fehlermeldung bezüglich einer Mail-Adresse lungzurich.ch.
Dem Gefahrenpotential durch Luftschadstoff-Belastungen aus Holzfeuerungen wird erschreckend wenig Beachtung geschenkt. Aus diesem Grund ist nach einer umfangreichen Recherche diese Präsentation entstanden. Eine diesbezügliche Aufklärung ist dringend erforderlich, denn die Schadgase und Partikel - die aus zahlreichen Holzfeuerungen emittieren - sind nicht nur erheblich gesundheitsschädigend, sondern auch klimarelevant.
Ich bitte Sie, den Inhalt der Präsentation integrativ in Ihre Tätigkeit einfliessen zu lassen und die pps im Sinne der Aufklärung weiterzuvermitteln.
Falls Sie Probleme beim Öffnen der pps, oder kein Power-Point Programm installiert haben, können Sie sich ohne weiteres an mich wenden.
Es grüsst Sie freundlich
Beatrice Macho
Römerweg 1
8353 Elgg

 

Datum unbekannt

Sehr geehrte Frau Macho
Besten Dank für die Zustellung der interessanten Präsentation zur Luftschadstoff-Belastung durch Holzfeuerungen. Ihr E-Mail hat uns erreicht unter der Adresse info@lungzurich.org die Endung .ch hat bei Ihnen wohl die Fehlermeldung ausgelöst.
Ich werde die Datei gerne unseren Lungenfachärzten weiterleiten und auch intern den beratenden Krankenschwestern vermitteln.
Da ich erst heute aus den Ferien zurückgekehrt bin, kann ich selbst kein detailliertes Feedback zum Inhalt geben. Ich gehe mit Ihnen allerdings einig, dass der Feinstaubbelastung in unserer Atemluft viel zu wenig Beachtung geschenkt wird und hoffe, dass Ihr Input seine Wirkung zeigt.
Herzlichen Dank nochmals und freundliche Grüsse
Robert Zuber (E-Mail: robert.zuber@lungzurich.org)
Lungenliga Zürich
Geschäftsführer
Wilfriedstrasse 7
8032 Zürich
Tel 01-268 20 00
Fax 01-268 20 20

 

Mittwoch, 3. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Zuber (E-Mail: Robert.Zuber@lungzurich.org)
Es freute mich, dass Sie mir gleich am ersten Arbeitstag nach Ihren Ferien ein Feedback zusandten. Es ist dringend erforderlich, dass die Unsitte der Holzverfeuerungen, unter den - in meiner Präsentation geschilderten Bedingungen - verboten wird. Diese Holzfeuerungen sind besonders auf dem Land eine enorme Umweltverschmutzung und -belastung, besonders auch eine hohe Schadpartikelbelastung (PM10), denen die Natur (Menschen, Tiere, Pflanzen) hilflos ausgeliefert ist. Es ist ein gewaltiges Paradoxon, dass man schon seit vielen Jahren Ölfeuerungen alle 2 Jahre kontrolliert und bei den heutigen grössten Schadstoffspeiern (den zahlreichen Holzfeuerungen <70) überhaupt nichts macht. Diese lassen die Behörden (BUWAL, kantonale Ämter) schon seit vielen Jahren (unter dem Deckmantel Umweltschutz und klimaneutral) ihr Unwesen treiben.
Man sieht jetzt, wenn man bei schönem Wetter übers Land marschiert, überall Rauchqualm aus Holzfeuerungen (vor allem auch aus Bauernhäusern). Der Qualm überzieht oft ganze Gebiete und der penetrante Geruch ist weit zu riechen. Ebenso sieht man jetzt wöchentlich die Unsitte der Grünabfallverbrennungen, speziell in Privatwäldern, die vielfach weite Gebiete mit Rauchqualm verpesten. Vor kurzem erlebten wir im Gebiet Bichelsee (Kt. TG), wie dieses schöne Tal über einen Kilometer weit mit schädlichem Rauchqualm überdeckt und verpestet wurde.
Solchen Missbräuchen und Umweltdelikten gehört wirklich dringlichst der Riegel vorgeschoben. Ich bin sehr dankbar und froh, wenn sich die Lungenliga auch in diesem Sinne einsetzt. Meine Recherchen ergeben das Bild, dass auf dem Land solche Verfeuerungen gebietsweise zu einer weit höheren Schadstoff- und Partikelbelastung führen, als dies bei verkehrsreichen Strassen der Fall ist. Im Zederntal in Österreich führte z.B. Benzopyren (ein gefährliches PAK), das bekanntlich sehr schädlich und krebserregend ist, durch Holzheizungen zu einer enormen Umweltbelastung. Es wurden dort weit höhere Werte von Benzopyren gemessen, als in der stark befahrenen Stadt Salzburg.
Ich bedanke mich für die Weiterleitung der Präsentation an Lungenfachärzte und Krankenschwestern. Die Thematisierung dieser Problematik ist dringend erforderlich.
Mit herzlichen Grüssen
Beatrice Macho (E-Mail: auf Wunsch der Absenderin am 14.12.04 entfernt)


 

Der Wald allein wird das Klima nicht retten

Mittwoch, 3. Dezember 2003

Hallo Herr Beeler
Vielleicht ist diese Information zur komplexen Problematik auch für Sie von Interesse. Es gibt zudem auch Wissenschafter, die die Klimarelevanz von CO2 überhaupt bezweifeln.
Es grüsst Sie freundlich
Beatrice Macho (E-Mail: auf Wunsch der Absenderin am 14.12.04 entfernt)

Auszug aus folgender Website betitelt mit:

"Der Wald allein wird das Klima nicht retten
http://www.forumue.de/forumaktuell/positionspapiere/00000019.html
Berechnungen zum CO2-Senken gehen von gesunden Idealbäumen aus, die angeblich um so besser wachsen, je höher der CO2-Gehalt der Luft ansteigt.
Die Realität sieht anders aus: Höhere CO2-Konzentrationen, weitere Treibhaus- und Spurengase sowie Luftschadstoffe wirken auf die Wälder ein: Das Waldsterben geht weiter, die Bäume und Wälder werden immer anfälliger und können weder Insekten noch den verstärkt auftretenden Stürmen, Trockenheit oder Starkregen im natürlichen Ausmaß trotzen. Die Verwendung von Holz ausschließlich in langlebigen Produkten anstatt von Aluminium, Plastik, Stahl oder Beton ist eine weitere Möglichkeit, CO2-Emissionen zu vermindern. Daher sollte die Verwendung von umweltverträglich produziertem Holz in der Bauwirtschaft und für die Herstellung langlebiger Produkte gegenüber energieintensiveren Werkstoffen bevorzugt werden.
Holz ist auch eine regenerative Energiequelle. Zum Verheizen ist dieser Rohstoff zu schade, daher sollte sich die energetische Nutzung auf Sortimente beschränken, die sich für höherwertige Verwendung nicht eignen. Die Förderung der Holzverbrennung durch öffentliche Subventionen wird nicht befürwortet. (...)"


