Schadstofffreier Wohnraum für MCS-Betroffene –
Die Idee und das Ziel dahinter

Sonntag, 3. Oktober 2004

Die Zahl der allergischen Erkrankungen, Neurodermitis, MCS etc. haben in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Die Reaktion der Medizin: „Wir brauchen mehr Medikamente und ‚Therapie‘!“ Wie heuchlerisch diese Forderung ist, erkennt man, wenn man sich mit der Sache (genauer: den Ursachen!) beschäftigt.
Die Zunahme allergischer Erkrankungen, Neurodermitis, MCS ist nämlich nicht „naturgegeben“, sondern in erheblichem Umfang künstlich – von Menschenhand – gemacht! Und genau diese Tatsache wird heutzutage grösstenteils ignoriert. Allergieauslösende parfümierte Waschmittel z.B. sollen nach Meinung der Klinikleitungen der Dermatologischen/Allergologischen Unikliniken Zürich und der TU München nicht verboten werden. Diese Auffassung wird heute wohl von über 95% anderer Dermatologischer/Allergologischer Fakultäten geteilt. Man will Krankheiten nicht verhüten, sondern an ihnen Geld verdienen. An schadstoffbedingten Erkrankungen werden allein in der Schweiz jährlich hunderte von Millionen Franken „verdient“. Ein makaberes Spiel.

Wie krank das System ist, zeigt sich z.B. auch daran, dass man in Regierungsbern zwar über eine Zunahme von Fein- und Feinststaubpartikeln und die dadurch entstandene Zunahme von Lungenkrankheiten etc. jammert; gleichzeitig ist der Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, Prof. Thomas Zeltner, gegen ein Verbot von Mineralwolle (Glas- und Steinwolle), die genau solche Fasern freisetzen!
Diese Denkweise zieht sich durch das ganze heutige „Gesundheitswesen“: Auf der einen Seite die Menschen künstlich und unnötig krank machen (resp. keine ehrliche Prävention betreiben) und auf der anderen Seite „chemisch heilen“. Die Schweizer Pharmaindustrie hat bestimmt das passende Medikament!

Viele Leute wenden sich dann von der Schulmedizin ab und landen bei der sog. Alternativmedizin. Als ob deren Mentalität wesentlich anders wäre. Auch hier geht es darum, Krankheiten nicht zu verhüten, sondern an ihnen Geld zu verdienen. Man „heilt“ sanft mit Bioresonanz (Placebo – Wirksamkeit wissenschaftlich nicht nachgewiesen), Elektroakupunktur, Homöopathie, Neuraltherapie, Bachblüten und anderem Hokuspokus. „Bitte an den Ursachen nichts ändern – kommen Sie doch in meine alternativmedizinische Praxis, damit wir einen Behandlungstermin festlegen können.“

Böse Unterstellungen? Schauen Sie doch mal, wiewiele oder besser wie wenige Mediziner sich für Prophylaxe einsetzen! Man will nicht Ihre Gesundheit – sondern verdient wird nur, wenn Sie krank sind und Sie „therapiert“ werden können!

MCS-Haus: Jetzt ist Prophylaxe angesagt!
Das heutige Bauwesen ist verludert. Es werden mit Glaswolle, Spanplatten, PVC, Holzschutzmitteln etc. Häuser gebaut, in denen es geradezu vorprogrammiert ist, dass die Bewohner krank werden. Hier können dann endlose und teure Schadstoff-Untersuchungen durchgeführt werden – ohne, dass dies an der Realität viel ändert.
Logik der heutigen Schweizer Dermatologie/Allergologie und vieler Allgemeinmediziner: „An den Schadstoffen kann’s nicht liegen – Ihr Immunsystem reagiert falsch“. Heisst: Sie benötigen nicht ein schadstofffreies Haus und immunsystemverträgliche Wasch-, Putz-, Reinigungs- und Körperpflegeprodukte – sondern MEHR MEDIKAMENTE UND THERAPIE! Sie als Mensch sollen chemisch oder „sanft“ („Alternativmedizin“!) an Schadstoffhäuser und Schadstoffprodukte angepasst werden!
Dieses Geschäft funktioniert so seit vielen Jahren. Aus der Geschichte jedoch wissen wir, dass keine Lüge ewig dauern kann!

MCS als Chance
Die Immunsystemerkrankung MCS (Multiple Chemical Sensitivity) ist ein Warnzeichen, aber auch eine grosse Chance. „Normale Allergiker“ können von der Schulmedizin mit Antihistaminika, Cortison, Antibiotika etc. vollgepumpt werden – bei MCS bringt dies rein gar nichts, sondern nur der Expositionsstopp!

Wenn das System überfordert ist…
Weil die Schweizer Dermatologie/Allergologie von MCS [Anmerkung: Das war ums Jahr 2004 tatsächlich noch so!] praktisch keine Ahnung hat, wurden Patienten schon an die Psychiatrie verwiesen. Ähnliches geschah vor Jahren mit Menschen mit einer damals wissenschaftlich noch ungeklärten Magenerkrankung. Einige Jahre später stellte sich heraus, dass die betr. Magenerkrankung nicht psychisch, sondern hundertprozentig somatisch bedingt ist! So „präzise“ und „fehlerfrei“ funktioniert Medizin…!
An anderer Stelle auf der Homepage wurde schon dargelegt, dass die heutige Psychologie/Psychiatrie zu einer systemtreuen, angepassten Seelenwerkstatt verkümmert ist. Statt sich für die Verhütung von Krankheiten (darunter auch psychische!) einzusetzen, heisst das Motto „Symptombekämpfung“. MCS-Betroffene wurden versuchsweise schon mit Psychopharmakas behandelt. Ergebnis: Statt eine Verbesserung des Gesundheitszustandes traten unerwünschte Nebenwirkungen – kurz: eine Gesundheitsverschlechterung – auf!

