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Naturnahe Gärten könnten den Artenschwund stoppen
Mehr Natur im Siedlungsraum

Der Schweizer Vogelschutz (SVS) und der Verein für naturnahe Garten- und Landschaftsgestaltung (VNG) setzen sich gemeinsam für eine biologische Aufwertung des Siedlungsraumes ein. Dazu ist die Broschüre mit dem Titel "Vögel schützen in Dorf und Stadt" (Bezugsquelle: SVS, Postfach, 8036 Zürich, Tel. 01 463 72 71) gratis erhältlich, die Anregungen gibt, wie in Privatgärten und öffentlichen Grünanlagen die Artenvielfalt erhöht werden kann.
Das Naturpotential im Siedlungsraum wird in der Regel grob unterschätzt, weil die relative Artenarmut in den Städten, Dörfern und Einfamilienhaussiedlungen als "gegeben" hingenommen wird. Die einheimische Flora und Fauna wird aber erst sekundär verdrängt durch Versiegelung, Herbizide, Insektizide, Überdüngung und die Wahl exotischer Pflanzen, also durch Entscheide der Bewohner, die auch anders ausfallen könnten, um so mehr, als das Siedlungsgrün nicht unter ökonomischem Druck steht. So sind heute 20% der Siedlungsfläche durch Zierrasen mit 5 bis 10 Pflanzenarten bedeckt, während in einer Blumenweise 50-60 Arten wachsen.
Die beiden Umweltorganisationen weisen darauf hin, dass 10% naturnahe Flächen den Artenschwund bremsen oder stoppen könnten. Der mögliche Beitrag des Siedlungsraumes fällt dabei stark ins Gewicht: Gegen 1'000 der insgesamt 2'500 km2 Siedlungsfläche in der Schweiz - 800 km2 davon sind reiner Gebäudeumschwung - könnten problemlos naturnah gestaltet werden. Damit entstünde ein Netzwerk von Lebensräumen, das die Naturräume innerhalb und ausserhalb der Siedlungen verbindet.
Besonders wertvoll sind alte Baumbestände sowie unversiegelte Randbereiche um Gebäude und an Strassen, Kiesparkplätze, Lagerplätze in Industrieanlagen und Eisenbahnarealen; dazu kommen begrünte Fassaden und die eigentlichen, als solche konzipierten Naturgärten. Der SVS weist darauf hin, dass heute verschiedene Vogelarten, aber auch Pflanzen ihren Bestandesschwerpunkt in die Siedlungen verlagert haben. Ein renaturierter Siedlungsraum könnte 50 Vogelarten - statt heute 20 - eine Lebensbasis geben.

 

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