 

Gefällter Baum unteres Feldli / Rückfrage

Mittwoch, 3. Dezember 2003, den 3.12.03

Sehr geehrter Herr Bieri
Vielen Dank für Ihre Intervention am Donnerstag, 27.11.03, 15.30 Uhr, gemäss meiner tel. Avisierung. Die Überreste des gefällten Baumes befinden sich noch immer zwischen dem kleinen Landstück Kollegiumstrasse/Feldliweg. Was hat das Gespräch mit dem Landwirt ergeben? Wie werden die Abfälle entsorgt? (Häckseldienst?)
Zum voraus besten Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

PS: Wie am Telefon kurz angesprochen, sah es im Dezember 2000 so aus: http://www.mythen-post.ch/datei_mp_3_01/schlechtes_image_mp_3_01.htm

 

Mittwoch, 3. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Beeler
Wie mit Ihnen besprochen, habe ich einen vorsorglichen Augenschein vorgenommen und den anwesenden Herr ....(Datenschutz) darauf aufmerksam gemacht, dass er den aufgeschichteten Holzhaufen des gerade gefällten Baumes nicht anzünden darf. Das Holz dürfe nicht im Freien verbrannt werden. Es könne für Holzfeuerungen verwendet werden, müsse aber sicher noch ein bis zwei Jahre getrocknet werden. Das Restholz (dünne Äste) sei zu schreddern und zu verrotten.
Wann er den Holzhaufen von seinem Land entfernt, können wir ihm nicht vorschreiben.
Mit freundlichen Grüssen
Rodrigue Bieri (E-Mail: rodrigue.bieri@gemeindeschwyz.ch)

 

Samstag, 6. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Bieri
Habe soeben erst "in Box" geöffnet. Vielen Dank für Ihre Nachricht!
Ihr Augenschein und Ihre Stellungnahme sind mir wichtig. Denn falls es wieder zu einer Übertretung kommen sollte, werde ich unverzüglich Strafanzeige gegen den betr. Umweltsünder erstatten. Es würde sich dann um einen Wiederholungsfall handeln (Im Dezember 2000 befasste sich Ihr Vorgänger, Herr Kaspar Knüsel, mit der Sache. Die Polizei wurde aufgeboten und es müsste diesbezüglich auch noch einen entsprechenden Rapport geben.) Die Praxis der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass nur ein konsequentes Durchgreifen positive Wirkung zeigt.
Dass Sie gegen den Asthaufen an sich nichts unternehmen können, ist mir schon klar. Gegen einen zur Verrottung aufgeschichteten Haufen habe ich auch nichts einzuwenden. Jedoch gegen unnötige Luftverschmutzung!
Für Ihren raschen präventiven Einsatz danke ich Ihnen nochmals bestens und freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler


 

Petition "Kein Feuerwerk in Wohnquartieren"

Donnerstag, 4. Dezember 2003

Lieber Herr Beeler
Das ist ja sehr interessant, ich habe eben gestern morgen an stop-fireworks.org meine Präsentation versandt, ohne dass ich von Ihrer Korrespondenz mit Frau von Dach auch nur die geringste Ahnung hatte. So schliessen sich manchmal Kreise, ich habe das schon sehr oft erlebt. Es ist aber für mich immer wieder beeindruckend und interessant.
Gestern hat sich ein Vertreter der Solarenergie (Herr Gallus Cadonau) bei mir gemeldet und mich "ausgetestet " mit Fragen, die - wenn er meine Präsentation wirklich gut gelesen hätte - (denn dort waren sie ja integriert!) überhaupt nicht notwendig gewesen wären.
Ich habe ihm dann alles brav beantwortet, aber auch wiederholt auf entsprechende Aussagen in der pps verwiesen. Herr Cadonau fragte mich, ob er die pps an Vertreter der Holzlobby senden darf, was er ja selbstverständlich ungefragt tun dürfte. Nun gerät also meine Präsentation in die Höhle des Löwen (sprich Holzlobby) und ich freue mich jetzt schon auf eine Konfrontation, falls eine solche denn überhaupt erfolgt? Heute geht wahrscheinlich die sehr komplexe Antwort-Post ans BUWAL ab. Sie wird nochmals redigiert und ergänzt.
Freundliche Grüsse
Beatrice Macho (E-Mail: auf Wunsch der Absenderin am 14.12.04 entfernt)

 

Samstag, 6. Dezember 2003

Liebe Frau Macho
Habe "In Box" nach Tagen erst gerade vorhin geöffnet. Vielen Dank!
Der Name "Cadonau" sagt mir nichts. Ich weiss nur, dass die Firma Flumroc sich an einer Solarfirma beteiligt hat bzw. ihr dieser Betrieb gehört. Das moderne "Oeko-Haus": Spanplatten, dazwischen Glas- oder Steinwolle, eine stinkende Holzheizung und auf dem Dach als Alibi ein paar Sonnenkollektoren. Es ist erstaunlich, was heutzutage (nicht selten!) als "ökologisch" angepriesen wird!
Die Holzbau Bucher AG, Kerns, http://www.holzbau-bucher.ch/ hat seinerzeit einen grossspurigen PR-Beitrag auf "Tele Tell" ausstrahlen lassen: "Bauökologie" mit Glaswolle und Spanplatten! Ich habe der Firma darauf eine entsprechende Mail geschickt und gefragt, was ihre Fertighäuser mit Bauökologie oder gar -biologie zu tun hätten - aber bis heute nie eine Antwort erhalten.
Holzbau Bucher ist ein wichtiger Sponsor von "Tele Tell". Das dürfe aber nicht so weit gehen, dass Leute verarscht würden, machte ich "Tele Tell" zum Vorwurf. Der Redaktion (Beat Berger, Silvi Herzog) war das nachträglich wohl auch peinlich und man dürfte daraus gelernt haben.
Das Zimmermann-Gewerbe ist heutzutage allgemein verludert (Slogan: "Holz isch heimelig" - Realität: Spanplatten, Glaswolle, nach wie vor giftige Holzschutzmittel etc.) Hinzu kommt eine phänomenale Uneinsichtigkeit und Sitzen-wollen auf Fehlern!
Schicken Sie Ihre Dokumentation ruhig auch (PS: Das sind alles KEINE Freunde, sondern erbitterte Feinde von mir): Holzbau Nietlisbach (...), Holzbau Betschart(...), Holzbau Dettling (...)
Dann habe ich noch einen weiteren Link mit "Holzigen" gefunden, siehe (...) Wie viele Schweinemäster gegen Tierschutz eingestellt sind, so sind viele Zimmerleute gegen Umweltschutz!! Unglaublich, aber leider wahr!
Durch Zufall habe ich vorhin noch die Homepage der (...) gefunden, siehe (...) (wäre auch ein Test wert)
Sie haben mich kürzlich nach der E-Mail von Roger de Weck gefragt. Die habe ich leider auch nicht mit einer zusätzlichen Suchabfrage im Internet gefunden.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler


 

Antwort ans BUWAL

Donnerstag, 4. Dezember 2003

Übermittelt mit besten Grüssen
Beatrice Macho

Donnerstag, 4. Dezember 2003

Von: Macho bmacho@freesurf.ch
An: Ulrich.Jansen@buwal.admin.ch
CC: Andreas.Stuber@buwal.admin.ch, Peter.Straehl@buwal.admin.ch

Sehr geehrter Herr Jansen
Ich bedanke mich für Ihre Nachricht betreffend der Ihnen zugestellten Präsentation.
Die differenzierte Haltung des BUWAL zur Holzverbrennung wie:

1. "Wer einheimisches Holz verbrennt, hilft unsere Wälder zu pflegen und sie somit zu erhalten (Walderhaltung = Umweltschutz)" und
2. "Wer Holz verbrennt, entlastet unsere nationale CO2-Bilanz. (Energie- + CO2-Politik)"

deckt sich mit den Slogans der Holzlobby. Diese unhaltbaren Aussagen sind mir hinlänglich bekannt.
Es wundert mich, dass - bei der differenzierten Haltung des BUWAL - das Faktum der starken Luftverschmutzung durch Holzfeuerungen bisher unbeachtet blieb. Wie sonst ist es möglich, dass seit Jahren solche Anlagen schlimmste Schadstoffspeier sein dürfen? Diese "Unsitte" müsste doch in vorrangiger Priorität längst schon eliminiert sein!

