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Die Problematik von mit Glaswolle hinterlüfteten Fassaden
Isolation/Wärmedämmung: Das Mythen-Center in Ibach/SZ ist nicht ganz dicht!

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In Deutschland wurde das Hattinger Finanzamt wie im Bild das Mythen-Center in Ibach/SZ mit berüchtigter Glaswolle isoliert. Was für Auswirkungen das hat, wird im Artikel von Dipl.-Ingenieur Bernd Wagner beschrieben. Zitat: "Wie Sie schon lesen konnten, wird sich das Formaldehyd durch die nasse Aussenluft zersetzen und die nur hinter Steinplatten [beim MC Metallfassade] mit offenen Zwischenabständen befindlichen Fasern werden in die Lebensumgebung der Stadt ausfliegen."
Analog funktioniert es beim Mythen-Center und anderen mit Glaswolle isolierten Gebäuden.

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Auf dem Bild zu erkennen: Der lange Spalt an einer MC-Aussenfassade. Darunter befindet sich die berüchtigte Glaswolle-Isolation (Hersteller darf namentlich nicht genannt werden, ansonsten Busse oder Gefängnis droht). Der deutlich sichtbare Spalt belegt: das Mythen-Center ist nicht ganz dicht.

All diejenigen, die ob diesem Titel eine "Ehrverletzungsklage" oder Ähnliches erhoffen, müssen enttäuscht werden. Denn das Mythen-Center ist tatsächlich nicht ganz dicht. Es verfügt über eine sogenannte hinterlüftete Fassade, einem langen Spalt unten an der Metallfassade, wo berüchtigte KMF-Partikel an die Umgebung freigesetzt werden bzw. wie in Heft 5/01 beschrieben, giftiges Formaldehyd ausgast.

Problematik bis heute totgeschwiegen - zum Schutz der KMF-Produzenten
In der Schweiz wird diese Problematik totgeschwiegen, weil sonst das Millionengeschäft der einheimischen KMF-Industrie gefährdet wäre. Zeitschriften wie der "K-Tipp", "Facts" und der "Beobachter" verschweigen die gravierenden Nachteile von KMFs und der Bundesrat erlässt grosszügige Vorschriften, die von der Glas- und Steinwolleindustrie problemlos eingehalten werden können.
Schauen wir doch einmal, was der unabhängige Fachmann sagt.

Der deutsche Diplomingenieur Bernd Wagner schreibt:

Hallo, Herr Beeler!
Ich finde es gut, dass Sie die Forderung zum Verbot von künstlichen Mineralfasern an die Regierung richten. (siehe Heft 5/01) Ich glaube aber, dass das nur ein Anfang sein kann. Sie beziehen sich dabei auf Glaswolle. Wir haben 1992 hier in Deutschland das Verbot von Asbest gefordert. Wir haben dazu alle Bundesländer in der BRD angeschrieben und deren Arbeitskreise Umweltschutz und Arbeitsschutz. Ausserdem haben wir die mitwirkenden Sachverständigengremien des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) dazu angeschrieben. Alle bekamen eine umfangreiche Dokumentation dazu, wie sie im Brief der Selbsthilfegruppe benannt sind.
Im Jahr darauf wurde anlässlich einer Tagung der Umweltminister und Fachgremien das Asbest verboten.
Wir hatten auch ein Verbot für Glasfasern und Steinwolle gefordert. Soweit sind sie aber nicht gegangen. Sie haben die Steinwolle und Glaswolle in die TRK- Bereiche (Technische Regeln krebserregender Stoffe) eingestuft mit neuen Grenzwerten. Gleichzeitig kamen Gutachter darauf, dass Glasfaser mit einer bestimmten Zusammensetzung kein Mesotheliom verursacht und es wurden die Kategorien KI > oder < 40 neu geschaffen.

Behörden-Ignoranz wie in der Schweiz
Dass Mineralstaub, wie auch Glasfaserstaub Silikose herbeiführen kann und in gleich grausamer Art zum Tode führt, liessen die RegierungsvertreterInnen ausser Betracht.

