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Gewässerschutz
Vierwaldstättersee mit guter Wasserqualität

Der Vierwaldstättersee bekommt in einer Studie der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) gute Noten für seine dem Stand des Jahres 1960 entsprechende Wasserqualität. Der Kennwert beträgt 2 bis 3 Mikrogramm Phosphat-Phosphor pro Liter Seewasser. Erfreuliche Folge davon ist, dass das Wasser des Sees relativ klar ist. Weniger Plankton bedeutet mit entsprechend abnehmender Algenproduktion freilich auch ein verlangsamtes Fischwachstum.
Die Erfolge im Bereich des qualitativen Gewässerschutzes werden auf die Einführung einer dritten Reinigungsstufe mit Phosphatfällung in den wichtigen Kläranlagen rund um den See zurückgeführt. Damit hat sich der Eintrag an gelöstem Phosphor im Zeitraum von 1977 bis 1989 um etwa 75% verringert. Heute sind noch 5% der Haushaltungen im Einzugsgebiet des Vierwaldstättersees nicht an eine Abwasserreinigungsanlage angeschlossen. Nach wie vor hoch ist jedoch der Stickstoffeintrag ins Grundwasser - eine direkte Folge landwirtschaftlicher Überdüngung von see-nahen Böden.
Ein düsteres Bild zeichnet die Studie in bezug auf Verbauungen und Korrekturen von Flüssen und Bächen, welche die Fliessgewässer in ein hartes Korsett zwingen. Sorgen bereiten auch die Deltabereiche der vier grossen Seezuflüsse Reuss, Muota, Engelberger Aa und Sarner Aa., die als ökologische Übergangsbereiche weitgehend zerstört sind.
Laut Studie wurde mit den Verbauungen zwar den Erfordernissen der Melioration, der Energienutzung und des Hochwasserschutzes Genüge getan. Aber gleichzeitig sahen sich Insektenlarven und Bachforellen mit einem neuen Abflussregime konfrontiert, das, wie im Fall der teilweise ungenügenden Restwassermengen in den Bergbächen, zur Vernichtung der Wasserlebewesen führen kann. Als bedenklich beurteilt die Studie sodann die Mehrzahl der Sperren, Sperrentreppen, Sohlen- und Längsverbauungen sowie Begradigungen von Bächen, die für die Fische äusserst widrige Umstände mit sich bringen.


 

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