Zu Ihrem Punkt 1 ist festzuhalten, dass - mit Ausnahme der Bannwälder - unser Wald keinerlei menschlicher Pflege bedarf. Den Wald gab es schon vor Millionen Jahren, lange bevor Menschen existierten. Der Wald weiss sich sehr gut selbst zu regulieren. Die Menschen verstehen sowieso nicht, welche komplexe Bedeutung der Wald in den gesamten kybernetischen Zusammenhängen des Planeten hat. Waldpflege durch den Jetzt-Menschen bedeutet "Wald-Ausnutzung".
Wenn schon eine Waldnutzung, dann nicht für Brennmaterial in allen möglichen "Emissionsschleudern" mit all den resultierenden, enorm umweltbelastenden und gesundheitschädigenden Folgen, sondern für die holzverarbeitende Industrie (als Bauholz, Möbel etc.)

Zu Punkt 2 ist zu erwähnen, dass es umstritten ist, ob Holzverbrennungen effizient zur CO2 -Reduktion beitragen, aber absolut reale Tatsache ist, dass diese zu enormen und gravierenden Umwelt- und Gesundheitsbelastungen führen können. Ausserdem ist die Holzverbrennung nicht klimaneutral, sondern emittiert mit den PM (Particulat-Matter)- Stäuben beträchtliche klimarelevante Schadstoffe, die - im Gegensatz zu CO2 - zudem enorm gesundheitsschädlich sind. Im Zederhaustal (Land Salzburg) wurden hohe Mengen Benzopyren gemessen (Benzopyren = ein sehr gefährliches, krebserregendes PAK!!!), welche durch Holzfeuerungen entstanden sind, und mehr als um den Faktor 2 über dem WHO-Grenzwert lagen. Im Gegensatz dazu wurden in der stark befahrenen Stadt Salzburg weit tiefere PAK-Werte gemessen!!! Dazu ein Fotoschuss am Schluss.
Fazit: Auf dem Land sind Schadstoffbelastungen gebietsweise durch Holzfeuerungen gravierender als an stark befahrenen Strassen!!!
Ein sehr passendes Sprichwort hierzu trifft den Nagel auf den Kopf: Durch Holzfeuerungen wird der Teufel mit dem Belzebuben ausgetrieben.
Es gibt Wissenschaftler, die dem CO2 jegliche Klimarelevanz absprechen und es steht fest, dass es noch andere klimarelevante Spurengase gibt, z.B. Methan aus der (überbordenden und oft tierquälerischen) Viehwirtschaft und aus Reisanbau, und Ammoniak aus der Schweinemast. Zudem haben noch weit vernetztere menschliche Schadeinflüsse grosse Bedeutung für Klima- und Wettergeschehnisse (z.B. Abnahme der Ozonschicht!). Viele technisch unausgereifte Holzöfen-Anlagen emittieren zudem hohe Mengen an Primärschadgasen (Giftgase) wie CO, welches sich dann sekundär mittels Luftsauerstoff in CO2 umwandelt. Im Klartext heisst das: Viele dieser Holz-Anlagen sind enorme CO2-Schleudern!
Wenn man die gravierenden Umwelt- und Gesundheits-Belastungen durch Holzfeuerungen Ihren Behauptungen "Holzverbrennung = Umweltschutz und = CO2-neutral" gegenüberstellt, dann haben Ihre Argumente bei neutraler und objektiver Beurteilung nach heutigem Wissensstand überhaupt keine Berechtigung mehr. Dass das BUWAL summa summarum die Essenz aus diesem Negativum mit Worten wie "Umweltschutz" und "CO2-Bilanz" ummantelt, ist höchst erstaunlich und befremdend. Denn unter Umweltschutz versteht sich doch ganz etwas anderes, nämlich: Schützen unserer Lebenselemente in höchster Priorität. Achtung und Ehrfurcht vor den Lebenselementen und vor dem, was wir "Leben" nennen. Unsere Lebensatmosphäre (die ein sehr fragiles, mit allem vernetztes Gebilde ist) und das existente Leben möglichst nicht mit Schadstoffen belasten (Holzfeuerungen belasten enorm!). Schadstoffeinflüsse ursächlich bekämpfen und nicht, wie dies z.B. bei den Holzfeuerungen Fakt ist, jahrzehntelang zusehen und zuwarten, und diese Holzfeuerungen sogar in einem behördlich geschützten Reservat (unter dem Deckmantel Umweltschutz!!! ) ihr Unwesen treiben zu lassen.
Schadgase müssen am Ort der Entstehung durch effiziente, ursächliche Massnahmen vermieden werden. Das heisst: Sämtliche technisch veralteten Öfen sind innerhalb kürzester Frist zu ersetzen, analog wie seinerzeit die veralteten Ölfeuerungen. (Es dürfen unverständlicherweise noch viel zu viele technisch veraltete Anlagen die Luft verschmutzen).

Mit Ihrem Punkt 3 stimme ich überein. Durch fehlende gesetzliche BUWAL-Vorschriften sind jedoch sowohl die kantonalen als auch die kommunalen Behörden bezüglich der Luftreinhaltung bei Holzfeuerungen in einem Vollzugsnotstand. Deshalb fordere ich das BUWAL auf, nachstehende gesetzliche Vorschriften auf raschestem Weg zu erlassen:

1. Holzverbrennung ist in allernächster Zukunft nur noch in modernen vollautomatischen Anlagen erlaubt, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.
2. Alle Feuerungsanlagen (inkl. dazugehörige Kamine), auch kleinere Anlagen < 70 kW, müssen durch neutrale, kundenunabhängige Fachpersonen jährlich mindestens 2 x kontrolliert werden.
3. Feuerungsanlagen dürfen erst benützt werden, wenn dessen Betreuerinnen bezüglich sachgemässem Feuern einen obligatorisch vorgeschriebenen Kurs mit abschliessender Prüfung absolviert haben.
4. Das Feuern bei Inversionslagen/Nebellagen ist zu verbieten. Vom Verbot ausgenommen sollten nur Fälle sein, wo keine anderen Brennstoffe zum Heizen zur Verfügung stehen.
5. Das generelle Verbot von Verbrennen im Freien ist wieder einzuführen, denn Missbrauch ist die Regel und nicht die Ausnahme.

