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Lärm, der nicht sein muss
Kuhglocken sind im Tal überflüssig

Schön, dass immer mehr Bauern ihr Vieh regelmässig auf die Weide lassen. Das tut den Tieren gut und ist auch ein abwechslungsreicher Anblick für die Bevölkerung.
Sonderbar aber mutet es an, wenn manche Bauern meinen, sie müssten auch im Tal unten ihrem Braunvieh Glocken anhängen. Was vielleicht höchstens auf der Alp noch Sinn machen mag (man hört verirrte Tiere), ist im Tal überflüssig.
Wenn manche Zuschauer an einem Umzug Kühe mit Glocken hören, sagen sie, es klinge "wie Musik". Wenn jedoch ein Wohnquartier während Stunden, Tagen und Wochen permanentem Glockenlärm ausgesetzt ist, hat das mit ländlicher Idylle nichts mehr zu tun, sondern ist für die Anwohner Lärmterror, ähnlich lästig und krankmachend wie Verkehrslärm.
Gewisse Bauern verteidigen das Glockentragen stur, vielleicht, weil sie selbst nicht gut hören oder auch bloss aus "Tradition". "Eine Glocke gehört nun einmal dazu", hört man. Wirklich? Welcher Bauer hätte Freude daran, mit einem Gewicht am Hals, das Lärm erzeugt, herumzulaufen? Und welchen Sinn würde das machen?
Da Kühe nicht mit einer Glocke geboren werden, entspricht nur die glockenlose Kuh der Natur. Derjenige Bauer, der seine Kühe naturgemäss weiden lässt, verzichtet automatisch auf Glocken tragendes Vieh. Er selbst hat weniger Arbeit und die Tiere sind froh, frei weiden zu können.
C.S., Seewen

 

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