Der richtige Weg
Dabei ist die Sache doch so einfach: Wenn ein menschliches Immunsystem eben sehr empfindlich auf chemische Schadstoffe reagiert, muss die Reaktion dieses Immunsystems ernst genommen werden und müssen Wohnungen/Häuser entsprechend darauf ausgelegt werden. Ebenso braucht es immunsystemverträgliche Produkte des täglichen Bedarfs. Setzt man dieses Denken dann konsequent um, hilft dies auch anderen Allergikern, Neurodermitikern – und gesunden Menschen zur GESUNDHEITSPROPHYLAXE. Es verhilft zu einer viel höheren Wohn- und Lebensqualität!

Das heutige System funktioniert jedoch anders: die Leute sollen sich einem kranken System anpassen. Wer dabei selber krank wird, wird „therapiert“ – mit Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen werden dann auch wieder „therapiert“ usw. Eine endlose Spirale, die nie zu echtem Wohlbefinden und Glück führen kann!

Damit sich die Lebensqualität und der Gesundheitszustand von MCS-Betroffenen entscheidend verbessern kann, ist Prophylaxe das A und O. Deshalb präsentieren Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann und Urs Beeler im folgenden den Prototyp für ein (möglichst) schadstofffreies MCS-Haus – der Gegenpol zu heutzutage mit Mineralwolle, Spanplatten, Holzschutzmitteln und chemiedurchtränkten Schadstoffhäusern, deren erkrankte Bewohner durch Schul- und Alternativmedizin künstlich gedopt und aufgepäppelt werden, damit sie durch Anpassung weiter ihren Beitrag zur Reproduktion des aktuellen Systems leisten können.

Vergleich
Man kann die Problematik einfach veranschaulichen:
Heutige Gesellschaft: Nicht nachdenken, sich-anpassen, keine Verantwortung übernehmen, Schadstoffhäuser bauen; falsche (z.B. parfümierte) Produkte produzieren und konsumieren > Erkrankung > „Heilung“ und „Therapie“ durch Schul- und Alternativmedizin (Motto: An Symptombekämpfung Geld verdienen)
Der andere Weg: Nachdenken, Verantwortung übernehmen, den eigenen Weg gehen, schadstofflose und gesunde Häuser bauen; parfümfreie, immunsystemverträgliche und umweltschonende Produkte produzieren und konsumieren > höhere Gesundheit > höhere Wohn- und Lebensqualität > glücklichere Menschen.

Mitarbeit
Im Gegensatz z.B. zur Mineralwolleindustrie, welche aus gutem Grund Kritik fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, fordern wir MCS-Betroffene, Umweltmediziner (nur ehrliche, kompetente und solche mit Rückgrat!), Dermatologen (nur ehrliche, kompetente und solche mit Rückgrat!), Allergologen (nur ehrliche, kompetente und solche mit Rückgrat!), Baubiologen, Psychologen, Innenarchitekten, Bauunternehmer, Baustoffhändler auf, unser MCS-Haus kritisch zu prüfen und uns Verbesserungsvorschläge zukommen zu lassen. Wir fürchten Kritik nicht – im Gegenteil: unser Ziel ist einzig und allein ein optimales, harmonisches und bestmögliches Resultat.
Unser MCS-Projekt hat bis jetzt zwei Modelle hervorgebracht:
– den äusserst kostengünstigen MCS-Bungalow
– das MCS-Türmchen

 

Vorstellung des Prototyps
Der MCS-Bungalow

Ansicht Nordwest MCS-Bungalow: Es ist ein Vorschlag für ein möglichst funktionelles und kostengünstiges MCS-1-Personen-Haus. Wir bitten hier, MCS-Betroffene, Baubiologen, Architekten, Ingenieure Vorschläge zu mailen, wie Sie den Grundriss (Raumaufteilung) gestalten würden. Möglich wäre auch, dass man den gesamten Bungalow als „Loft“ (= 1 grosser Raum) gestaltet. Mailen Sie uns bitte Ihre Zeichnungen an: beeler@mythen-post.ch Praktisch ist die Treppe aufs Dach. Das Flachdach kann zum Wäscheaufhängen oder als Aufenthaltsraum im Freien genutzt werden. Der Kamin fällt weg. Die Umrandung sollte anders (z.B. mit Pfosten, Drahtgitter und Handlauf vgl. Terrasse der Alten Brauerei Schwyz) gelöst sein. Baubiologe Guido Huwiler kritisiert dabei den Antenneneffekt. Wie sehen Sie das? Wir bitten auch, uns Ideen betr. Fenstergestaltung zukommen zu lassen. Welche Fenster (Höhe/Breite/Anordnung) wären von den Proportionen her Ihrer Meinung nach optimal? Eckige Fenster oder solche mit Rundbogen? Senden Sie uns Beispiele schöner Fenster und die Namen der betr. Hersteller!

 

Vorstellung des Prototyps
Das MCS-Türmchen

Ansicht Norden 1. Hier kann man evtl. noch schönere Varianten als Küchen- und Bad-Fenster finden. Die Rundfenster sehen optisch hübsch und originell aus. Herauszufinden ist, ob Rundbogen-Fenster oder normale Rechteckfenster im Wohnungsinnern nicht eine bessere Atmosphäre bringen. Das Vordächlein beim Eingang ist hier ein stilistisches Element. Stellt sich die Frage, ob man nicht besser ein Hauseingang mit Vortüre integrieren würde ohne Vordach (vgl. Wiederum Eingang der Alten Brauerei Schwyz).

