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„Auf unserer Welt existiert überall Elend (Hunger in der Dritten Welt, Tier-KZ’s, Abholzung des Regenwaldes, atomar verseuchte Gebiete usw. – und dann gibt es bei uns noch Leute, die jammern, dass zu wenig Geld für Kultur ausgegeben wird.“

„Kultur kann von Privaten finanziert werden. Wir brauchen dafür nicht den Staat.“

„Ich bin froh, dass seinerzeit der Kulturförderungsartikel abgelehnt wurde. Von diesem Artikel profitiert hätten ohnehin wieder nur die falschen.“

„Mir ist kein einziger echter Künstler bekannt, der aus Staatsförderung etwas geworden wäre.“

„Wenn der Staat Kulturförderung betreibt, heisst das, dass er bestimmt, was Kultur sein soll.“

„Gefallen hat mir, wie einmal ein Oscar-Preisträger im Fernsehen gebracht wurde, der sich in Bern um ein Film-Stipendium bewarb. Er habe schliesslich sein Gesuch zurückgezogen, weil eine Zusammenarbeit mit dem Amt für Filmförderung wohl der geistige Tod seiner Arbeit bedeutet hätte…“

„Man darf den Begriff Kultur nicht pauschal verteufeln. Es gibt durchaus auch staatliche Institutionen im kulturellen Bereich, die positiv sind, z.B. die Denkmalpflege, der Heimatschutz, Bibliotheken, Archive und Museen.“

„Ja, das stimmt. Bibliotheken sind gesellschaftlich wichtig. Es wäre schön, wenn mehr Leute ihr Angebot nutzen würden.“

„Gegen Museen habe ich auch nichts. Wenn man jedoch sieht, wie teilweise Millionen bei solchen Vorhaben verlocht werden (Beispiel Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz), macht mich das zornig.“

„Negativ ist nicht der Bau eines Museums an sich, sondern die Vetternwirtschaft, die bei solchen Realisierungen immer wieder stattfindet.“

„Wenn der Staat die Renovation eines schützenswerten Kulturgutes vornimmt, dauert es mindestens doppelt so lang, wie wenn die Sache von einem kompetenten Privaten in die Hand genommen würde. Bei den Kosten ist es noch drastischer: was die öffentliche Hand macht, kostet leicht das Dreifache…“

„Früher hatte man Kultur. Sie war einfach da, zeigte sich in der Malerei und Schriftstellerei. Heute finden wir kaum noch einen schlauen Maler oder guten Schriftsteller.“

„Wenn du einen rostigen Nagel in ein weisses Brett einschlägst, bist du bereits ein moderner Künstler. Und wenn du schwulstig formulierte Sätze aneinanderreihst, die nichts aussagen, erscheinst du im Feuilleton der ‚Neuen Zürcher Zeitung‘ als Lyriker…“

„Im Bereich ‚modernes Theater‘ ist es genau gleich. Je dümmer, desto besser! Und Charles Clerc bringt darüber sicher noch extra einen Beitrag in der Tagesschau um halb acht.“

„Bei der Jugend-Kultur sieht es nicht besser aus: eine bemalte Zivilschutz-Bunkertüre, daneben ein paar rauchende Schlaffis…“

„1995 hat der Regierungsrat des Kantons Schwyz auf Vorschlag der Kulturkommission Charles Vögele den Kulturpreis verliehen. 2003 wird der Kulturpreis wahrscheinlich Center-Manager Markus Schuler zukommen und 2004 Dr. Max Schlumpf von der Zementfabrik Brunnen. 2005 folgt dann Stefan Baer von der gleichnamigen Küssnachter Weichkäserei und 2006 Stefan Schmidheiny…“

„Hört doch endlich auf zu kritisieren! Wir haben in unserer Region – z.B. im Bereich der Malerei, Holz- und Steinbildhauerei – gute Künstler, die ansehnliche Arbeit leisten. Wer gegen die Kunst redet, tut dies oft bloss aus Neid und eigenem Unvermögen. Es ist leichter, Kunst mit Worten kaputt zu machen, als selber schöpferisch tätig zu sein.“

„Kultur ist, wenn jemand etwas aus dem Innersten heraus – mit Freude – macht, z.B. zeichnen, malen, kochen, konstruieren, photografieren, filmen usw. Echter Künstler ist nur der, welcher in seine Arbeit verliebt ist und sie zum Guten macht.“

„Echte Künstler und Wissenschafter haben es in unserer Gesellschaft schwer, verstanden zu werden. Sie leben als gesellschaftliche Aussenseiter. Erst, wenn sie tot sind, beginnt sich die Öffentlichkeit – aus genügend Distanz – mit ihrem Schaffen auseinanderzusetzen. Kein gesellschaftliches System will lebende Künstler, die aus dem Rahmen fallen.“

„Wenn einer sein Handwerk versteht und seine Arbeit aus Freude und zum Nutzen der Gesellschaft macht, dann ist mir dieser Künstler sicher willkommen. Ich bin nicht gegen Kunst an sich, sondern nur gegen Pseudo-Kunst, wie sie heutzutage leider viel zu oft geboten wird.“

 

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