An zweiter Stelle im internationalen Vergleich (ein Beitrag aus dem Jahre 1999)

Mehr Medikamentenkonsum bedeutet nicht, dass die Leute in jedem Fall auch gesünder würden.

Im internationalen Vergleich verfügt die USA mit Abstand über das teuerste Gesundheitswesen. Mit 3’898 $ sind die Pro-Kopf-Aufwendungen nicht nur fast doppelt so hoch wie in Frankreich, sondern gar das knapp Siebzehnfache der Ausgaben in der Türkei. Mit Pro-Kopf-Aufwendungen von bescheidenen kaufkraftgewichteten 232 $ bildet die Türkei das Schlusslicht innerhalb der 29 OECD-Staaten.

Die hohen amerikanischen Ausgaben gehen primär auf die aussergewöhnlich hohen Preise bei der medizinischen Versorgung zurück
In den USA betragen die Gesundheitskosten 14% des Bruttoinlandsproduktes (BIP), während der Anteil im OECD-Raum bloss 8,2% ausmacht (Stand: 1996).

Die in der Schweiz getätigten Aufwendungen für das Gesundheitswesen sind ebenfalls überdurchschnittlich hoch
Mit jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben von beinahe 2’500 $ steht die Eidgenossenschaft an zweiter Stelle vor Deutschland, Luxemburg, Kanada und Frankreich.

Niedrigere Medizinalkosten = höhere Gesundheit?
Als überraschend und paradox wird heute der Umstand bezeichnet, dass getroffene Bemühungen zur Eindämmung der Kostenexplosion im Gesundheitswesen diesem bisher keinen wirklichen Schaden zugefügt haben. Im Gegenteil: die Effizienz der medizinischen Versorgung sei gesteigert und überdies seien auch die Heilungserfolge erhöht worden.

 

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