 

Zentrale Aufnahme 1. Sieht optisch ansprechend aus.

Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann, Berlin bezeichnet die zweistöckige Türmchen-Variante als „bestimmt besser und schöner, aber auch teurer“ als die MCS-Bungalow-Version. Als Heizung schlägt er eine Marmorheizung (Strahlungswärme!) vor und den Bezug von Öko-Strom. „Sauberer und behaglicher geht’s nimmer“, betont Bumann.
ETH-Architekt Benedict Steiner, Steiner Architekten AG, Schwyz, schlägt anlässlich eines Telefongesprächs vom 25.9.04 hingegen den Einbau einer Wärmepumpe mit Bodenheizung vor. Bumann seinerseits äussert dazu Bedenken, dass Bodenheizungen nicht für alle verträglich seien. Dieser Meinung ist auch Holger Gries von umweltmobild.de: „Eine Fußbodenheizung ist im Grunde genommen völlig unphysiologisch und auch aus anderen Gründen nicht zu empfehlen, wenn es um Allergiker bzw. MCS-Erkrankte geht.“

Das Konzept
Grundsatz
Leitsatz beim vorliegenden Projekt ist, das Bewährte und Gesunde aus der jahrhundertelangen Erfahrung im Bau zu übernehmen und es mit den positiven Annehmlichkeiten, welche die heutige Zeit bietet (Elektrizität > Waschmaschinen, immissionsloses Heizen, Radio/TV, Internet usw.) optimal zu verbinden ohne den heutzutage üblichen Sünden im Bau (Verwenden von Mineralwolle, Polystyrol, PVC, Spanplatten, Silikon, giftigen Holzschutzmitteln, Kunststoffwänden, Tapeten, Kathon-Farben, Pyrethroid-Teppichen usw.) zu verfallen. Ziel ist ein nach bestem Wissen und Gewissen kompromisslos auf „gesund“ ausgelegtes kleines Haus, das speziell Chemikaliensensiblen und -geschädigten (MCSlern), Allergikern, Neurodermitikern, Lungenkranken und anderen sensiblen Personen ein Zuhause bietet, in dem sie sich geborgen und wohl fühlen.

Entwürfe
Nachfolgend finden Sie die Baubeschreibung zum MCS-Haus Schwyz.
Es muss deutlich gemacht werden, dass wir von Vorentwürfen reden, dass die Beschreibung zu redigieren ist und dass Änderungen und Ergänzungen vorbehalten bleiben, da sie aufgrund des Projektstandes unumgänglich sind.
Wichtig:

Das 3-Säulen-Modell des richtigen Bauens
I) Richtige Bauweise

MASSIV, AUS STEIN, MONOLITHISCH (EIN-Stein im Gegensatz zur heutigen Schichtbauweise):
• Speichervermögen (ein dickes Mauerwerk in traditioneller Bauweise bietet das!)
• Sorptionsvorgänge (Gebäude muss atmen können)
• Beständigkeit (kein Leichtbau für 20 Jahre)
• Wärmeschutz (TAV) > kein Barackenklima im Sommer
• Schallschutz (zum in Ruhe arbeiten und erholen)
• Brandschutz (Stein statt behandeltes Holz und Kunststoffe)
• chemiefrei (keine schädlichen Ausdünstungen, PCB, PCP, Holzschutzmittel etc.)
• Allergiker- und MCS-gerecht (und das kompromisslos!)

II) Richtiges Heizkonzept
STRAHLUNGSWÄRME
WÄRMESTRAHLUNG

• Behaglichkeit
• Hüllflächentemperierung
• Konvektionsfrei
• Energieeinsparung je 1°C ca. 4…6% (!)
• Gleichmäßigkeit: keine Strahlungssenken
• zugluftfrei

III) Richtige Energetik
ENERGIE EINSPAREN OHNE DÄMMUNG
!
• Membranwirkung
• ungehinderte Sorption
• beständige Kapillarität
• Entfeuchten auf Ausgleichsfeuchte
• a – Filterung
• solare Gewinne (Winter)
• Hitzeschild (Sommer)

Die Idee
Es sollte ein schadstofffreies Haus für MCS-Leidende (geeignet auch für Allergiker, Neurodermitiker, Lungenkranke) entwickelt und gebaut werden. Noch dazu soll es möglichst preiswert sein, evtl. auch in Eigenleistung erstellt werden können.
Dipl.-Ing. Paul Bossert wendet ein, dass ein Eigenbau praktisch „unmöglich“ und die Herstellung durch Profis auch ökonomischer sei.
Zu berücksichtigen ist, dass die meisten MCSler gesundheitlich stark beeinträchtigt sind und ihnen in der Regel auch das bautechnische/handwerkliche Fachwissen fehlt. Dem spricht wiederum entgegen, dass man nie aufhören sollte, zu lernen! Und wenn jeder selber Hand anlegt, weiss er später auch, was er gemacht hat!
Hier müssen die Betroffenen mitreden. Wir können den Grad der Leistungsfähigkeit nicht einschätzen. Aber vielleicht motiviert das die Leute und baut sie auf? Wir werden sehen, was die Beteiligung bringt.
In Deutschland werden viele Gebäude als Selbstbauhaus errichtet – warum soll das nicht auch in der Schweiz gehen? Natürlich gibt es fachliche Grenzen, aber Eigenleistungen sind ein bedeutender Einsparfaktor, wenn nur Material- und Nebenkosten zu bezahlen sind.
Es soll ein 1-Personen-Häuschen (max. 2 Personen) sein, das ggf. in Serie in einer speziellen Siedlung errichtet wird. Die Idee soll über das Konzept und die Planung zur Ausführungsreife gebracht werden, wobei die Mitarbeit Betroffener wie z.B. der MCS-Liga Schweiz, MCS Deutschland u.a. erwünscht ist.
Chemikaliensensibilität ist eine Erkrankung, die keine Kompromisse duldet. Genauso kompromisslos muss deshalb der Wohnraum sein. Es soll das nach heutigem baubiologischen und umweltmedizinischem Stand fortschrittlichste Haus seiner Art sein. Gesund und natürlich – ohne Kompromisse.