Es freut mich, dass das BUWAL am Ball ist. Dringlich wäre jedoch raschmöglichst auch Tore zu schiessen in Form von den obengenannten geforderten, griffigen Gesetzen/Vorschriften. Diese restriktiven Massnahmen sind längst schon überfällig, denn:
Nach wie vor verschmutzen sehr viele alte Anlagen die Umwelt, denn durch mangelhaften Abbrand in solchen "Antiquariaten" sind diese schon jahrzehntelang enorme Emissionsschleudern. Es verschmutzen sehr viele Menschen durch "unsachgemässe" Verfeuerungen (und dies auch durch naturbelassenes Holz!!!) die Umwelt, und es missbrauchen sehr viele Leute solche Anlagen zur Abfallverbrennung.
Es ist gang und gäbe, im Freien nasses Grüngut (inkl. Abfall) und speziell in den Privatwäldern riesige Haufen Tannäste von frisch gefällten Bäumen unnötigerweise in enorm umweltbelastender Weise zu verbrennen mit km-langen Rauchteppichen, welche ganze Talschaften einqualmen. So weit mir bekannt ist, forscht man immer noch bezüglich emissionsarmen Holzfeuerungen!!!
Holz ist ein sehr gasreicher Brennstoff und es ist völlig unverständlich, dass in den Köpfen der Menschen noch immer herumgeistert, Holz sei bei der Verbrennung ein völlig unproblematischer Stoff*. Das absolute Gegenteil ist der Fall: Holz kann sehr schadstoffbelastend emittieren. Forschungsresultate ergeben, dass unter bestimmten Bedingungen höchstwahrscheinlich auch Dioxine entstehen. Zumindest in Holzaschen wurden solche analysiert. In Holzaschen werden zudem sehr viele Schadstoffe (Schwermetalle etc.) gefunden, so dass es nicht empfehlenswert ist, diese im Garten auszubringen. Holzverbrennung ist zudem durch den hohen und gesundheitsschädlichen Staubauswurf möglicherweise noch klimarelevanter als CO2.
* Dazu erhalten Sie von mir demnächst noch einen Auszug aus einer Grazer-Umwelt-Website.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich die nötige Zeit nehmen würden, um meine Darlegungen eingehend zu studieren, um daraus die nötigen Massnahmen ableiten zu können, um jene gesetzlichen Vorschriften innert nützlicher Frist zu erlassen, welche einem effektiven Umweltschutz bezüglich Holzfeuerungen gerecht werden. Menschen (ausgenommen die materiellen Profiteure), Tiere, Pflanzen und unsere Lebensplanet werden es Ihnen danken.
Wie Sie mir mitteilten, ist es Aufgabe des BUWAL, die Fakten im Rahmen einer nationalen Gesamtsicht zu werten und eine angemessene Strategie zu formulieren (strengere Grenzwerte Holzfeuerungen, strengere Kontrollen Holzfeuerungen, Typenprüfung Holzfeuerungen, Grenzwerte für PM10 usw.)
Ich bitte Sie, alles daran zu setzen, dass die gesetzlichen Verordnungen für die vorgenannten Punkte 1 bis 5, sowie für die in Ihrer Strategie ins Visier genommenen strengeren Grenzwerte, Typenprüfungen etc., raschmöglichst erlassen werden.
Dürfte ich Sie in diesem Zusammenhang bitten mir mitzuteilen, bis wann die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften durch den Bund erlassen werden?
Mit grossem Interesse sehe ich Ihrer geschätzten Nachricht entgegen.
Mit freundlichen Grüssen
Beatrice Macho (E-Mail: auf Wunsch der Absenderin am 14.12.04 entfernt)

 

Samstag, 6. Dezember 2003

Hallo Frau Macho
Sehr gut gemacht! Kompliment!
Ein schönes Wochenende und weiterhin viel Energie bei Ihrer Arbeit wünscht Ihnen
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

 

Sonntag, 7. Dezember 2003

Liebe Frau Macho
Vielen Dank für Ihre Nachricht und die Word-Datei.
Ihre Vorgehensweise gefällt mir sehr. Darin liegt Überzeugung und Power. Vor allem der Anfang Ihrer E-Mail an das BUWAL ist super (die Vorgehensweise erinnert an meinen Stil...)
Die Argumentation betr. Punkt 1 ist hervorragend und deckt sich mit meiner.
Das Problem bei der holzverarbeitenden Industrie ist leider heutzutage, dass auch die grossen, automatisch betriebenen Holzverbrennungsanlagen massive Schadstoffschleudern sind (Beispiel Möbelfabrik PERFORM in Rothenthurm, Möbelfabrik Zehnder in Einsiedeln usw. Der Qualm zieht über Rothenthurm resp. Einsiedeln und ist deutlich wahrzunehmen. Das sind - wohlgemerkt - "neue", "moderne" Anlagen!)
Ihre Argumentation betr. Punkt 2 ("Land Salzburg") ist ebenfalls sehr gut mit Einbezug der Intensiv-Landwirtschaft etc. Fakten verbunden mit einem positiv-kämpferischen Ton. "Wenn man die gravierenden Umwelt- und Gesundheits-Belastungen durch Holzfeuerungen Ihren Behauptungen 'Holzverbrennung = Umweltschutz und = CO2-neutral' gegenüberstellt, dann haben Ihre Argumente bei neutraler und objektiver Beurteilung nach heutigem Wissensstand überhaupt keine Berechtigung mehr." - Sehr gut!
Zu Punkt 3: Hier wird das BUWAL argumentieren, dass es am Gesetzgeber (Politik!) liege, die entsprechenden Vorschriften zu erlassen. Als Test kann man es so bringen. Nur bei der Öffentlichkeitsarbeit müssen Sie sich ausschliesslich auf Hieb- und Stichfestes beschränken. Nichts Vages schreiben - sonst setzen die Gegner dort sofort an!
Bei 3.1. wird dann vermutlich gesagt, dass heute die "modernsten, dem technischen Stand entsprechenden Anlagen" bereits eingesetzt würden. Was wollen Sie antworten?
Bei 3.2. müsste dies durch behördliche Organe geschehen, damit die Unabhängigkeit (einigermassen) gewährleistet ist. Mittels chemischen Analysen lässt sich unsachgemässe Verbrennung/illegale Abfallverbrennung nachweisen > Bussen-Einnahmequelle!
3.3. Vgl. obligatorische Prüfung für landw. Fahrzeuge oder Sehtest. Oder ein technisch wirklich moderner, "narrensicherer" Ofen, bei dem der Betreiber "nichts falsch machen kann"? (z.B. mit Schadstoffkatalysator und anderen Technologien, Messung der Abgase ähnlich einem Fahrtenschreiber > Auswertung des Betriebs! Dies als unkonventionelle Diskussionsvorschläge.)
3.4. Als Übergangslösung? Alternative: eine narrensichere Technik/Kontrolle vor Ort. Ist die Verbrennung SAUBER, ist Nebel etc. kein Problem.
3.5. Ist die WICHTIGSTE SOFORTMASSNAHME. Denn eine Tolerierung führt genau zu den Auswüchsen, wie wir sie heute täglich überall in der Schweiz antreffen!! Es sind gerade die Dümmsten und Skrupellosesten, die ihr Unwesen treiben, getreu dem Motto: "Es ist ja nicht verboten." vgl. Schweinemäster > grausame Ferkelkastration; Landwirte > Abfälle aus Garten, Landwirtschaft und Forst unter grossem Gestank verbrennen!
Bin gespannt, was Ihnen das BUWAL schreibt. Ich würde die Präsentation zusätzlich auch den Parlamentariern (National- und Ständeräten) mailen, denn die machen ja die Gesetze.
Vorsicht vor einem Trick: "Neue Vorschriften" im Umweltschutz und Tierschutz sind in der Praxis praktisch immer MINIMALVORSCHRIFTEN. Sich nicht täuschen bzw. beschwichtigen lassen, sondern die FAKTEN beurteilen!
Weiter so!
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

PS: Roger De Weck ist intelligent, aber soviel ich weiss Raucher. Wer nicht die entsprechende (Umwelt-)Sensibilität hat, von dem darf in der Praxis nicht allzu viel erwartet werden. Leider.


