Eine historische Persönlichkeit und Sinnbild des libanesischen Widerstandes wird von Israel gezielt ermordet
Von Urs Beeler
30. September 2024: Ich habe Hassan Nasrallahs Wirken über viele Jahre aufmerksam und ebenso bewundernd verfolgt. Sein Tod hat mich betroffen gemacht und macht mich traurig.
Ermordet wurde er von israelischen F-15I Piloten (andere Quellen nennen F-35I Kampfflugzeuge), die mehrere gelenkte US-amerikanische Bunkerbomben einsetzten. Mögen die Täter, ihre Auftraggeber, ja alle an Nasrallahs Tod Beteiligten das Schicksal erleiden, das sie verdienen.

Eine charismatische Führungspersönlichkeit
Hassan Nasrallah besass etwas, was den meisten westlichen Politkern fehlt: Weisheit. Er war blitzgescheit, gebildet und charismatisch. Er war ein Koran-Gelehrter wie Dr. Eugen Drewermann ein Bibel-Gelehrter ist. Nasrallah wog seine Entscheidungen sorgfältig ab – und im Gegensatz zu seinen israelischen Kontrahenten zeichnete ihn eine weitere menschliche Eigenschaft aus: Ethik. Obwohl sich im Krieg befindend, hielt er z.B. die Zahl der Toten und Verletzten auf israelischer Seite (Nordisrael) tief. Ihm ging es nicht darum, möglichst viele Leute abzuschlachten oder zu verletzen/verstümmeln (wie dies die IDF und der Mossad machen), sondern um Gerechtigkeit: Die Grenzen des Libanon zu schützen, das unendliche Leid in Gaza zu stoppen und dass die Palästinenser endlich ihren eigenen Staat erhalten. Nasrallah war kein Fanatiker, sondern ein Mensch, der glaubte, mit vernünftigen Israelis bzw. Juden auch verhandeln zu können. Die rechtsextreme israelische Regierung lehnte jedoch einen Waffenstillstand mit der Hisbollah kategorisch ab.
Ein Mann, der Vertrauen genoss und dies auch verdiente
Hassan Nasrallah besass das, was z.B. den meisten Schweizer Politikern fehlt: Charakter und Rückgrat. Er liess sich nicht auf den Deal ein, die libanesische Grenze von jener von Gaza zu trennen.
Israel war dieser herausragenden Persönlichkeit mit einzigartigen Führungsqualitäten offenbar nicht gewachsen. Weil Nasrallah mit seinen Qualitäten den Juden überlegen war, ermordeten sie ihn, ein Vorgehen, das in der jüdischen Geschichte der vergangenen 2000 Jahre übrigens nicht neu ist.
Die rechtsextreme israelische Regierung täuscht sich, wenn sie nun glaubt, mit der Ermordung Hassan Nasrallahs sowie unzähliger Hisbollah-Führer könne irgend etwas gewonnen werden. Israels Probleme werden erst anfangen.
PS: Hassan Nasrallah musste wohl stets bewusst gewesen sein, welchem extrem hohen Risiko er als Führer der libanesischen Widerstandsbewegung Hisbollah ausgesetzt ist. Am 16. Februar 1992 ermordeten die israelischen Besatzungstruppen Sayyed Abbas (seinen Vorgänger), seine Frau, seinen fünfjährigen Sohn und vier weiteren Personen.
Früher oder später wird Israel für seine Taten das ernten, was es verdient.
| Kommentare Ganz lieben Dank für diesen tollen Bericht… Mutig und ehrlich. Ursula Kreutz Endlich ein Beitrag auf Deutsch, der ihm gerecht wird.
Super Beitrag, sehr differenziert und intelligent! Danke!
Ganz lieben Dank für diesen super Beitrag, Israels Regierung ist eine Terror-Regierung die sich an keine UN Beschlüsse hält. War ein Terrorist und nichts anderes! Der Imperialismus wird immer gewaltiger und blutiger. Der Süden von Beirut ist ein Haufen von Trümmern.