So ein Projekt schießt man nicht in 14 Tagen aus der Hüfte, das braucht ein paar Monate sorgfältiger Arbeit und Überlegungen – auch wenn es nur kleine Häuschen sind.
Und nicht vergessen, wir kommen nur sinnvoll voran, wenn wir von Anfang an die MCS-Betroffene einbinden und im Dialog das Projekt nach vorn bringen. Wir sind auf die Vorschläge und Hinweise gespannt. Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann, E-Mail: 
info@dimagb.de, Urs Beeler, E-Mail: beeler@mythen-post.ch
Link zur MCS-Liga Schweiz:
http://www.mcs-liga.ch/

Kommentar einer MCS-Betroffenen vom 25. April 2004: „Ihren Entwurf für ein MCS-Haus finde ich ausgesprochen interessant. Wir haben bereits begonnen darüber zu diskutieren und ich werde Ihnen bestimmt meine Gedanken/Anregungen/Kritiken dazu mitteilen.“
Franziska Brunner (E-Mail: franziska.brunner@freesurf.ch)


Eine Marktlücke
Es gibt bis jetzt in der Schweiz keine geeigneten (möglichst schadstofffreien) Behausungen für hochgradig MCS-Betroffene. DAS ist neben verträglichen parfümfreien Produkten (Wasch-, Putz- und Reingiungsmittel) ein Hauptproblem, das dringend gelöst werden muss!

Warum ist das MCS-Haus ein 1-Personen-Haus? (auch für zwei Personen möglich)
Bei MCS ist ein konsequenter Expositionsstopp das Wichtigste. Aus diesem Grund kann ein echt an MCS-Erkrankter nicht mit anderen Leuten in einem Durchschnittshaushalt zusammenleben, weil er den Chemikaliencocktail (speziell in Mehrfamilienhäusern) nicht aushält. Sein Immunsystem reagiert auf die Schadstoffe (speziell Duftstoffe) überempfindlich. Damit ein einigermassen erträgliches Leben mit der Krankheit möglich ist, hilft nur der konsequente Expositionsstopp!

Baubiologisch allein genügt nicht – die konsequente gesunde Lebensführung ist wichtig!
Sämtliche verwendeten Materialien müssen MCS-konform sein. Das Immunsystem eines MCS-Erkrankten verträgt keine faulen Kompromisse.
Es hat auch keinen Sinn, ein absolut baubiologisch richtiges Haus zu bauen, wenn nachher im Innern resp. Betrieb mit der chemischen Keule zugeschlagen wird. Echt an MCS-Leidende werden sich, wenn sie auf ihr Immunsystem hören, automatisch richtig verhalten.

In ein MCS-Haus gehören automatisch: keine parfümierten Waschmittel, keine parfümierten Weichspüler, keine parfümierten Putz- und Reinigungsmittel, keine parfümierten WC-Steine, keine parfümierten WC-Reiniger, keine parfümierten Körperpflegeprodukte (zum Duschen, Waschen, Haarewaschen), kein parfümierter Rasierschaum, keine parfümierten Deos, Cremen usw.
Es werden keine Kerzen, keine ätherischen Öle, keine Lufterfrischer (Luftverschmutzer, z.B. Airwick) etc. eingesetzt. Ebenso keine Elektroverdampfer, keine Raumfluftsprays usw. Es wird auf jegliche unnützen, gesundheitsschädigenden chemischen (oder auch „natürlichen“) Stoffe verzichtet. Ebenso wird auf Insektizide, Herbizide, Fungizide etc. verzichtet.

Es wird im Gegensatz dazu eine Liste von MCS-verträglichen Haushalt- und Körperpflegeprodukten erstellt, z.B. EUBOS Blau flüssig, EUBOS Blau fest, OMO Sensitive usw. (Diese Liste muss von Betroffenen laufend auf ihre Gültigkeit hin überprüft und nötigenfalls – z.B. bei Formulierunsänderungen – korrigiert werden.)
Gleichzeitig sollen von solchen MCS-Stützpunkten aus Kampagnen für gute unparfümierte, allergie- und MCS-verträgliche Produkte geführt werden. Denn es nützt nicht viel, wenn MCS-Patienten auf duftstofffreie Produkte ausweichen und in speziellen Behausungen leben, der Rest der Bevölkerung aber via Grossverteiler mit zwangsparfümierten und anderen schädlichen Produkten eingedeckt wird. Genau diese Situation führt nämlich dazu, dass Allergie- und MCS-Erkrankungen zunehmen – wie schon hundertmal gesagt: heute noch mit ausdrücklichem Kopfnicken der Dermatologischen/Allergologischen Unikliniken und dem grossartigen Bundesamt für Krankheit, pardon Gesundheit, in Bern.