 

Brief zur "Petition Kein Feuerwerk in Wohnquartieren"

Freitag, 5. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Beeler
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! In der Beilage schicke ich Ihnen als pdf das Petitionsformular und in einem zweiten Mail, auch als pdf, einen zur Petition gehörenden Brief.
Falls es mir in nächster Zeit gelingt, einen Artikel voller Fakten über Feuerwerk zusammenzustellen, würde ich mich damit wieder bei Ihnen melden. Es ist bei mir halt leider immer eine Frage der Gesundheit und Kraft.
Die sehr interessanten Unterlagen von Frau Macho habe ich erhalten und werde sie gern unterstützen; Holzfeuerungen sind ja auch gerade für MCS-Betroffene und Asthmatiker ein enormes Problem - die meisten, die ich kenne (und ich auch) leiden sehr darunter.
Mit freundlichen Grüssen
Susanne von Dach (E-Mail: susanne.von_dach@bluewin.ch)

 

Samstag, 6. Dezember 2003

Sehr geehrte Frau von Dach
Vielen Dank für die gute Post!
Im Moment bin ich mit diversen Arbeiten im Rückstand. Bei nächster Gelegenheit werde ich Ihr PDF-Petitionsformular auf der Mythen-Post Homepage aufschalten. Das Material ist sehr gut und ich kann es auch für die gedruckte (nächste) Ausgabe anfangs 2004 verwenden. Selbstverständlich für Sie kostenlos. Ich bin für Ihre Arbeit sehr dankbar.
Gehen Sie mit Ihren Kräften haushälterisch um und machen Sie nur das, was möglich ist und gut geht. Selbst ein guter Bergsteiger muss seine Kräfte einteilen. Der Kampf für eine bessere, gesündere Umwelt ist ein Marathon.
Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

 

Freitag, 5. Dezember 2003

Könnten Sie mir kurz mailen, ob die beiden pdf-Dateien gut bei Ihnen angekommen sind? Ich finde das kleine Umwandlungsprogramm für Word-Dateien in pdf-Dateien zwar sehr praktisch, bin aber noch nicht so geübt damit...
Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Mit freundlichen Grüssen
Susanne von Dach (E-Mail: susanne.von_dach@bluewin.ch)

 

Samstag, 6. Dezember 2003

Sehr geehrte Frau von Dach
Ihre beiden PDFs liessen sich problemlos öffnen. Der Acrobat Distiller ist eine äusserst nützliche Software. Aber: Mit Word (bekanntlich kein Adobe-Programm) kann es Probleme geben (die Umwandlung der Aerzte-Info betr. MCS vom 26.5.? aus Word in ein PDF-Dokument z.B. funktionierte vermutlich wegen den verwendeten Logos und Schriften - bei mir - nicht einwandfrei. Woran's aber genau liegt, weiss ich nicht und konnte mir bis heute auch niemand sagen. Die Frage wäre zu klären, wo es mehr Gewissheit gibt: Bei Computern oder in der Medizin...?)
Eine gute Zeit wünscht Ihnen
mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler


 

Aktuelles im "Fall Bossert"/KMFs

Freitag, 5. Dezember 2003

Guten Tag Herr Beeler,
vielen Dank - ich bin wieder aus Asien zurück - ich werde mich in den nächsten Tagen in die Materie vertiefen.
Beste Grüsse
Bernhard Bosshart (E-Mail: bosshartbernie@bluewin.ch)


 

Nächster "Zyschtigsclub"

Freitag, 5. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Heiniger
Es ist anzunehmen, dass der nächste "Zyschtigsclub" von der Zürcher Familie handeln wird, die wegen einer drohenden Zwangsräumung ("10 vor 10" berichtete am 5.12.03 darüber) in den Selbstmord getrieben wurde.
Ich könnte bei diesem Thema mitreden, da ich mich seit Monaten in einer ähnlichen, sich zuspitzenden Situation befinde. Falls Sie mich einladen wollen, erwarte ich gerne Ihre E-Mail.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

PS: http://www.mythen-post.ch/

 

Freitag, 5. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Beeler
Besten Dank für Ihren Vorschlag. Der nächste Club befasst sich am Vorabend der Bundesratswahl mit eben dieser Wahl.
Mit freundlichen Grüssen
Ueli Heiniger (E-Mail: Ueli.Heiniger@sfdrs.ch)

[Anmerkung der Mythen-Post: Wäre vermutlich auch "heiss", Beeler im "Zyschtigsclub" zu bringen. Ueli Heiniger: "Uuuuuuuuuuuhhhhh..."]


 

Datum nicht bekannt

Sehr geehrte Frau Macho
Mit grossem Interesse habe ich Ihre Unterlagen überflogen. Zu mehr hat meine Zeit leider nicht gereicht, da ich im Moment mit dem Start der Petition "Kein Feuerwerk in Wohnquartieren" beschäftigt bin.
Es freut mich sehr, dass sich endlich einmal jemand mit diesem Thema beschäftigt und Sie haben eine erstaunliche Fülle an Fakten zusammengetragen! Ich werde Sie gern unterstützen; Holzfeuerungen sind ja auch gerade für MCS-Betroffene und Asthmatiker - und das immer mehr - ein enormes Problem!
Ich muss Sie allerdings um ein paar Tage Geduld bitten, damit ich Zeit habe, nächste Woche Ihre Unterlagen einmal gründlich durchzulesen. Ich würde Sie gern Ende nächster Woche/spätestens Anfang übernächster Woche einmal anrufen, damit wir darüber sprechen können, wie ich Sie am besten unterstützen könnte (ich finde, das geht leichter, als hin- und herzumailen).
Mit freundlichen Grüssen
Susanne von Dach (E-Mail: susanne.von_dach@bluewin.ch)

 

Freitag, 5. Dezember 2003

Liebe Frau von Dach
Herzlichen Dank für Ihr Feedback bezüglich meiner Präsentation. Ich war selber erstaunt, was sich bei meiner Recherche für ein Faktum bezüglich Schadstoffbelastungen aus Holzfeuerungen ergeben hat. Mein Mann und ich erkrankten ja durch eine solche "Emissionsschleuder" ganz in unserer Nähe.
Mich hat es stärker betroffen und ich leide heute noch an den Folgen daran. Meine Symptome passen ganz in das Krankheitsbild COPD.
Mein Mann und ich haben "nie" geraucht und sind seit weit über einem Jahrzehnt Vegetarier und leben sehr gesundheits- und naturbewusst. Wir hatten bis zum Zeitpunkt dieser extremen Schadgasbelastung nie Probleme mit chronischem Husten, aber durch eine längere Inversionslage (mit entsprechender sehr hoher Schadgasbelastung) vor ziemlich genau einem Jahr, haben bei uns (insbesondere bei mir) diese Probleme begonnen. Zur Zeit ist es auch wieder schlimmer geworden durch die Nebellagen. Wir waren mehrere Monate derart belastet, dass wir oft kaum lüften konnten, in der Nacht Fenster geschlossen halten mussten, und Zeitfenster zum Lüften abwarten mussten, in denen die Luft einigermassen akzeptabel war. Und dies alles wegen eines uralten Ofens, der neben einer Ölheizung unsachgemäss betrieben wurde und in dem alles Mögliche (Tag und Nacht!) verbrannt wurde. In der Nacht hat es oft sehr penetrant gestunken, was wir heute (nebst der unsachgemässen Verfeuerung) als klare Abfallverbrennung einordnen.
Dies die Kurzform meiner Geschichte, welche dann der Auslöser zu meiner Recherche wurde, ich wollte wirklich wissen, mit welchen Schadstoffen wir belastet waren. Es hat mich einerseits sehr erschreckt, was da in die Luft abgeht, und andererseits, dass das Wissen um die hohe Gesundheits- und Umweltbelastung durch Holzfeuerungen bei den Behörden ja längst schon existent ist. Dass diese Instanzen solche Umwelt- und Gesundheitsbelastungen wissentlich über Jahre hinweg zulassen und tolerieren ist unglaublich.
Bei uns haben zudem ganz ungünstige Faktoren die Belastung noch massiv erhöht (Kamin nicht den Vorschriften entsprechend, viel zu tief unter Dachfirst, viel zu grosser Kaminquerschnitt, was den Rauch rasch erkalten lässt, sodass er hinunterfällt und nicht zügig in die Höhe aufsteigt, Kamin mit Regendach versehen, so dass zusätzlich der Rauch horizontal weggedrückt wurde, vorherrschende Ostwindlagen, wir liegen direkt ca. 15 m im Westen, und topographische Faktoren usw.) Was wir dann mit den Behörden erlebten, ist sozusagen "haarsträubend". Ich musste z.B. unsere Gesundheitsbehörde mit Dateien (PDFs und anderen z.B. vom BUWAL) eindecken, damit diese überhaupt einmal verstanden, um was es geht und wie sie handeln müssten. [Anmerkung der Mythen-Post: Genauso funktioniert es in der Praxis!]
Dies alles hat sehr viel Nerven und Zeit gekostet, währenddessen wir ständig enorm belastet waren. Mit dem AWEL erlebten wir auch einen rechten Frust, dieses Amt hat, nebst Unkorrektheiten in Aussagen im Schriftverkehr, unsere Gesundheitsbelastung überhaupt negiert.
Es ist eine Faktum, dass ein kleiner Prozentsatz der Holzfeuerungen die Umwelt enorm belastet (über 30 % der winterlichen CO [Kohlenmonoxid] und PM10-Belastungen durch Holzfeuerungen!). Das BUWAL schützt aber diese "Schadstoffschleudern" u.a. mit der Argumentation von prozentual wenigen Holzfeuerungen, sowie mit den Worten "Umweltschutz" und "CO2-Bilanz", und lässt diese bis dato voll ihre Schadstofflasten in die Atmosphäre speien. Das ist eine gewaltige Diskrepanz, werden doch die - heute bezüglich Luftschadstoffen nicht mehr problematischen - Ölheizungen schon seit 1975 periodisch kontrolliert. Diese Kontrollen sind sehr streng (was auch richtig ist!), aber Holzfeuerungen dürfen paradoxerweise die Umwelt enorm verschmutzen und Menschen krank machen!
Bezüglich den schizophrenen 1. August Knallereien und Belastungen habe ich auch schon mein Statement gegenüber der Behörde abgegeben. Mein Mann und ich verabscheuen diese Sinnlosigkeit, welche auch zum Jahreswechsel stattfindet. Diese Luftschadstoffbelastungen sind ein voller Unsinn. Dazu kommt das Erschrecken von Tieren. Ich hatte ein Büsi, dass sich immer sehr fürchtete. Und dies alles im Namen und zum Profit einer milliardenstarken Lobby. Jedes Jahr ärgere ich mich erneut darüber. Dieses Jahr habe ich sehr gehofft, dass dieser Schwachsinn wegen der Trockenheit nicht stattfindet, leider war dann aber die Wettersituation nicht auf meiner Seite. In unserer Scheindemokratie haben leider die Lobbys und ihre Diener (Behörden) das Sagen und Bestimmen, nur haben das noch viele Menschen nicht gemerkt. Es geht doch primär um die Pfründe der Wirtschaftslobby und nicht um Umweltschutz oder Gesundheit.
Ich freue mich auf Ihren Anruf und grüsse Sie herzlich.
Beatrice Macho (E-Mail: auf Wunsch der Absenderin am 14.12.04 entfernt)

