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Wer bezalt die Entsorgung der berüchtigten KMFs?
Offener Brief an die Firma xy (Schweizer Hersteller von Glaswolle, der aber aus juristischen Gründen nicht namentich genannt werden darf)

Inpuls Verlag
Mythen-Post
Urs Beeler
Postfach 7
6431 Schwyz

 

Schwyz, im Juni 2000


Sehr geehrte Damen und Herren

Zur Vorgeschichte: Bauführer W. K. und Zimmermann F. v. R. hatten seinerzeit die Idee, einen Estrich offen mit Glaswolle (Ihrem Produkt) zu isolieren. Die Bauherrschft wurde dabei über die Nachteile von KMFs nicht informiert.
Die einfachste, kostengünstigste und sinnvollste Variante wäre gewesen, den betreffenden Estrich gar nicht zu isolieren (was auch nicht nötig gewesen wäre)! Doch Bauführer und Zimmermann wussten es besser... Und wie! Nachträglich konnte der so isolierte Estrich nicht mehr betreten werden. Zur Symptombekämpfung wurde das Schlupfloch zum benachbarten Raum provisorisch abgedichtet. Weil der Nebenraum nicht mehr wie gewohnt belüftet werden konnte, liess der Bauführer zusätzlich ein separates Lüftungsrohr einbauen. All diese Symptombekämpfungsmassnahmen erzeugten zusätzliche Kosten. Da das Schlupfloch nicht hundertprozentig abgedichtet werden konnte, können KMF-Partikel in den Nebenraum gelangen, was bei den Nutzern die bekannten Symptome auslöst.

Diese Glaswolle-Isolation hat sich in den vergangenen Jahren alles andere als bewährt!
Am 21.1.00 wurde Zimmermann F. v. R. angefragt, wie die Isolation zu entfernen sei. Ja nicht an einem heissen Sommertag, weil dann das Material auf der Haut besonders stark jucke! Und überhaupt sei das im nachhinein sehr schwierig, weil er seinerzeit Glaswollematten auch bei den Sparren hineingepresst habe. Es sei mit einer sehr starken Partikelbelastung zu rechnen. Auf die Frage, wie man diesen KMF-Staub am besten absaugen lassen könne, wusste der Zimmermann keine eindeutige Antwort. (Das ist wirklich grandios: Zuerst wird problematische Glaswolle als Isolationsmaterial angedreht und nachher weiss man nicht, wie man diesen Mist herausnehmen soll!). Für eine perfekte Lösung müsse wohl eine Spezialfirma beauftragt werden, die mit einer dafür geeigneten Anlage - ähnlich wie bei der Asbestentsorgung - die Partikel absauge.

Betrug am Konsumenten
Ein vierstelliger Betrag für eine unbrauchbare, problematische Isolation, Kosten für Abdichtung, separates Lüftungsrohr - anschliessend wieder ein paar tausend Franken für eine fachmännische Entsorgung (weil dafür extra das Dach geöffnet und via Lift das Material entsorgt werden muss). Insgesamt tausende von Franken unnötige Kosten und Umtriebe, weil Bauführer und Zimmermann in besagtem Bereich nichts überlegten. Mit diesem Schreiben frage ich Sie an, ob Sie bereit sind, sich an den Entsorgungskosten Ihres Isolations-Produkts (Glaswolle) zu beteiligen bzw. welche Massnahmen aus der Sicht des Herstellers für eine einwandfreie Entsorgung nötig sind.
Ziel ist es, dass dieser Estrich wieder in dem Zustand ist, bevor er mit problematischen KMFs isoliert wurde. Solange die KMF-Problematik in diesem Estrich bleibt, werde ich mich mit unverminderter Energie und Hartnäckigkeit in aller Öffentlichkeit gegen KMFs aussprechen und immer wieder die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle nennen. Weder Boykotte, Drohungen, Bussen, Gefängnis etc. werde mich davon abhalten können.

Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler, Mythen-Post

Isolation

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