Die Vorgabe
Wichtig ist eine möglichst hohe Autonomie, Zuverlässigkeit und vor allem, dass der gesamte Bau möglichst KEINE Ausdünstungen aufweist, d.h. grösstmöglich SCHADSTOFFFREI und GERUCHSNEUTRAL ist.
Die Erzielung eines hervorragenden Raumk
limas (Luft wie am Meer) ist das A und O.
Die Räume sollten deshalb so gestaltet sein, dass man „frei atmen“ kann – dass sich aber auch keiner „isoliert“ oder „verloren“ vorkommt. Eine großzügige Raumhöhe (Vorschlag: Mindestens 2,60 m) wirkt positiv.
Neben dem streng baubiologischen Denken muss das Haus auch Wohnlichkeit bieten und ausstrahlen (darf emotional nicht kalt sein). Das ist sehr wichtig für das seelische Wohlbefinden! [Anmerkung: Letzterem wurde im MCS-Wohnprojekt Zürich-Leimbach kaum Beachtung beschenkt. Das Resultat: Der Charme einer Schweizer Zivilschutzanlage.] 

Das Konzept
Das Projekt ist als planerische Einheit von Grundriss, Gebäudegeometrie, Konstruktion und Haustechnik zu verstehen. Der Lösungsansatz liegt in der ganzheitlichen Betrachtung, die auf gesundes Wohnen abzielt. Dies beginnt mit der Auswahl der Baustoffe und endet mit Konzepten zur Entsorgung. Eine Leichtbauweise mit Schäumen, Fasern und Pampen ist von vornherein ungeeignet.
Es ist, will man gewissenhaft arbeiten, eine Negativliste zu erarbeiten, die für Herstellung, Lieferung und Verarbeitung als garantierte Vertragsgrundlage dienen wird.

Die Errichtung
Denkbar wäre u.U. eine Baugruppe, wo Bauherren sich zusammenschließen und sich sozusagen die Häuser gegenseitig gemeinsam bauen. [Anmerkung der Mythen-Post: In der Praxis dürfte dieser Bumannsche Gedankenansatz aus verschiedenen  Gründen kaum realistisch sein. – Der Beizug von Profis ist in der Praxis wohl vernünftiger und ebenso wirtschaftlicher.] Die fachkundige Anleitung und Beaufsichtigung des Planers sichert die Einhaltung der Qualitätsstandards.
Die Konstruktion ist so angelegt, dass fast alles in Eigenleistung errichtet werden kann. Unabhängig davon sollen ein hoher Grad an Vorfertigung und eine simple, auf Funktionalität ausgerichtete, Konstruktion eine leichte Umsetzung bei vertretbaren Kosten sicherstellen.

Das Exklusivrecht
Was Texte und Bilder betrifft, besitzt die Mythen-Post das Exklusivrecht zur Veröffentlichung und Verwertung. Urs Beeler darf nach außen hin auch darstellen, dass er mit der Idee gekommen ist und sie weiterentwickeln will. Dazu erhält er die fachliche Unterstützung von Dip.-Ing. Matthias G. Bumann, Berlin.

Beim MCS-Projekt handelt es sich um ein Pionierprojekt, das es in der Art bis jetzt nicht gegeben hat. Der grosse kommerzielle Erfolg ist heute (2004) kaum zu erwarten, weil das Projekt der Zeit voraus ist. „Ruhm und Ehre“ können aber auch ein Akquisitionserfolg sein!
Aufgrund der weiter zunehmenden Umweltverschmutzung und Uneinsichtigkeit der Masse, ist davon auszugehen, dass die Zahl der MCS-Betroffenen, Allergiker, Neurodermitiker etc. weiter ansteigen wird. So gesehen dürfte in Zukunft durchaus ein Markt für das MCS-Haus entstehen.

Die Finanzierung
Allein in der Schweiz gibt es 120’000 (!) Millionärshaushalte (nach Prof. Dr. Ueli Mäder, Soziologe). Da müsste eine Finanzierung für ein MCS-Projekt via Sponsoring zu schaffen sein! [Anmerkung: Das wird sich über 12 Jahre lang als grosse Fehleinschätzung herausstellen!] (Wobei: In der Schweiz sind heutzutage Krankheiten jedoch nur dann „interessant“, wenn Medizin und Pharmaindustrie daran Geld verdienen können, vgl. Krebs, AIDS etc. Tragisch!)
Selbst wenn das Projekt scheitern würde, könnte man der Nachwelt zumindest positive Pläne und Gedanken betr. dem gesunden Bauen hinterlassen. Das wäre schon wertvoll! Bis heute existieren – wie erwähnt – nämlich noch keine Pläne von einem nach streng baubiologischen Kriterien gebauten kompromisslosen MCS-Haus.

(1) Konstruktion und Hülle
Fundamente, Sohle (Idee von Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann)
Streifenfundamente dienen als Frostschürze. Die Sohle a
us Stahlbeton wird mit Matten bewehrt. Vor dem Betonieren kontrolliert der Bauüberwacher die richtige Ausführung. Bei entsprechender Anlagengröße wird sich der Einsatz von SVB (selbst verdichtender Beton) als wirtschaftlich erweisen.
Auch die Variante mit einem Keller kann überprüft werden.