PS: Sehr gerne unterstützen wir auch Ihr Engagement und Ihre Petition.


 

Schadstoffemittierung aus Holzheizungen

Sonntag, 7. Dezember 2003

Lieber Herr Beeler
Vielen Dank für Ihre beiden letzten Mails und Ihre Bemühungen bezüglich der Mail-Adr. von Herrn de Weck. Auch ich startete eine Internet-Suche und konnte diese auch nicht ausfindig machen. Mir kam dann in den Sinn, den Tagi anzufragen, die Redaktion kennt mich ja als seriöse Leserbriefschreiberin, und ich habe auch sehr prompt die Adresse bekommen. Roger de Weck (E-Mail: rogerdeweck@aol.com).
Ich habe ihm die Präsentation jedoch noch nicht gesandt, da ich noch weitere Reaktionen des BUWAL abwarten möchte, und dann auch noch eine Zusammenfassung dieser Reaktionen an Herrn de Weck mitsenden möchte.
Untenstehend noch eine sehr nette Reaktion des Amtes Appenzell Ausserrhoden zu Ihrer Information, sowie angehängt eine Word- Datei, Auszug aus Grazer-Umweltsite, bezüglich Schadstoffemittierung bei unvollständiger Holzverbrennung. Sehr interessant, was da "wissenschaftlich belegt" rein nur durch Holz (als Naturstoff hochgejubelt! ) ausgestossen werden kann. Vielleicht können Sie gewisse Aussagen auch verwenden. Falls Sie die Word-Datei nicht öffnen können, kopiere ich sie Ihnen gerne in ein Mail.
Viele Grüsse
Beatrice Macho (E-Mail: auf Wunsch der Absenderin am 14.12.04 entfernt)

 

Sehr geehrte Frau Macho
Wir teilen Ihre Sorgen um eine gute Atemluft und finden ihre Dia-Schau sehr interessant. Wir danken Ihnen auch für die Möglichkeit Ihre Vorlage zu nutzen.
Das Amt für Umweltschutz des Kantons widmet sich dem Problem der Emissionen von Holzfeuerungen schon seit vielen Jahren. In Verbindung mit der Kampagne "Saubere Holzverbrennung - Rauchzeichen beachten" wurden im Kanton Appenzell A. Rh. seit Herbst 1996 erstmals auch kleine Holzfeuerungen kontrolliert. Flächenhafte Untersuchungen im Jahre 2000 haben erschreckende Missstände aufgedeckt. Diesen wird jetzt mit systematischen Kontrollen begegnet.
(...)
Mit freundlichen Grüssen
Fritz Zürcher (E-Mail: fritz.zuercher@afu.ar.ch)

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Fritz Zürcher
Amt für Umweltschutz
9102 Herisau
Tel 071-353 65 37
Fax 071- 352 28 10


 

Glasfaser / Steinwolle (Bericht eines KMF-Opfers)

Sonntag, 7. Dezember 2003

Hallo Urs Beeler
Manchmal geht es mir gesundheitlich so schlecht, dass ich kaum schreiben kann. Ich bin auch Mitglied der (xy) und war an der letztjährigen GV. Da musste ich aber feststellen, das man für dieses Problem [Glaswolle] gar nicht bereit ist, denn das Geschäft ist zu gross, dass niemand das goldenen Kalb schlachten will. Lieber ein paar Kranke und Tote!
Sollten Sie Interesse an einem Treffen haben, so kann ich nach Schwyz kommen!
Andreas Jegen (E-Mail: ajegen@bluewin.ch)

 

Montag, 8. Dezember 2003

Hallo Herr Jegen
Vielen Dank für Ihr Mail. Werfen Sie sich nicht in den Kampf, sondern schonen Sie sich und achten Sie auf Ihre Gesundheit.
Eine gute Woche wünscht Ihnen
mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler


 

Was raten? Antwort von Herrn Jansen

Dienstag, 9. Dezember 2003

Lieber Herr Beeler
Ich bedanke mich für Ihre Antwort und die wertvollen Hinweise.
Anschliessend angehängt die Antwort von Herrn Jansen. Vielleicht könnten Sie mir, als Journalist mit langjähriger Erfahrung, gute Tipps geben, wie ich darauf reagieren könnte. Ich wäre sehr dankbar dafür.
Zu Roger de Weck: Danke für den Hinweis, wenn die Sachlage so ist, kann man von einem Raucher ja wohl kaum Sensibilität für eine solche Problematik erwarten.
Es grüsst Sie freundlich aus dem heute nebligen Elgg
Beatrice Macho

