item6a

STARTSEITE | INHALT | INSERENTEN | KONTAKT | BLOG

item2a item4a klundgrmythenlogo
schriftzugmythenpost

Der entscheidende Unterschied ist nur der HEPA-Filter - auch baugleiche kostengünstigere Miele-Modelle lassen sich damit ausrüsten
Kennen Sie den HEPA-Medicair-Trick von Miele?

item2

Saugleistung, Bedienung und Zubehör des S 548 überzeugen. Vom Design wird der Miele zurecht als "schönster Staubsauger" gelobt. Sehr gut ist auch die Dokumentation.

Qualitätsbewusste Kunden wollen das Beste. Unabhängig wurden drei Elektro-Fachgeschäfte der Region gefragt, welches "derzeit der beste Kompakt-Staubsauger auf dem Markt" sei. Die einhellige Antwort lautete: "Der Miele S 548!" Unterstrichen wurde diese Aussage durch Prospektmaterial und Tests aus Konsumentenschutz-Zeitschriften.

Was ist speziell am Miele 548?
Dieses Modell verfügt über einen Spezialfilter, S-Klass- oder HEPA-Filter genannt. Das Gerät sei besonders für Hausstaub-Allergiker entwickelt worden. Und tatsächlich lässt die Firma Miele für diesen Staubsauger extra ein kleines Broschürchen drucken, das sich mit dem Thema "Pollen- und Hausstaub-Allergie" bzw. dem Miele S 548 Medicair auseinandersetzt.
"Wer also Wert auf hygienische Sauberkeit legt, kommt nicht um den Miele 548 herum", lautet übersetzt die Werbe-Botschaft. Da es sich angeblich um einen "Spezial-Staubsauger" mit höchster Filterleistung handelt, ist auch der Listenpreis "speziell": Fr. 780.- (der Preis wird auch in Saldo, Heft Nr. 8, 2000 so angegeben). In den Fachgeschäften der Region ist der S 548 netto für rund Fr. 620.- zu haben.

Der Trick mit dem HEPA-Filter
Der Miele Spezial-Staubsauger schneidet im Vergleich mit Konkurrenzprodukten als Sieger ab, so bei der deutschen "Stiftung Warentest" sowie im Schweizer Konsumentenschutz-Magazin "Saldo".
Die Stiftung Warentest schreibt zwar, dass es sich um ein teures Gerät handle. Verschwiegen aber wird, dass man dieselbe Saug- und Filterleistung gut Fr. 200.- günstiger haben kann. Der Unterschied zwischen einem S 548 Medicair und einem normalen Miele-Staubsauger derselben Modell-Serie besteht nämlich lediglich im unterschiedlichen Filter! Rüstet man die billigsten Miele (Modelle S 512 für Fr. 398.-) mit dem HEPA-Filter aus, hat man von der Saug- und Filterleistung her im Prinzip einen Medicair, denn Motor, Gehäuse etc. sind baugleich. (Von Miele-Technikern bestätigt.)
Der Trick: Miele lockt Konsumenten, die an einer Hausstaub-Allergie leiden, an, indem suggeriert wird, nur der teure Miele S 548 Medicair könne als einziger diese hervorragende Filterleistung bieten.
Miele (Schweiz) streitet die Feststellung der Mythen-Post grundsätzlich nicht ab, sondern betont lediglich, der S 548 verfüge auch über eine Mehrausrüstung (Bodenbürste SBB 235-2 für Fr. 36.35) sowie z.B. eine LED-Anzeige für die gewählte Saugleistung. Zum einen machen diese Zusätze den Preisunterschied aber nicht wett, zum anderen haben sie - wie erwähnt - überhaupt keinen Einfluss auf die Saug- oder Filterleistung!

Im Praxistest
Sowohl "Stiftung Warentest", "Saldo" und "K-Tip" verschweigen diesen Verkaufstrick bis heute. Unerwähnt blieben im weiteren auch Schwächen des Testsiegers: Werden die 1600 Watt voll ausgeschöpft, operiert der S 548 (vorausgesetzt voller Staubbautel) an seiner thermischen Leistungsgrenze. Beim Saugen zwischen den Polstern eines Polsterstuhls kann der Motor des Miele-Staubsaugers dann sogar leicht überhitzen, so dass er automatisch abstellt. (Nach einer Weile kann man ihn wieder in Betrieb nehmen.)

item8
item5

Den Staubbeutel niemals überladen (gilt für alle Geräte!), sonst passiert das...
Ein Schwachpunkt waren die anfänglich verwendeten Staubsäcke aus Papier.

Saugen zwischen Polstern.

Beim getesteten Modell wurde nicht hundertprozentig korrekt angezeigt, wann der Staubsack bzw. Filter voll ist. Hier besteht noch Raum für Verbesserungen.
Zu beanstanden ist ferner der auffällige Neugeruch des S 548 (starke Kunststoff-Ausdünstung der schwarzen Möbelschutzleiste) gegenüber Konkurrenz-Staubsaugern.
Im weiteren ist aufgefallen, dass der Miele-Staubsauger im Neuzustand sehr ruhig läuft, später jedoch wesentlich lauter wird. (Auch ist die warme Abluft - trotz HEPA-Filter - nicht 100%ig rein bzw. geruchlos. Apropos warme Abluft: wird der Miele voll gefordert, kann man mit der Wärmeerzeugung bequem ein Zimmer beheizen...)

Trotzdem ein "Mercedes"?
Schweizer Konsumentenschutz-Organisationen und -Zeitschriften fällt solches nicht auf, offenbar weil Geräte aus Zeitgründen (oder Bequemlichkeit?) meist nicht intensiv genug getestet werden und man sich mehr oder weniger darauf beschränkt, was bereits die deutsche Stiftung Warentest geschrieben hat.

Trotz aller Kritik gibt es keinen besseren Staubsauger auf dem Markt
Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Miele Staubsauger ein durchdachtes, sauber verarbeitetes Gerät, sozusagen der Mercedes unter den Staubsaugern. Teleskopsaugrohr, grosser Aktionsradius, sichere Verbindungen, praktische Zubehör, Hygieneverschluss, Thermoschutz und viele weitere ausgefeilte Details an diesem Staubsauger überzeugen. Wenn die geschilderten Mängel noch behoben werden, verdient er tatsächlich das Prädikat (zur Zeit) "bester Staubsauger".

Fazit
Mit einem HEPA-Filter für Fr. 48.- kann jeder Miele Staubsauger der 500er Serie (von der Filterleistung her) zu einem teuren "Medicair" aufgerüstet werden.

Und bei Fragen?
Sehr gute Dokumentation zum Gerät.
Technische Fragen von Miele (Schweiz) werden unterschiedlich gut beantwortet, je nachdem, wen man als Auskunftsperson bekommt.

Wichtige Anmerkung bzw. Innovation vom November 2003:
Sehr gut sind die neuen Miele-Staubsaugersäcke. Sie lassen viel weniger Staub durch als die alten (verklebten) aus Papier, die oft rissen.
Die neuen Miele Stoff-Staubsaugersäcke sind angenehm beim Hautkontakt, was bei den alten aus Papier ebenfalls nicht der Fall war.
Wegen ihrer hervorragenden Qualität können die neuen textilen Staubsaugersäcke sogar stärker gefüllt werden als die Papier-Vorgänger.
Für diese echte Produkte-Innovation (wesentliche Verbesserung!) verdient Miele eine sehr gute Note.


Konsumentenschutz

klundgrmythenlogo