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Groteskes bei Luftreinigungsgeräten
Per Knopfdruck die Raumluft verschmutzen

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Ein moderner Luftreiniger der Marke Turmix. Mit diesem Gerät lässt sich die Luft zuerst reinigen und anschliessend per Knopfdruck neu verschmutzen.

Seit einiger Zeit stellen verschiedene Elektrohaushaltgeräte-Hersteller sogenannte Luftreiniger her. Eine im Prinzip gute und begrüssenswerte Sache. Nur erstaunt es, welche grotesken Blüten diese Entwicklung treibt.

Der Schwachsinn mit den Duftpatronen
Auf der einen Seite reinigen die Geräte mittels Filtern und Ionisation die Luft. Auf der anderen Seite ist den Apparaten eine Duftpatrone beigelegt, mit der die ursprünglich gereinigte Luft mit synthetischen bzw. "natürlichen" Duftstoffen wieder neu verschmutzt wird! Da kann man nur sagen: dümmer geht's nümmer!
Wenn jemand die Luft neu verschmutzen will, dann braucht er sie vorher nämlich nicht noch extra zu reinigen!
Der Trick mit den Duftpatronen ist ein billiger Marketingtrick, auf den in der Praxis nicht nur ein paar Eso-Tanten hereinfallen. Wenn eine solche Duftpatrone beigelegt ist, wird sie meistens von den Käufern auch ausprobiert. Das Ergebnis: Alle Gegenstände des bedufteten Raums (Möbel, Teppiche, Vorhänge, Kissen, Kleider etc.) nehmen den üblen künstlichen Geruch an. Anschliessend kann dann die Raumluft wieder mit voller Kraft gereinigt werden. Und die Hersteller freuen sich, neue Filterpapiere zu verkaufen...

Schwindel soll den Absatz fördern
Dass manche Produzenten heutzutage diesen Schwindel praktizieren ("noch mehr Verkaufsargumente!"), mag aus Marketingsicht noch verständlich sein. Bedenklicher ist, wieviele Leute dem auf den Leim gehen.
Noch vor Jahren wurde in ähnlicher Art und Weise mit Luftbefeuchtern ein Bombengeschäft gemacht. Ergänzend zu den Befeuchtern wurden ätherische Zusätze, synthetische Duftstoffe ("für Ihr Wohlbefinden") etc. verkauft.
Als Luftbefeuchter als Bakterienschleudern, Quelle für Atemwegserkrankungen und gar Auslöser der sogenannten Legionärskrankheit unter Beschuss gerieten, brach der Markt ein.
Nachträglich stellte sich heraus, dass die Luftbefeuchtung von Wohn- und Arbeitsräumen im Winter medizinisch unnütz ist, die Klimatisierung der Nasenhöhlen und des Rachens in der Lage ist, auch die trockenste Luft genügend zu befeuchten, um jede Funktionsstörung der Atemwege vorzubeugen.
Heutzutage ist die Industrie damit beschäftigt, mit künstlichen Duftstoffen das grosse Geschäft zu machen. Parallel dazu klagen immer mehr Leute über Kopfweh, Allergien, allgemeinem Unwohlsein etc.

 

Konsumentenschutz

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