Hind Khoury Saad Das einzige, was Israel beweisen kann, ist Sprengstoff, Sprengstoff und noch mehr Sprengstoff!! Wer, wie das Netanjahu-Regime, vorsätzlich und mutwillig derartig viele Provokationsstufen überschreitet, systematisches UN-Gaslighting betreibt und die Täter-Opfer-Rollen perfide vertauscht, hat den Respekt der Weltgemeinschaft verspielt. Und die völlig inakzeptable Rüstungskooperation mit ISR ist endlich mal zu stoppen. Ohne Wenn und Aber. Kein Platz für Zivilistenbomber- & Kindermassenmord-Versteher. HInweis: Dutzende von weiteren Kommentaren können unter https://www.facebook.com/urs.beeler Eintrag vom 30.9.24 eingesehen werden. |
Das zionistische Propagandablatt NZZ
Von Urs Beeler
Fester Zeilenumbruch
Der historische Faktenverdreher und zionistische Lügenbaron Michael Wolffsohn in der NZZ vom 30.9.24: Titel: „Nasrallahs Machtspiel stürzte Libanon ins Verderben“ – „Der Führer des Hizbullah hat nie im Interesse seiner Landsleute gehandelt. Er machte sich zum Handlanger Irans und stürzte damit ganz Libanon ins Verderben.“ Was Wolffsohn schreibt, ist kompletter propagandistischer Unsinn – aber passt damit exakt in die Linie der Neuen Zürcher Zeitung.
Es gibt Menschen wie Albert Einstein, Karl Marx, Wilhelm Reich, Stefan Zweig, Noam Chomsky, Jeffrey Sachs usw., von denen man viel lernen und vor denen man Hochachtung haben kann. Typen wie Michael Wolffsohn gehören definitiv nicht dazu. So endet sein NZZ-Beitrag mit: „Nasrallah war ein Mörder. Nicht nur von Israeli und Juden, sondern auch von Nichtjuden, seinen Glaubensgenossen und Landsleuten.“
Nur eine Zeitung, die zu einem journalistischem Schundblatt verkommen ist, schenkt einem solchen propagandistisch verirrten „Autor“ Raum für einen Artikel. Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, nannte 1992 Wolffsohn den „Vorzeigejude[n] der deutschen Rechtsradikalen“. Wolffsohn selbst beklagt den zunehmenden „Antisemitismus“, den er sich – offenbar mit einem gewaltigen Brett vor dem Kopf – nicht so recht erklären kann. Bei Wolffsohn scheint in seiner persönlichen Entwicklung – ganz im Gegensatz z.B. zu einem Dr. Eugen Drewermann – in Sachen Humanität, Ethik, Empathie, Achtsamkeit (Dr. Ganser!) etc. etwas massiv schief gelaufen zu sein. Wolffsohn: „Als eines der Mittel gegen Terroristen halte ich Folter oder die Androhung von Folter für legitim.“
Israel ist nichts anderes als ein Terror-Staat mit einem riesigen Apparat von Terroristen: Soll dies nun – gemäss Wolffsohn – legitimieren, dass man die jüdischen Folterer foltert? Und wo soll das enden?

Mit über 61 Jahren habe ich einige Lesererfahrung: Wenn ich zwischen einem 20-Jahre-Gratis-NZZ-Abo und einem Nicht-Abonnement entscheiden müsste, würde ich mich klar für das Nicht-Abonnement entscheiden.
Informationen müssen verlässlich und korrekt sein
Wenn sie es nicht sind, nützt mir eine Zeitung oder ein Magazin rein gar nichts. Die Schweizer Medienlandschaft ist heutzutage dermassen eine Katastrophe (politische Manipulation, journalistische Desinformation, Fake-News etc.), dass die betreffenden Medienhäuser nicht noch mit Abos belohnt werden sollten.
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Kommentare
Reinhold Steckenborn Du bist ja ein schlimmer Antisemit.
So viele gute Posts, doch so wenige Likes.
Wenn man nicht bei absolut allen Themen ehrlich ist, dann ist man ein Teil davon, welcher für die Spaltung der Gesellschaft mitverantwortlich ist.
Vielen Dank für Ihren Mut zur Ehrlichkeit.
Das braucht viel Mut! Danke!
Vielen Dank für diesen Post, da ich manchmal die NZZ lese ohne die Wahrheit zu wissen!!!
