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Erforschungen sind allmählich im Gange (ein Beitrag aus dem Jahre 1998)

Die ständige Zunahme an elektrischen Anlagen und Geräten hat zu einer Erhöhung des elektromagnetischen Strahlungspegels und zur Prägung des Begriffs „Elektrosmog“ geführt. Man vermutet heute, dass elektromagnetische Felder diverse gesundheitliche Störungen wie Depressionen oder gar Krebs auslösen können.

Unterschiedliche biologische Wirkungen
Im Hinblick auf eine biologische Wirkung lässt sich das Spektrum elektromagnetischer Wellen grundsätzlich in drei Bereiche unterteilen: Ionisierende Strahlen (mehr als 1016 Hz) wie Röntgenstrahlen sind bekanntlich so energiereich, dass sie auf biologische Strukturen wie das Erbmaterial einen unmittelbaren Einfluss haben. Eine mutagene oder krebsauslösende Wirkung dieser Strahlungsart ist unumstritten.
Grundsätzlich wird zwischen hoch- und niederfrequenten EM-Feldern unterschieden. Bei hochfrequenten Feldern (mehr als 100 MHz), wie sie z.B. bei der Radiokommunikation oder bei den Mikrowellen eingesetzt werden, steht die damit verbundene Wärmewirkung im Vordergrund. Gerade in schlecht durchbluteten Körperteilen, wo die Wärmeabfuhr erschwert ist, kann durch starke Feldintensitäten Schaden angerichtet werden. Denkbar sind z.B. Linsentrübungen auf Grund der fehlenden Durchblutung der Augenlinse.
Bei niederfrequenten magnetischen Feldern nimmt man heute an, dass sie die Erregbarkeit von Zellmembranen verändern können.

Epidemiologische Studien
Eine der ersten Studien, die sich mit den physiologischen Wirkungen elektromagnetischer Felder auf den Menschen befasste, ist eine von sowjetischen Wissenschaftern publizierte Arbeit aus dem Jahre 1966. Die Untersuchung zeigte, dass Männer, die in Hochspannungsanlagen beschäftigt waren, im Vergleich zu Kontrollgruppen vermehrt unter Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie sexuellen Störungen litten.
Mit einer Studie aus Colorado im Jahre 1979 wurde erstmals eine Zusammenhang zwischen niederfrequenten Feldern im 50- und 60-Hz-Bereich und Krebs hergestellt. Dieser Bericht stellte für Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen aufwuchsen, ein erhöhtes Risiko an Leukämie zu erkranken fest.

Hochspannungsleitungen
Seit der Prägung des Begriffs „Elektrosmog“ ist der Preis für ein in der Nähe von Hochspannungsleitungen gelegenes Grundstück in den USA zwischen 10-50% gesunken. Ähnlich sieht die Situation in der Schweiz aus.
Trotz Wissen um die Problematik von EM-Feldern tut sich bei der Ursachenbehebung noch viel zu wenig.

 

Gesundheit

 

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