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Leserbrief
Ergänzungen zur Mineralwolle-Diskussion

Wir möchten aus unserer Sicht zur in der Mythen-Post stattfindenden Mineralwolle-Diskussion auch noch ein paar ergänzende Gedanken vorbringen. Wie kam und kommt es überhaupt zu diesem "Isolations-Desaster"? Mineralfaserplatten sind spottbillig. Ihr zweifelhafter "Erfolg" besteht darin, dass Zimmerleuten, Bauleuten etc. jahrelang eingetrichtert wurde, man könne mit diesen Isolationsmaterialien problemlos bis 40% (!) Heizenergie (und damit auch Kosten) sparen. Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes wurde weiter gesagt, dass z.B. durch die Herstellung von Mineralfaserplatten Altglas sinnvoll verwertet werden könne. Diese Argumente haben dann im Baugewerbe eingeschlagen und dazu geführt, dass heute mit absoluter Selbstverständlichkeit überall und an jedem Ort Mineralfaser-Produkte eingesetzt werden. Weil Aufträge knapp geworden sind, schuf man mit Isolieren künstlich eine neuen Markt. Architekten schreiben diese Isolationsmaterialien sogar vor, um ihrerseits gegenüber Bauherrn "günstig" offerieren zu können.
Der Dumme ist anschliessend der Bauarbeiter, der mit diesen ach so umweltfreundlichen Materialien arbeiten muss. Bezahlen aber tut vor allem der Bauherr. Herr Robert Schmidlin, Holzbauunternehmer aus Steinen, bemerkt in einer Sendung von "Tele Tell" anlässlich der Luzerner Altbausanierungsmesse '98 völlig richtig, dass durch die Dampfbremse (sprich Mineralfasern) ein Wohnklima wie in einem Plastiksack erzeugt werde. Obwohl dieser Plastiksack-Effekt bei Handwerkern und Architekten seit Jahren bekannt ist, werden daraus keine Konsequenzen gezogen. Ja, man fährt mit dieser "günstigen", ach so "umweltfreundlichen" und seit Jahren praktizierten Methode weiter.
Ein Wohnklima wie in einem Plastiksack heisst nichts anderes, als dass kein oder nur ein geringer Luftaustausch stattfindet. Wie (un)gesund ein solches Raumklima ist, muss nicht speziell ausgeführt werden.
Weiter wird auch immer argumentiert, dass Mineralfaserplatten abgedeckt würden und so das Problem der asbestähnlichen Partikel gelöst sei. Es frägt sich, wie lange ein so abgedeckter Estrich hält. - Und was bei einem Abbruch oder Umbau?
Obwohl die Mythen-Post mit ihrer Argumentation recht hat, würden wir an Ihrer Stelle nicht weitermachen. Zwar wäre es interessant zu sehen, wenn die Isolationslobby die Schwyzer Zeitschrift (wieder) einklagt. Dann müsste das Ganze nämlich sorgfältig aufgerollt werden und würde - wie damals bei den Schwyzer Schweinefabriken - für nationales Aufsehen sorgen. Das wäre eine grosse Chance! Umgekehrt muss man sagen: Wozu sich "aufopfern"? Wenn die Leute sich von der Isolationslobby täuschen lassen wollen, dann sollen sie doch.
Wir schlagen der Mythen-Post vor, statt auf Konfrontation zu gehen, mit guten Alternativen zu kommen. So wird die Isolationslobby automatisch ausgebremst; Zimmerleute etc. fühlen sich ob ihrer jahrelang gemachten Fehler nicht länger betroffen. Vor allem aber ist den Bauherren gedient.
Akquirieren Sie doch Firmen, die gesundheitlich unbedenkliche Isolationsmaterialien herstellen und verkaufen. Dann wird der Idealismus der Mythen-Post auch noch honoriert und die Bauherren bekommen endlich eine echte Auswahl!
E.v.H., Ibach; R.V., Goldau; P.W., Schwyz


 

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