Außenwände
Es ist ein monolithischer Aufbau: Ziegel, innen und außen geputzt. Die Wände werden in 49 cm Stärke ausgeführt, was ein hervorragendes Temperatur-Amplituden-Verhältnis respektive gute Phasenverschiebung bringt. Dies ist wichtig für den sommerlichen Wärmeschutz und gut gespeichert ist schon halb gedämmt.
Die Konstruktion ist garantier
t tauwasserfrei, Schimmel hat hier keine Chance zu entstehen so wie bei Leichtbaukonstruktionen (Fertigbau, Fertighäuser). Es kommt keine Wärmedämmung an die Fassade. Da die Ziegelindustrie im deutschen EnEV- bzw. im schweizerischen Minergie-Wahn ja nun fast schon Dämmstoffe statt Ziegel herstellt, wird die Einhaltung dieser unsinnigen Forderungen leicht möglich sein. Man nimmt Poroton Kleinformater (2 DF und 6 DF). Dadurch erhält man ein Fugenbild, was einen rissefreien Putz möglich macht.
Außen kommt ein Kalk-Zement-Putz dran, besser ein Kalkputz. Innen werden die Außenwände geputzt mit Gipsputz, Lehmputz oder Kalk-Zement-Putz, je nach Gusto.
Als Farbe werden Lehm- oder Kalkfarbe genommen.
Dipl-Ing. M.G. Bumann: „Die Mauerarbeiten kann die Bauherrengruppe u.U. selbst ausführen. Man muss in einem solchen Fall die Herstelleranweisungen genau befolgen, das Material bekommt man komplett je Haus in den berechneten Formaten und Formstücken. Der Grad der Vorfertigung hängt von der Größe des Projektes ab, Kleinserien sind oft unwirtschaftlich.“

Fenster
Die Fenster erhalten – mindestens auf der Süd- und der Westseite – hölzerne Fensterläden, die im Sommer zu schließen sind, damit die Hitze gar nicht erst hinein kommt. Im Winter gibt es solare Gewinne bei geöffneten Läden.
Traditionelle Schreinereien sollten schöne, wohnliche Massivholz-Fenster noch herstellen können. (Für das Aussehen der Fenster hat Urs Beeler sehr schöne Modelle aus den 60er und 70er Jahren, die man als Vorlage verwenden kann). Mittels Nullpassung bekommt man den richtigen Fugenbeiwert hin.
Fensterscheiben kann man kitten, um kein Silikon einsetzen zu müssen. [Anmerkung der Mythen-Post: Im ganzen Haus muss auf Silikon verzichtet werden.] Bei Kalkputz kann man einputzen wie früher auch.

Decke, Dach
Das EG schließt mit einer massiven Decke ab. Darauf kommt eine Dämmstofflage auf Folie. Dipl.-Ing. Bumann schlägt Dämmstoffe auf Zellulose- oder z.B. Flachsbasis vor.

Urs Beeler ist gegen ein Schrägdach, weil dies seiner Meinung nach zuviel Platz verbraucht. Eine Schräge wirkt (falls sie bewohnt wird) auch beengend. MCS-Betroffene leiden oft auch an Depressionen. Beeler schlägt deshalb ein Flachdach als Terrasse mit Geländer vor > in der Art eines „Wohnturms“. Im Sommer könnte da jeder Hausbewohner ein Liegestuhl und Sonnenschirm mit aufs Dach nehmen.

Als Umfriedung könnte man eine für zwei Seiten (oder auch vier) eine Variante mit Sockeln nehmen, dazwischen jeweils ein Drahtgitter und darüber entlang ein metallener Handlauf (Geländer) > wie bei der Terrasse der Alten Brauerei.
Das Flachdach wird aussen mit Kupferdachkeneln versehen.

(2) Ausbau
Fußböden

Man kann z.B. einen Trockenestrich mit Zellulosedämmplatten einbauen. Hier kann man Beläge aufbringen und auch fliesen.
Bad, WC und Küche werden gefliest. Das WC kann u.U. wandhängend ausgeführt werden, damit man darunter besser wischen kann.
Mit einer möglichst einfachen Reinigungsmöglichkeit erzielt man auch ein Maximum an Hygiene. Dieser Grundsatz muss fürs ganze Haus gelten.
Die Oberfläche von Hobeldielen kann man gut reinigen, außerdem sind sie nicht fußkalt.

Innenwände
Bad, WC und Küche werden gefliest, aber nicht alles raumhoch, da die Feuchtepufferfunktion der geputzten Wand genutzt werden soll (Aufnahme von Luftfeuchtespitzen).
Man benötigt mindestens eine gemauerte Innenwand als tragende Wand.
Auch hier gilt: keine Dispersionsfarben, keine Tapeten. Stattdessen Kalk- oder Lehmfarben.

Innentüren
Eine Innentür soll nicht hermetisch schließen, sie soll vielmehr den Luftaustausch fördern.
Die Beschläge sind aus Metall, so dass die Türen kunststofffrei sind. (Kunststoff- oder Spanplatten-Türen kommen zum Vornherein nicht in Frage!]

Küche, Möbel
Man nimmt keine Möbel aus Span- oder MDF-Platten, die jahrelang Formaldehyd (oder Isocyanat) ausgasen, keine Kunststoffe mit Weichmachern u.a. Eine Küchen-Arbeitsplatte kann man alternativ aus Marmor herstellen lassen.

SEHR WICHTIG: Waschküche mit eigener Waschmaschine und grossem Trockenraum
Für MCS-Betroffene das A und O, da ausschliesslich mit parfümfreien Waschmitteln (empfohlen: OMO Sensitive) gewaschen werden darf.

(3) Gebäudetechnik
Heizung, Warmwasser

Heizung: Der von Dip.-Ing. errechnete Bedarf liegt bei ca. 60 kW/m2a bzw. ca. 7.000 kWh/a.
Bei MCS-Betroffenen darf es weder ein Schadstoff- noch z.B. ein Aschenproblem geben, d.h. es muss eine absolut saubere Heizung eingesetzt werden. Holzheizungen (Cheminée, Hypokausten etc.) kommen zum Vornherein nicht in Frage, weil diese Dreck- und Schadstoffschleudern sind. Im Haus selbst würde ein muffiges Raumklima entstehen. Selbst wenn man innen noch eine einigermassen erträgliche Raumluft hätte, würde die Nachbarschaft bzw. würde man selbst beim Öffnen der Fenster mit dem Holzfeuerungs-Abgasproblem konfrontiert. (Lesen Sie zum Thema Holzfeuerungen die interessanten Beiträge von Frau Beatrice Macho auf der Mythen-Post Homepage.)
Heizen mit Pellets ist ebenfalls eine unsaubere Angelegenheit. (Aschenproblem)
Mit einer zentralen Kachelofenanlage (von Bumann vorgeschlagen) kann sich deshalb Urs Beeler nicht anfreunden. Aus der Schweizer Praxis kenne er ausschliesslich „dreckige“ Kachelöfen, die für Staub und ungesundes, unangenehmes Raumklima resp. Raumluft verantwortlich sind und alles Baubiologische drumherum „vernichten“. Ein Vorurteil? Er habe bis heute noch keinen einzigen „cleanen“ Kachelofen gesehen!