KMFs sind krebserregend!
Nun habe ich in "Rachels WEEKLY" Aufsätze gefunden, die beweisen, dass auch Glasfasern krebserregend sind. So, wie die Arbeiter in den Fabriken zur Herstellung von Glasfasermatten dem Staub aus der Produktion ausgesetzt sind, wird sich m.M. an der Erkrankungssituation nichts ändern!
Nachdem ich hier das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt auf die Tatsache aufmerksam machte, dass das Hattinger Finanzamt mit normalen Glasfasermatten wärmegedämmt wurde und die Arbeiter dort ohne Atemschutz arbeiteten, wurde auf die neue KMF-Art KI < 40 umgestiegen und weiter ohne Atemschutz gearbeitet. Nach kurzer Zeit hatte die Firma dort die Arbeit abgebrochen und eine neue Firma für die Aussenisolierung kam und vollendete die Arbeit - mit den krebsgefährlichen Glasfasern.

Wirkungsweise
Wie Sie schon lesen konnten, wird sich das Formaldehyd durch die nasse Aussenluft zersetzen und die nur hinter Steinplatten mit offenen Zwischenabständen befindlichen Fasern werden in die Lebensumgebung der Stadt ausfliegen. Es ist ein Umdenken in der Wärmeisolationstechnik notwendig, um solche Freisetzung von Mineralfasern unmöglich zu machen. Dazu habe ich mir als Ingenieur etwas zur AGENDA-Euphorie ausgedacht: die Wärmedämmung soll durch belüftbare Zwischenräume hergestellt werden.

Isolations-Alternative
Schallschutz kann mittels kartonbeschichteter Gipsplatten mit besonders ausgebildeter Oberfläche verwirklicht werden. Ich denke dabei an eine Oberfläche der Art von Eierkartons. So haben die Fachleute den Schall diffus gemacht und z.B. Sendestudios im Rundfunk oder Bürgerfunk ausgestattet.

Eine Isolation muss durchdacht sein!
Es sollen nicht Materialien verwendet werden, die zusätzlich noch gesundheitsschädliche Flammschutzhemmer aus Chemie-Schadstoffen benötigen. Das wäre der Fall bei Kokosmatten, Papierschnipseln, Stofffetzen oder anderen brennbaren Materialien.

Der Trick mit den "neuen Vorschriften"
Ich glaube aber, dass die Einstufung des KMF KI < 40 ein Politikum ist und durch die Lobby der KMF-Hersteller vorbereitet wurde, um weiter so etwas herstellen zu können. Die Entscheidung fand dann bestimmt als "Mehrheitsbeschluss" ohne genügende Würdigung von Nachprüfungen und Einwendungen kritischer Wissenschaftler statt.

Gutachter vorgeschlagen
Als einen in der Sache sehr wahrhaften Wissenschaftler halte ich Dr. Pott von der Universität Düsseldorf. Er hat schon früh kritische Aufsätze zu KMF geschrieben. Dies wäre ein Gutachter, dem die Regierung folgen sollte. Vielleicht schlagen Sie ihn ja als Gutachter für die Schweiz vor.

Mit freundlichen Grüssen
Bernd Wagner

Kontaktadresse:
Dipl.-Ing. Bernd Wagner, Postfach 800 142, D-45501 Hattingen
e-mail:
bwagnerhattingen@yahoo.com
Kopie dieses Briefes an:
BBU Bonn,
BBU-BONN@t-online.de

Wann lernt das Schwyzer Baugewerbe?
Statt endlich aus begangenen Fehlern zu lernen und weiteren volkswirtschaftlichen Schaden zu vermeiden, arbeitet das Schwyzer Bau- und Isolationsgewerbe gegenwärtig immer noch mit der Glas- und Steinwollemafia zusammen.
Wie lange noch?

Inhalt Mythen-Post 11/01
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