Ulrich Jansen schrieb:
Sehr geehrte Frau Macho
Ich möchte keinen langen E-Mail-Disput mit Ihnen führen, weil die politische Realität ohnehin keine 180-Grad Kehrtwendung bei der Förderung der Holzenergie zulassen würde. In der schweizerischen Energiepolitik wird der Brennstoff Holz sehr stark gefördert.
Bitte verstehen Sie meine Aussage nicht falsch: Ich sage damit nicht, dass uns die Luftreinhaltung gleich wäre oder dass Ihre Aussagen falsch wären. Wir könnten uns jetzt stundenlang über die Gewichtung der einzelnen Argumente im Bezug auf unser Umwelt-, Wald-, Energie- Gesundheits- und Wirtschaftspolitik auseinandersetzen. Dies würde aber die Situation nicht ändern.
Wir in unserer Abteilung versuchen lediglich mit technischen Vorschriften den "Lufthygienischen Schaden Holzverbrennung" möglichst zu begrenzen. Ob uns das gelingt, wird die Zukunft zeigen (zum Glück beträgt der Anteil am Gesamtenergieverbrauch nur 2,5% und mehr als verdoppeln lässt er sich kaum. Es gilt also, die Relationen zu wahren.)
Freundliche Grüsse
Ueli Jansen (E-Mail: ulrich.jansen@buwal.admin.ch)
BUWAL
Luftreinhaltung
CH-3003 Bern
Tel. 031 322 93 79

-------------------------------------------------------------------------------

Ich habe Herrn Jansen zu folgender Aussage noch die Frage gestellt:
"(zum Glück beträgt der Anteil am Gesamtenergieverbrauch nur 2,5% und mehr als verdoppeln lässt er sich kaum. Es gilt also, die Relationen zu wahren)"
Frage Macho: Sind in diesem prozentualen Anteil auch die vielen, bisher unkontrollierten Holzfeuerungen integriert (verschiedene Typen kleinere Öfen, offene Kamine Kaminanlagen etc.), die ja zu den hohen Schadstoffemittenten zählen.?

 

Mittwoch, 10. Dezember 2003

Liebe Frau Macho
Vorbemerkung zu Ihren beiden Mails (die hier nicht veröffentlicht werden): Ich mache das Forum nicht "zum Vergnügen" (der Zeitaufwand ist hoch!), sondern dass die Öffentlichkeit davon profitieren kann. Selbstverständlich streiche ich Passagen diskreter Natur. Ich will niemandem schaden. Im Gegenteil!
Es geht auch darum, Gleichgesinnte anzusprechen. Das ist nicht möglich unter dem Deckmantel der Anonymität. Und es hat keinen Sinn, lange Korrespondenzen zu führen und Zeit zu investieren ohne jeglichen praktischen Nutzen. Die Goethe-Korrespondenz kann man nach 200 Jahren auch nachlesen, ohne, dass sich jemand daran stört.
Wenn Gedanken nicht korrekt formuliert sind, persönliche Details in den Mails drinstecken oder irgend etwas gesagt wurde, das schaden könnte, nehme ich selbstverständlich Rücksicht, lasse den ganzen Text oder Passagen davon weg.
Was Sie schreiben, finde ich jedoch sehr gut und ist quasi "druckfertig"! Und die Öffentlichkeit kann daraus lernen!
Im Endeffekt geht es darum: Etwas Positives zu bewegen! Dies kann man nur, indem man mutig an die Öffentlichkeit gelangt!
Wenn Textstellen korrigiert werden müssen, ändere ich die selbstverständlich. Keine Frage. Womit ich jedoch Mühe habe, sind irrationale, unbegründete Ängste. Es ist wichtig, dass die Leute aus der Korrespondenz z.B. erfahren, wie Behörden argumentieren. Mir geht es um Transparenz: "Lest, was sich abspielt, schwarz auf weiss!"

Nun zu meiner ursprünglichen Nachricht:
Vielen Dank für Ihre Mail. Mit Ihrer Präsentation und Ihrem Engagement leisten Sie das Beste. Wirklich etwas bewegt wird nur von Menschen, die selber betroffen sind. Sie haben sich mit der Materie eingehend auseinandergesetzt und sind aktiv geworden. Ein guter Background ist das A und O. Wie nun aber die Botschaft an den Mann bringen?
Behörden sind in der Praxis (meist) träge. Ohne entsprechende gesetzliche Grundlagen läuft gar nichts. Ich kenne das aus jahrelanger Erfahrung.
Die Medien sind heutzutage von der Wirtschaft (Werbekunden) "gekauft". Alles, was nicht direkt oder indirekt Geld bringt, kommt nicht (gut) an. Nahezu alles, was eine Einnahmen-Minderung bedeuten könnte, wird abgelehnt.
Die Mehrheit der heutigen Menschen ( die "Öffentlichkeit") sind gleichgültig. Wenn sie nicht selber betroffen sind, ist ihnen alles egal.
Praktisch jeder, der sich für positive Dinge einzusetzen versucht, wird "abzuschiessen" versucht. Ich kenne das aus den jahrelangen Boykotten gegen mich.
Wie mit dieser Realität umgehen? Sie sind verheiratet und - so nehme ich an - haben dadurch eine emotionale Stütze. Die ist viel wert. Ihr Job (Aufklärungsarbeit betr. dem Schadstoffausstoss von Holzfeuerungen) erfordert sehr viel Kraft. Aber wenn Sie dazu berufen sind, werden Sie es durchstehen. Mit Überzeugung! Und zwar jahrelang!
Verbesserungen gehen nur sehr, sehr langsam vor sich. "Man kann ja doch nichts machen", sagen die meisten Leute. Stimmt eben nicht! Wenig geschieht nur, weil es Leute gibt, die diesen billigen Spruch von sich geben.
Erwin Kessler hat im Nutztierschutz in der Schweiz in den vergangenen 14 Jahren einiges bewegen können. Aber auch nicht den "entscheidenden Erfolg" (Massentierelend z.B. in der Schweizer Schweinehaltung gibt es nach wie vor), trotz weit grösserem Budget, als es mir zur Verfügung steht. Ich leistete in den vergangenen Jahren im Umweltschutz und in anderen Bereichen meinen Beitrag. Es braucht Leute wie wir, sonst geschähe noch weniger.
Kessler kennt sich im Tierschutz hervorragend aus. Das Wissen betr. tierfreundlichen Haltungsbedingungen ist da, die Realität sieht dennoch - wie erwähnt - anders aus. Was macht Kessler: er versucht, aus seiner Sicht den bestmöglichen Weg zu gehen. Es gibt keinen Königsweg. Und: Hinterher ist man immer klüger!
Wie Sie betr. Holzfeuerungen habe ich vor Jahren die gesundheitsschädigende Wirkungen von Glas- und Steinwolle (Isolationsmaterialien) "entdeckt". Und habe mich wie Sie eingehend mit der Thematik beschäftigt. Immer mehr Wissen ist im Laufe der Zeit dazu gekommen.
Realität: Auf der einen Seite spricht der Bund von "Umweltschutz" und "Reduktion von Feinstäuben" - parallel dazu werden Bundesgebäude u.v.a. mit partikel-absondernden KMFs (Sondermüll!) "wärmesaniert". Schizophren!
Den analogen Widerspruch zeigen Sie betr. Holzfeuerungen auf!

Ich weiss seit vielen Jahren, dass Holzfeuerungen Schadstoffschleudern sind. Als ich 1995 kritisch zum diesem Thema in der Mythen-Post berichtete, versuchten Holzfeuerungshersteller auf mich bzw. Kunden Druck auszuüben. Als ich im Dezember 1997 zum "grossen Schlag" ausholte, wurde von der Schwyzer Holzlobby der Boykott gegen die Mythen-Post erklärt. So läuft es immer! Und Sie stehen allein da, ohne, dass Ihnen jemand hilft. Andere Kunden sind verunsichert, Abonnenten etc. Deshalb müssen Sie keinesfalls erstaunt sein, falls die meisten Zeitungen eine Berichterstattung betr. Holzheizungen ablehnen werden.