Moderne Ölheizungen funktionieren sauber. Unerfreulich hingegen sind die alljährlichen Kontrollen, Kaminfeger usw. und dadurch eingeschränkte Autonomie.
Bei Gasheizungen finden ebenfalls jährliche Abgaskontrollen statt.
Wenn man nicht direkt dem Kamin ausgesetzt ist, wäre eine Gasheizung eine recht umweltfreundliche Angelegenheit. (Probleme jedoch: Explosionsrisiko und Abhängigkeit von einer Gaszufuhr.) Für MCS-Betroffene absolut ungeeignet sind hingegen kleine Gasöfen und Gas-Kochherde.

Nochmals: Voraussetzung für ein MCS-Haus ist, dass die Heizung SAUBER und STAUBFREI ist. Es darf kein Verbund der Heizanlage mit der Raumluft geben.

Ist eine Elektroheizung die Lösung? Hier muss beachtet werden, dass keine elektromagnetischen Felder entstehen. Und bedenklich: Bei früheren Elektro-Speicheröfen wurden z.B. standardmässig Asbest (!) oder Steinwolle (!) eingebaut.
Matthias Bumann schlägt als Alternative sog. Heizleisten vor sowie elektrische Marmor-Heizplatten, die man als Heizkörper an die Wand hängen könne. Bei all diesen Produkten stellt sich die Frage der Abschirmung. Wer hat welche praktischen Erfahrungen mit solchen Produkten gemacht? Bitte melden! Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann, E-Mail:info@dimagb.de, Urs Beeler, E-Mail: beeler@mythen-post.ch

Äussere Faktoren / Umgebung
Und wenn wir schon beim Strom sind: Natürlich darf ein MCS-Haus nicht in der Nähe eines Natel-Senders, einer Starkstromleitung, eines Trafo-Häuschens, einer Bahnlinie etc. stehen. Neben Elektrosmog darf ein MCS-Haus auch nicht in einer lärmigen Siedlung oder an einer verkehrsreichen Strasse gebaut werden. Sämtliche äusseren Faktoren müssen berücksichtigt werden! Auch Immissionen durch Industrie, Gewerbe usw.
Das am besten konzipierte MCS-Haus nützt nichts, wenn es am falschen Ort steht!

Solaranlage
Eine PV-Anlage lohnt sich nur, wenn es eine intensive Förderung gibt. Der Wirkungsgrad der Anlage lässt mit der Zeit nach und Wartungs- und Unterhaltungskosten werden in der Werbung selten genannt und eingerechnet. Ausserdem stellt sich die Frage der umweltfreundlichen Entsorgung.
Beeler vertritt hier die konventionelle Elektro-Boilervariante.

Stromversorgung
Elektrischer Strom wird von einem Versorger bezogen. PV-Anlagen (späteres Problem Entsorgung > Sondermüll) oder Windräder (störend in der Landschaft und lärmig!) sind unwirtschaftlich und auf Dauer gesehen unökologisch.

Lüftung
Es wird (ausser, es wünscht dies jemand speziell oder es ist immunsystembedingt nötig) keine Lüftungsanlage eingebaut; jeder Raum wird natürlich be- und entlüftet. Die Bedarfslüftung nach der guten alten Fenster-auf-Methode hat sich bestens bewährt (natürliche Lüftung). Außerdem hat man einen Luftwechsel über Fensterfugen, wenn man von vornherein vernünftige Fenster (ohne Kunststoffe, Silikon etc.) hat. Keime, Stäube und Bakterien haben somit keine Lüftungskanäle als Brutstätte.

Elektroanlage
Es gibt sogar hierfür Selbstbausätze, wo Kabel und Klemmstellen farbig markiert sind. Ein Elektromeister wird alle Anlagen prüfen, abnehmen und aufklemmen. Die Steckdosen sollten im hinteren Bereich konzentriert sein, dadurch lässt sich der Elektrosmog örtlich eingrenzen.
Eine Variante ist das Verlegen mit Röhrchen (wie man das um 1910 herum machte). > Wobei wiederum der Elektrosmog zu berücksichtigen ist!

(4) Außenanlagen
Es gibt Fertiggaragen mit einem gebogenen Dach.

(5) Aussichten
Nachhaltigkeit: Das MCS-Haus in dieser Ausführung ist eine massive, solide, wertbeständige Sache, was auch die Banken so sehen werden. Sollte man dennoch einmal abbrechen, sind es Holz- und mineralische Stoffe, deren Recycling unbedenklich ist.

Nächste Schritte
Urs Beeler:
– Bedarf eruieren
– Neugier wecken
– die Idee propagieren
– eine Lobby schaffen
– Sponsoren und Fördermöglichkeiten finden

M. Bumann:
* Baukosten überschlägig berechnen; zunächst eine Schätzung und dann eine Ermittlung
* Erarbeitung einer Positiv- und einer Negativliste für Baustoffe
* Variantenentwürfe nach ermitteltem Bedarf
* Einbeziehung von Partnern (Hersteller)
* Unterstützung bei Sponsorensuche in späterer Projektphase

Es sei zu beachten, dass wir von Vorentwürfen und Skizzen reden.

