Inserat

Inserat

Ehe für alle – Abstimmung vom 26. September 2021 (Satire)

Von Urs Beeler

Politologe Claude Longchamp wird am 8.9.20 auf SRF (es ging damals um die Begrenzungsinitiative) wie folgt zitiert: „Den Abstimmungskampf der SVP zu ihrer Initiative beurteilt Longchamp als verhalten. Was früher ein Knüller war, sei heute ein Rohrkrepierer.“ Longchamp kritisiert im selben Beitrag weiter, das Christoph Blocher als „Medien-Magnet“ fehle. Longchamp: „Es bräuchte noch einen richtigen Zünder. Und den sehe ich nicht. Ich sehe auch keine Vorbereitungen dazu.“

Die Kritik Longchamps blieb in Herrliberg nicht ungehört. Man will nicht, dass es bezüglich der aktuellen Abstimmungsvorlage „Ehe für alle“ später heissen kann, Blocher habe die Schweiz zwar im Jahre 1992 vor dem Beitritt zum EWR gerettet (Einschub Roger Schawinski: „EWR bedeutet nicht EU!“), aber dann das Land im Jahre 2021 „Schwulen, Lesben und Linken geopfert“.

Viele zählen Christoph Blocher schon zum „alten Eisen“ und unterschätzen seinen Ideen-Reichtum. Sogar der bekannte Schweizer Politologe Claude Longchamp dürfte vom cleveren Werbe-Schachzug Blochers vermutlich überrascht sein.

Aus der Niederlage in Zusammenhang mit der Begrenzungsinitiative hat die SVP gelernt. Ihr Übervater greift neu zu unkonventionellen Werbemethoden.

Die SVP war am Wochenende vom 4./5. September 2021 mit über 2’000 Bannern auf der Webseite der Mythen-Post präsent. Niemand muss erstaunt sein, wenn die „Ehe für alle“ im Kt. Schwyz am 26. September 2021 abgelehnt wird.

Die Redaktion der zum RinGier-Konzern gehörenden Boulevardzeitung „Blick“ zog postwendend nach.

 

 

Inserat

Inserat