Im Endeffekt geht es nicht um Fakten, sondern ums Geld. Aber Geld ist immer auch eine Charakterfrage!
Probieren Sie einmal Lungenärzte für eine Kampagne gegen Holzfeuerungen zu mobilisieren. Dann werden Sie das wahre Gesicht der heutigen Medizin kennen lernen. Es geht nicht um Prophylaxe, vielmehr darum, Lungenkranke mit Medikamenten zu behandeln! Man wolle sich als Arzt nicht exponieren. Holzfeuerungen seien ja nur im Winter ein Problem etc.
Oder ersuchen Sie einmal, Dermatologen für eine Kampagne gegen unnötig parfümierte (aber allergieauslösende) Wasch-. Putz- und Reinigungsmittel zu mobilisieren. Es geht nicht um die Verhütung unnötiger Allergien, sondern um die Verschreibung von Medikamenten und Arztkonsultationen!
So funktioniert das heutige System.
Die Behörden sind in der Praxis dazu da, diesen ganzen Unsinn noch gegen aussen abzusichern mit dem offiziellen Schein der Legalität.
Behörden nützen (wenn sie korrekt funktionieren) dann etwas, wenn positive und klare gesetzliche Grundlagen vorhanden sind, z.B. Verbot für Grünabfallverbrennung > Umweltschutzpolizei. > Bussgeld.
Mit dem Bundesamt für Veterninärwesen über Schweinehaltung zu diskutieren, bringt in der Praxis (für die Tiere) wenig bis gar nichts. Mit dem Bundesamt für Gesundheit über gesundheitsschädigende Isolationsprodukte, allergieauslösende Waschmittel etc. zu diskutieren, bringt (für die Konsumenten) unter dem Strich wenig bis gar nichts. Aber es ist gut, all diese (negativen) Erfahrungen zu machen, dann weiss man aus eigener Erfahrung, wie das System läuft.

Was will ich mit diesem gedanklichen Exkurs sagen? Lange Diskussionen mit Behörden zu führen, bringt wenig. Besser das, was von den Behörden gesagt wurde, journalistisch zu verwerten versuchen und Widersprüche aufzeigen. Ihr Vorteil: Sie kämpfen für saubere Luft und damit fürs Richtige!
Falls ich Ihnen noch einen wichtigen Tipp geben kann: Kräfte einteilen und sich auf einen jahrelangen Kampf einstellen. Die Fakten haben Sie ja auf Ihrer Seite. Versuchen (was äusserst schwierig ist), Medien für Ihre Sache zu gewinnen. Internet-Präsenz.
Mit Ihrer Arbeit bekannt werden! Wenn Sie mit einem Schwyzer Schweinemäster einen Assoziationstest machen würden, käme beim Stichwort "Tierschutz" sofort der Begriff "Kessler". Beim Wort Grünabfallverbrennung > sinnlose Luftverschmutzung > "Beeler". Wenn Sie Ihre Arbeit in Ihrem positiven Stil weiter machen, wird die Assoziation beim Stichwort "Holzheizung" > "Schadstoffspeier" > "Macho" sein.
Zeit und Geduld sind entscheidend: Wenn die Fakten betr. Glas- und Steinwolle in allen Köpfen wirklich präsent wären, müssten Isover, Flumroc und Sager in kürzester Zeit dicht machen. Wenn sich die Konsumenten über die tatsächliche Tragödie der Schweizer Schweinehaltung bewusst wären, würde kein Schweinefleisch mehr gegessen. Wären die Leute im echten Sinne "umweltbewusst", gäbe es praktisch keine Holzfeuerungen mehr!
Aber weil dies und vieles andere noch nicht der Fall ist, heisst es fürs Positive kämpfen. Sich nicht zermürben lassen, sondern gerade seinen Weg gehen!
Mit Ihren Argumenten, Ihrem Stil und Ihrem Engagement können Sie der Schweizer Holzenergie-Lobby noch viele nachdenkliche Jahre bescheren. Ich wünsche Ihnen bei dieser Aufgabe das Allerbeste!
Mit herzlichen Grüssen
Urs Beeler

Glasfaserproblem im Burgund

Mittwoch, 10. Dezember 2003

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr
Wir haben uns ein Haus im Burgund gekauft, in welchem Glasfaser verwendet wurde.
Wir bauen gerade den Dachstuhl aus und wissen nicht, wen wir in bezug auf unser Vorgehen hier in Frankreich kontaktieren können.
Die Handwerker hier sehen gar keine Gefahren und wir sind keine Spezialisten.
Unsere Frage: Sollen wir die Glaswolle abdecken oder entfernen? Und wer kann uns in Frankreich fachmännisch beraten (wir sind etwa 100 km nördlich und 150 km westlich von Genf)?
Ebenso haben wir Fragen in bezug auf Styropor.
Mit freundlichen Grüssen
Herbert Koch (E-Mail: herbert.koch@wanadoo.fr)
Tavaseau
F-71250 Flagy
Tel. 0033 3 85 59 92 59

 

Mittwoch, 10. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Koch
An Ihrer Stelle würde ich sämtliches Glasfaser-Material (vermutlich Isover) fachmännisch entfernen/entsorgen lassen. Anschliessend muss der komplette Dachstuhl mit einem geeigneten HEPA-Filterstaubsauger gereinigt werden. (Bei starker KMF-Belastung zusätzlich ein HEPA-Luftreinigungsgerät einsetzen!). Unbedingt Mundschutz, Augenschutz, Handschuhe, Overall, Stiefel tragen (vgl. Schutzkleidung für KMF-Sanierung).
Praktische Erfahrung (als Betroffene) mit einer Glaswolle-Sanierung in Frankreich hat:
Frau Minea Alvsten
Rue du Can
F - 30730 St. Bauzély
France
Tel. 0033 466817839
Richten Sie ihr einen netten Gruss von mir aus.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

PS: Bei einer allfälligen Gesundheitsschädigung eine saftige Strafklage gegen die Firma St. G. I. (Frankreich), welche diesen Glaswolle-Isolations-Sondermüll seit Jahrzehnten produziert. (In den USA hat es bereits erfolgreiche Schadenersatzklagen gegeben.)
Wenn Sie Ihr Haus baubiologisch renovieren möchten (das einzig Sinnvolle!), empfehle ich Ihnen Herrn Thomas Bühler von der HAGA AG, Rupperswil, siehe http://www.haganatur.ch/, E-Mail: info@haganatur.ch
Eine Alternative zu KMFs sind Holzfaserdämmplatten.
Noch zu Ihrer Frage betr. Styropor: Polystyrol gast aus und im Brandfall entstehen giftige Dämpfe! Siehe auch Dipl.-Ing. Paul Bossert: "Polystyrol ist für die Hausisolation nicht geeignet" unter http://www.mythen-post.ch/datei_mp_12_02/polystyrol_mp_12_02.htm

 

Donnerstag, 11. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Beeler
Vielen dank für Ihre Nachricht.
Gibt es auch Probleme bezüglich Styropor?
Mit freundlichen Grüssen
Herbert Koch (E-Mail: herbert.koch@wanadoo.fr)

 

Sonntag, 14. Dezember 2003

Sehr geehrter Herr Koch
Styropor ist KEINE vernünftige Alternative! Die Problematik (Umweltbelastung etc.) wurde bereits im vergangenen Mail erwähnt. Mehr Details erfahren Sie auf der Mythen-Post Homepage und von den im Forum Auskunft gebenden Fachleuten (Dipl.-Ing. und Architekt Konrad Fischer, Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann u.a.).
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

 

Forum Dezember 2003 (Teil 2)
Forum Dezember 2003 (Teil 3)
Forum Dezember 2003 (Teil 4)


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