Für Informationen:
Bauleitung, Bauplanung, Bauberatung
Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann
Wilhelminenhofstr. 50,
D-12459 Berlin
Tel. +49-30- 67 48 97 27
Fax +49-30- 67 48 92 13
Mobil: 01 77 – 88 58 495
Homepage: http://www.dimagb.de
E-Mail: info@dimagb.de

Mitglied der Baukammer Berlin
Bauvorlageberechtigung: P1694
Spezialisierung: Bauen im Bestand, Baukosten
Freier Sachverständiger für Privatgutachten
DIMaGB.de – Informationen für Bauherren
http://www.bauko.biz Baukostenmanagement B2B & B2C

Mythen-Post
Urs Beeler
Postfach 7
CH-6431 Schwyz
Tel./Fax. 041 811 20 77
E-Mail: beeler@mythen-post.ch

Spezialisierung: MCS, Umweltmedizin, Baubiologie, Konsumentenschutz, Umweltschutz

Texte zum Thema Baubiologie (von der HAGA AG):
„Beachten Sie beim Bauen die Oeko-Toxizität
Bauen mit Wissen und Gewissen
Verputze und Isolationen müssen atmen können

 


 

Kommentare zum MCS-Haus

Donnerstag, 16. September 2004

Sehr geehrter Herr Beeler,
mit Interesse habe ich die Berichte über Ihr MCS-Haus Projekt gelesen. Für Infos zu Marmorheizplatten empfehle ich www.gemetherm.de. Die Firma ist ein bodenständiges Unternehmen und produziert Natursteinheizplatten in guter Qualität und ohne Kleber. Bei elektrischen Heizplatten sind allerdings meistens die Anschlussleitungen aus Silikonkabel (wegen der erhöhten Hitzebeständigkeit), ließe sich bestimmt auch anders lösen.
Viel Erfolg bei diesem Projekt.
Mit freundlichen Grüßen
G.F.

Bitte geben Sie meine E-Mail-Adresse und meinen Namen nicht weiter – ich bekomme schon genug Spam.

 

Freitag, 17. September

Sehr geehrter Herr Beeler,
ich habe noch eine Anmerkung zum Elektrosmog. Sie schreiben: „Wo Strom durch einen Leiter fließt, entstehen elektrische Felder. Man kann zwar Leitungen abschirmen, aber die Geräte nicht.“ [Anmerkung: Diese Formulierung stammte von Dip.-Ing. Bumann, wurde jedoch aus obigem Text nachträglich entfernt.] Das elektrische Feld ist bereits ohne Stromfluss vorhanden. Wenn dann der Strom fließt (z.B. durch Einschalten eines Gerätes) entsteht ein magnetisches Feld. Dieses Feld wird auch durch Abschirmungen um Kabel nicht vermindert. Eine Abschirmung ist deshalb wenig sinnvoll. Besser ist der Einsatz von Netzfreischaltgeräten.
Mit freundlichen Grüßen
G.F. (bitte Namen nicht veröffentlichen)

 

Freitag, 17. September 2004

Sehr geehrter Herr F.
Ganz herzlichen Dank für Ihre Anmerkungen. Der erwähnte Satz stammt von Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann; ich leite ihm Ihre Nachricht gerne weiter. Wir sind für Tipps sehr dankbar!
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

PS: Ihrem Wunsch gemäss wird Ihr Name nicht veröffentlicht.

 

Samstag, 18. September 2004

Eine Abschirmung kann nur in der Fläche sinnvoll sein, so in Wänden, Decken und Dächern. Dazu nimmt man Metallnetze, die einen Faradayschen Käfig bilden und so einen abgeschirmten Bereich schaffen. Dieser Bereich ist von Kabeln und Geräten freizuhalten, sonst war alles sinnlos.
Mit freundlichen Grüssen
M. Bumann (E-Mail: dimagb2004@arcor.de)

 


 

Eine Stellungnahme von Umweltmobil.de

Sonntag, 26. September 2004

Sehr geehrte Damen und Herren,
nach vorläufigem Eindruck ein interessantes Konzept, welches von Ihnen verfolgt wird.
Brechen Sie es auf die Wohnstufe darunter (kein MCS, aber schadstofffreies Wohnen) zurück, mit der jetzigen Kompetenz und ein breiter Erfolg ist sicherer.
Zu Fragen, Beurteilungen unsererseits etc. stehen wir gerne zur Verfügung. Viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Holger Gries (E-Mail: info@umweltmobil.de)

 


 

Unterstützung vom Chemical Sensitivity Network Deutschland

Sonntag, 26. September 2004

Lieber Urs,
ich habe gleich über Dein Projekt in unserem CSN Forum berichtet.
Wir werden auch in unserer Rubrik „Wohnen“ auf der Hauptseite näher darüber schreiben.
Wir finden das Projekt sehr schön und werden regelmäßig darüber in unserer Rubrik „Ressourcen & Tipps“ / Wohnen berichten.
Herzliche Grüße und viel Glück für Urs und alle Schweizer MCS Betroffenen bei der Realisierung.
Viel Glück, Urs, und halte uns bitte auf dem Laufenden.
Noch besser wäre, wenn Du direkt mit Eurem Namen ins Forum schreibst, das macht es interessanter (…)
Liebe Grüße
Silvia (E-Mail: csn@allergic.de)
CSN, Internet: http://www.csn-deutschland.de

 

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