Da kann ich zu jedem Punkt nur zustimmen. Sie haben noch R. Köppel vergessen, der sich so gerne von einigen seiner Anhänger als „Bester Journalist“ feiern lässt. Was die USA und Israel angeht, ist er genauso heuchlerisch wie einige seiner Kollegen, die er wegen einseitiger Berichterstattung anprangert. Wer das Alte Testament/Tora gelesen hat, weiss, was die Gesinnung des Zionismus ist (hat übrigens Netanjahu öffentlich deutlich ausgesprochen: wir sind die Auserwählten, alle anderen sind da, um uns zu dienen).
Mehmet Kulak Fragt sich nur, um welches „Wissen“ es hier geht.
Stimmt. Dies ist eine gute Quelle und Evelyn Hecht-Galinski eine Top-Autorin
![]() SICHT-VOM-HOCHBLAUEN.DE
Kommentar vom Hochblauen Ein Schurkenstaat und sein Staatsterrorismus Von Evelyn Hecht-Galinski – Sicht vom Hochblauen
Kommentar vom Hochblauen Ein Schurkenstaat und sein Staatsterrorismus Von Evelyn Hecht-Galinski – Sicht vom Hochblauen Franco Cavalli Klar und richtig geschrieben. Danke.
Und so eine schmierige Figur nennt sich Historiker. Und die schmierige deutsche Journaille hofiert so einen Typ, der ausschliesslich Propaganda für die radikalen Fundamentalisten in Israel betreibt. Soweit ist mittlerweile wieder die Intellektuelle im MUSTERLÄNDLE. Nichts, auch gar nichts aus der Geschichte gelernt.
Christoph Schlüren |
Die jüdische Facebook-Zensur kann die Achse des Widerstandes nicht stoppen
Von Urs Beeler
17. August 2024: Am 29.09.2010 – als vor rund 14 Jahren (!) hatte ich gepostet: „My friend Hassan Nasrallah“ – mit einem sympathischen Bild des Generalsekretärs der libanesischen Widerstandsbewegung Hisbollah.

Am 17.05.2024 löschte Facebook diesen Eintrag, der von mir vor weit über 10 Jahren erstellt worden war, völlig willkürlich (Schreibtischbilder als Beweismaterial siehe unten).







Ich mache kein Hehl daraus, dass ich der „Achse des Widerstandes“ gegenüber positiv eingestellt bin (das scheinheilige schweizerische PMT-Gummigesetz interessiert mich dabei wenig).
Fester Zeilenabstand
Fester Zeilenabstand
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Kommentare Ich teile deine Meinung zum täglichen Doppelstandard & Russophob-Hassgeschwätz auf Swiss FakeNews-TV.
Die Rüstungskooperation mit dem Zionisten-Regime hätte schon LÄNGSTENS eingestellt gehört. Man braucht schon eine ganz besonders perfide Doppelstandard-Mentalität zu haben, um den ungesühnten und täglich weiter voranschreitenden „Kollateralschaden“-Massenmord an der palästinensischen Zivilbevölkerung so locker und entspannt ignorieren zu können. Die „Menschenrechte & Humanitär“-Schweiz hat sich mit der Aufrechterhaltung der Rüstungskooperation mit ISR selbst demaskiert und international UNGLAUBWÜRDIG gemacht. Es kotzt mich an, dass Schweizer Steuergelder in gekaufte Waffentechnik jenes Regimes fliessen. Die gehören nicht unterstützt sondern international sanktioniert. Ohne Wenn und Aber.
Esteban El Suizo Super Urs, bin ganz deiner Meinung.
Francesco Amato Passt auch hier rein: |
(Hinweis: Obiger Beitrag wurde am 17.8.24 auf Facebook publiziert.)
Israel tötet Hassan Nasrallah – Analyse und
Vorhersage
Quelle: Huseyin Özoguz, Actuarium, 30.9.24, siehe https://www.youtube.com/watch?v=xnqXDwWwr5U
| Kommentar Israel war schon immer ein Regime der Apartheid und ethnischen Säuberung… ein Entity, die an Frieden nicht interessiert ist… Zafer Shihabi |



